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Krankenkassen erhöhen Beiträge – was das für Rentner bedeutet

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Von: Robin Dittrich

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Viele Krankenkassen erhöhen im Jahr 2023 ihre Beiträge. Auch Rentner sind davon betroffen. Doch was bedeutet die Erhöhung für sie?

Update vom 6. Januar 2023: Schon gewusst? Auf Rentner kommen 2023 einige Neuerungen zu – vieles tut sich auch im Bereich der Steuern. Ab wann eine Steuererklärung für Rentner zur Pflicht wird.

Erstmeldung vom 4. Januar 2023: Hamburg – Der Grundbeitrag zur Krankenversicherung ist gesetzlich festgelegt: Er beträgt 14,6 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens. Im Jahr 2023 erhöhen sich jedoch die Zusatzbeiträge. Diese können von den Krankenkassen selbst festgelegt werden. Was bedeutet diese Erhöhung für Rentner?

Regierungsinstitution:Bundesregierung
Gründung:15. September 1949
Sitz:Berlin, Deutschland
Vorsitz:Olaf Scholz (Bundeskanzler), Robert Habeck (Vizekanzler)

Zusatzbeiträge der Krankenkasse werden erhöht – was das für Rentner bedeutet

Der allgemeine Beitragssatz zur Krankenversicherung von Rentnern beträgt deutschlandweit einheitlich 14,6 Prozent. Rentner tragen davon nur die Hälfte, also 7,3 Prozent – die andere Hälfte wird von der deutschen Rentenversicherung übernommen. Rentner müssen sich dabei um nichts kümmern, der Anteil wird bei der monatlichen Rentenzahlung einfach einbehalten. Auch an dem von Krankenkassen erhobenen Zusatzbeitrag beteiligt sich die Rentenversicherung zur Hälfte – wie hoch ist dieser?

Zusatzbeiträge der Krankenkasse werden 2023 erhöht – das bedeutet es für Rentner.
Zusatzbeiträge der Krankenkasse werden 2023 erhöht – was das für Rentner bedeutet. © Michael Gstettenbauer/Imago (Montage)

Der Zusatzbeitrag wird von jeder Krankenkasse individuell festgelegt. 2023 erhöhen viele Krankenkassen diesen Zusatzbeitrag – oftmals ist dieser jetzt 0,1 bis 0,5 Prozent höher als noch 2022. Liegt der Zusatzbeitrag Ihrer Krankenkasse bei 1,6 Prozent, müssen Sie 0,8 Prozent davon selbst zahlen. Rentner müssen dazu noch den Beitrag zur Pflegeversicherung zahlen. Dieser liegt 2023 bei 3,05 Prozent, beziehungsweise 3,40 Prozent für Kinderlose. Dieser Pflegeversicherungsbeitrag muss von Rentnern allein getragen werden.

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Beispiel zur Zahlung von Krankenkassenbeiträgen – 2023 eine Menge Geld sparen

Den Pflegeversicherungsbeitrag müssen auch freiwillig oder privat krankenversicherte Rentner selbst zahlen. Ein Beispiel der deutschen Rentenversicherung: Ihre Rente liegt bei 1000 Euro im Monat. Sie sind in der Kranken- und Pflegeversicherung der Rentner versicherungspflichtig, zudem haben Sie ein Kind. Der zu zahlende Krankenversicherungsbeitrag von 14,6 Prozent beträgt 146 Euro. 73 Euro davon müssen von Ihnen gezahlt werden. Dazu kommt ein Zusatzbeitrag von 1,5 Prozent, also zu zahlende 7,5 Euro, den anderen Teil übernimmt die Rentenversicherung.

Der Anteil zur Pflegeversicherung läge also bei 30,50 Euro. Von den 1000 Euro Rente erhalten Sie somit 889 Euro. Eine Erhöhung der Zusatzbeiträge zur Krankenversicherung kann aber umgangen werden. Krankenversicherte sollten sich deshalb genaustens informieren, ob sich ein Wechsel der Krankenkasse für sie lohnt. Auch um die Rente zu erhöhen, gibt es einige Möglichkeiten. Beispielsweise gibt es acht Zuschüsse, von denen viele Rentner nichts wissen. Auch Pflege kann die Rente erhöhen. Sollte Ihr Ehepartner verstorben sein, haben Sie oftmals Anspruch auf eine Witwenrente.

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