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Kostenloses Waschmittel hergestellt aus Kastanien: So wird es gemacht

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Von: Christian Einfeldt

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Kastanien sammeln und daraus Waschmittel machen: Geht nicht? Doch! Ein einfacher Tipp, der die Umwelt schont und Geld spart. Wie funktioniert‘s?

Hamburg – Nützliche Alltagstipps können eine echte Stütze sein. Wie viele Menschen wohl noch nicht wissen, dass man das Sieb beim Nudeln kochen nicht in die Spüle stellen sollte? Der Gesundheit tut man derweil etwas Gutes, wenn man sich daran hält nicht allzu oft seine Wohnung zu putzen. Ein weiterer Verbraucher-Tipp: Aus Kastanien kann man Waschmittel machen – das spart Geld und schont gleichermaßen die Umwelt.

Eine ungewöhnliche Methode, die Früchte trägt. 24hamburg.de verrät, wie die Natur hilft, Kleidung wieder sauber zu kriegen.

Nussfrucht:Kastanien
Wissenschaftlicher Name:Castanea
Familie:Buchengewächse (Fagaceae)
Ordnung:Buchenartige (Fagales)

Waschmittel aus Kastanien: Wie die Nussfrucht Wäsche wieder sauber bekommt

Im Herbst liegt das Waschmittel wortwörtlich auf der Straße. Mithilfe von Kastanien soll man seine Wäsche wieder sauber kriegen – das zumindest sagen Verbraucher-Tipps, wie die Deutschen Presse-Agentur (dpa) berichtet. Im Herbst Kastanien sammeln könnte da doch glatt zur neuen Leidenschaft werden. Nicht nur für Kinder, um daraus Figuren zu zaubern. Sondern auch für Erwachsene, für die die Kastanien auf einmal zum kleinen Haushalts-Helfer werden. Einer gewissen Substanz ist es zu verdanken, dass man beim nächsten Einkauf durchaus auf das Waschmittel verzichten könnte. Ein Waldspaziergang wäre jedenfalls die deutlich kostengünstigere Option.

Kastanien. Waschmittel.
Umweltfreundlich und kostenlos: Wie man aus Kastanien Waschmittel macht. (Symbolbild) © MiS/Imago und HEN-FOTO/Imago

Und es gibt noch einen anderen großen Vorteil – relevant vor allem in Zeiten des anhalten Klimawandels, der laut Forscher Arved Fuchs „mit bloßem Auge zu sehen“ ist: Das Waschmittel aus Kastanien ist umweltfreundlicher und stellt in der Herstellung im Vergleich zu herkömmlichen Produkten keine Belastung für die Natur dar.

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, enthalten Kastanien unter anderem Saponine. Pflanzenstoffe, die aufschäumen, wenn man Wasser hinzugibt. Drogeriemärkte und Bioläden führen daraus gewonnenes Waschmittel bereits. Sie werden häufig als Granulat verkauft. Doch, wenn man weiß, wie es geht, dann könnten auch die selbst gesammelten Kastanien wahre Wunder in der Waschmaschine bewirken.

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Kastanien-Flüssigwaschmittel: Einfacher Tipp für saubere Wäsche – kleinhacken und für mehrere Stunden lagern

In Zeiten der Inflation werden alltagsnahe Tipps zum Geldsparen immer dringlicher. So ist es zum Beispiel wichtig zu wissen, dass es richtig teuer werden kann, wenn man nachts die Heizung ausschaltet. Autofahrerinnen und Autofahrer sollten derweil eine kostenlose Maßnahmen beachten, wenn das Auto den bevorstehenden Winter überstehen soll. Es sind Tipps, die finanzielle Entlastung versprechen. Und im Falle der Kastanien zudem saubere Klamotten. Wie das klappen soll? Zunächst sammelt man reichlich Kastanien – am besten sechs bis acht Stück –, die man wenig später kleinmacht.

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Ob akkurat geviertelt oder rücksichtslos zerhackt, spielt hier keine Rolle. Wenn einer zur Verfügung steht, kann auch ein Mixer genutzt werden. Auf diesem Wege werden die Kastanien noch kleiner und feiner. Danach archiviert man die Stücke in einem Glas, das es anschließend zu verschließen gilt. Vorher muss aber noch heißes Wasser rein. Das mit Wasser gefüllte und geschlossene Glas wird dann im Kühlschrank gelagert – für zwei Stunden, am besten jedoch gleich für mehrere Stunden.

Der NABU (Naturschutzbund Deutschland) empfiehlt lange Lagerungszeiten, damit die Saponine genug Zeit haben, sich zu lösen. Jetzt muss das Glas nur noch ordentlich geschüttelt und die einzelnen Kastanienstücke entfernt werden. Voilà: Flüssiges Waschmittel – gewonnen aus Kastanien. Einziger Wermutstropfen: ob das Kastanien-Waschmittel die hartnäckigsten Flecken rauskriegt, ist fraglich ...

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