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Inflationsprämie geplant: Wer bis zu 1500 Euro bekommen soll

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Von: Kevin Goonewardena

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Der Bund schürt mit dem Entlastungspaket 3 weiteres Maßnahmenpaket. Kommt auch eine Inflationsprämie? Die Ideen und Vorhaben im Überblick.

Hamburg – „Die Ampel verspricht Wuchtiges“ lautet eine der gestrigen Schlagzeilen nach Ende der Kabinettsklausur im brandenburgischen Meseberg. Wuchtig, nannte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) selbst, was die Bundesregierung zur Entlastung der Bürger auf den Weg zu bringen gedenkt und in der Tat: das neue Maßnahmenpaket, das die Bundesregierung im Kampf gegen die steigende Inflation schürt, hätte es in sich. Und das ist auch nötig, denn die Inflation, auch das wurde vermeldet, kletterte mit Ende des Monats August europaweit auf einen neuen Rekordwert: mit 9,1 Prozent erreichte die Inflationsrate den höchsten Wert seit Einführung des Euro als Buchgeld im Jahr 1999.

Unter anderem durch die Hilfe einer sogenannten Inflationsprämie für die Bürger will die Regierung um Bundeskanzler Scholz der steigenden Inflation entgegentreten. Das zumindest berichtet der Nachrichtensender ntv. Der Sender stützt sich dabei auf Regierungskreise. Bekommen soll die Inflationsprämie auch eine Gruppe, die bei den vorherigen Entlastungsmaßnahmen leer ausging.

Name:Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland
Aktuell:Kabinett Scholz I
Führung:Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD)
im Amt seit:Dezember 2021

Inflationsprämie geplant: Wer bis zu 1500 Euro bekommen soll

Nach Angaben mehrerer übereinstimmender Medienberichte soll die Inflationsprämie zwischen 800 und 1500 Euro betragen und auch Rentner in den Genuss der staatlichen Hilfen bekommen. Diese waren bei den vorherigen Entlastungspaketen zumindest direkt noch leer ausgegangen. Neben Rentnern sollen auch andere Gruppen mit geringen bis mittleren Einkommen profitieren. Um welche Gruppen es sich genau handeln und welche Einkommensgrenzen gelten würden, ist allerdings genauso wenig bekannt, wie es nicht sicher ist, dass diese Idee es letztendlich tatsächlich ins sogenannte Entlastungspaket III schaffen wird.

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Steuerentlastung: Wer Anspruch auf die Energiepreispauschale hat
Steuerzahlerinnen und Steuerzahler könnten bald eine Inflationsprämie erhalten. © Catherine Waibel/dpa-tmn

Entlastungspaket 3: Diese weiteren Schritte plant die Bundesregierung

Wie bereits berichtet sollen außerdem Einmalzahlungen für Hartz-IV-Empfänger, Rentner und Studierende geben. Die SPD kündigte ihrerseits die Erweiterung des Wohngeldes, das 2023 mehr Bürgerinnen und Bürger hierzulande erhalten könnten, um einen Energiezuschuss an. Die Debatten um die genaue Gestaltung des 3. Entlastungspakets sind allerdings nicht abgeschlossen. Der neue Maßnahmenkatalog soll die alten Maßnahmen, die mit Beginn des Monats September ausgelaufen sind, ablösen. Zu den Vorgängermaßnahmen zählen etwa die 300-Euro Energiepauschale, der Tankrabatt und das 9-Euro-Ticket – einem Nachfolger, für das günstige und bundesweit gültige Monatsticket hat Bundesfinanzminister Christian Lindner allerdings bereits zugestimmt.

Lesen Sie auch: Tankrabatt ausgelaufen: Benzinpreis steigt teils deutlich

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Übergewinnsteuer und Gaspreisdeckel weiter kein Thema – es bleibt bei Einmalzahlungen für Bürger

Eine Übergewinnsteuer oder ein Gaspreisdeckel sind zur Entlastung der Bürger und zu einer faireren Verteilung der durch die verschiedenen, aktuell sich überlappenden multiplen Krisen, entstandenen Mehrkosten und sonstigen Lasten allerdings weiterhin nicht geplant. Die Regierung setzt, wenn, sollte es so kommen, zwar auf höhere Zuschüsse, die mehr Bevölkerungsgruppen zugutekommen, belässt es vermutlich nach heutigem Stand aber weiter bei Einmalzahlungen im Kampf gegen die Krisen.

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