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Geltungsbereich 9-Euro-Ticket: Kostenfalle – außerhalb drohen Bußgelder

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Am 1. Juni kommt das 9-Euro-Ticket. Dann ist bundesweites Reisen zum Spottpreis möglich. Doch Vorsicht: Es drohen einige Kostenfallen und Bußgelder.

Hamburg – Ab 1. Juni 2022 soll das 9-Euro-Ticket aus dem Entlastungspaket 2022 gültig sein. Der Vorverkauf des 9 Euro Tickets könnte sogar schon vorher, also noch im Mai, starten. Routen zu den schönsten Zielen innerhalb Deutschlands lassen sich schon jetzt im DB Navigator einsehen. Für nur neun Euro können Verbraucherinnen und Verbraucher nämlich quer durch Deutschland fahren – mit Einschränkungen. Denn es gibt einige Regeln, die Fahrgäste von Fahrtantritt unbedingt beachten sollten – sonst droht der Tritt in die Kostenfalle.

Entlastungspaket 2022
9-Euro-TicketMonatskarte für den ÖPNV, 9 Euro, maximal drei Monate, bundesweit
Starttermin:1. Juni 2022

Kostenfalle 9-Euro-Ticket: Flixtrain und Fernreisen – welche Züge können genutzt werden?

Wichtig ist auf jeden Fall, dass Verbraucherinnen und Verbraucher nicht versehentlich die falschen Züge nutzen. Denn mit dem 9-Euro-Ticket können Reisende zwar bundesweit mit Bussen und Bahnen fahren. Doch das Ticket gilt längst nicht für alle möglichen Züge. So sind Fernzüge wie ICE, IC, EC und ECE nicht vom 9-Euro-Ticket abgedeckt. Dasselbe gilt auch für Nachtzüge, die neuerdings auch ab Hamburg zu den schönsten Zielen Europas fahren.

Das 9-Euro-Ticket auf einem Smartphone.
Kostenfalle 9-Euro-Ticket: Hier droht Fahrgästen ein Bußgeld © DROFITSCH/EIBNER/imago

Auch im beliebten Flixtrain gilt das 9-Euro-Ticket nicht. Ähnlich sieht es bei Fahrten ins Ausland aus. Deutsche-Tickets von Regionalzügen, die von Deutschland ins Ausland führen, sind manchmal vom 9-Euro-Ticket abgedeckt. Manchmal aber auch nicht. Wer also mit der Regionalbahn in ein deutsches Nachbarland fährt, sollte sich vorab informieren, ob die Fahrt mit dem 9-Euro-Ticket möglich ist oder ein zusätzliches oder anderes Ticket gekauft werden muss.

9-Euro-Ticket kaufen: Gilt die Karte auch für Fahrten in der 1. Klasse?

Teilweise bieten auch Regionalzüge verschiedene Reiseklassen an. Beim Metronom, der unter anderem von Hamburg nach Bremen fährt, gibt es zum Beispiel eine 1. Klasse. Kann man diese mit dem 9-Euro-Ticket ebenfalls nutzen? Ganz klar, nein. Die erste Klasse ist nicht vom 9-Euro-Ticket abgedeckt. Wer in der 1. Klasse reisen möchte, muss sich laut Deutsche Bahn ein reguläres Ticket für den Zug kaufen.

9 Euro Ticket – wo kaufen?

Das 9-Euro-Ticket, das Teil des Entlastungspaket 2022 ist, soll ab 1. Juni 2022 gültig sein. Doch wo können Sie das Ticket kaufen? Das Ticket für den Juni soll schon im Mai im Vorverkauf erhältlich sein. Möglich sein soll der Kauf online, über die Apps der Verbünde, in ländlichen Regionen auch beim Busfahrer oder an den Fahrkartenautomaten an Haltestellen. Ein genauer Termin, wann Sie das 9-Euro-Ticket schon vor Juni kaufen können, wurde jedoch noch nicht verkündet. Das 9-Euro-Ticket kann im Juli und August jeweils um einen Monat verlängert werden.

9-Euro-Ticket Geltungsbereich: Gilt das Angebot auch für öffentliche Fähren?

In manchen Städten gehören auch Fähren zum Angebot des öffentlichen Nahverkehrs. So gehören in Hamburg auch die Fähren der Hadag zum Angebot des HVV und können aktuell mit einem Fahrschein des Verbundes genutzt werden. Für den Aktionszeitraum des 9-Euro-Tickets kündigte der HVV ebenfalls an, dass die Fähren inkludiert bleiben. Ähnlich handhabt es der Berliner Verkehrsverbund. Doch andere Städte handhaben dies gegebenenfalls anders. Daher ist es ratsam, sich vor Fahrtantritt über die genauen Regeln im Verbund zu informieren.

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Häufige Frage zum 9 Euro Ticket: Können Fahrräder einfach so mitgenommen werden?

Das 9-Euro-Ticket wird sicher auch viele Menschen zum Reisen innerhalb Deutschlands animieren. Sylt befürchtet sogar einen Ansturm von Billig-Touristen, was im Netz für viel Hohn und Spott sorgt. Bei einem Ausflug ans Meer oder in die Berge darf bei vielen das Fahrrad nicht fehlen. Aber ist die Fahrradmitnahme im 9-Euro-Ticket inkludiert? Nein. Die Deutsche Bahn schreibt auf ihrer Internetseite, dass das Mitnehmen eines Fahrrads nicht automatisch vom 9-Euro-Ticket abgedeckt wird. Reisende sollen sich bei den Verkehrsverbünden über etwaige Kosten informieren, so die Deutsche Bahn.

Ab wann gibt es das 9-Euro-Ticket?

Das 9 Euro Ticket soll ab 1. Juni 2022 gültig sein. Allerdings ist schon im Vorfeld ein Vorverkauf geplant. Einen Zeitpunkt für den Verkaufsstart online oder am Automaten ist allerdings noch nicht bekannt.

Außerdem weist die Deutsche Bahn vorsorglich darauf hin, dass die Züge, Bahnen und Busse, in Anbetracht der Sommerferienzeit sehr voll werden könnten. Eine Mitnahme des Fahrrads könne also gar nicht garantiert werden. Reisen mit Fahrrad an Feiertagen sollte generell vermieden werden. Der Hamburger HVV sieht sich für den Ansturm auf das 9-Euro-Ticket im Sommer aber gut gerüstet.

9-Euro-Ticket Kostenfallen: Können Kinder kostenlos mitfahren? Ist die Mitnahme von Hunden gratis?

Bei einigen Angeboten und Monatskarten fahren Kinder unter 14 Jahren kostenfrei bei ihren Eltern mit. Beim 9-Euro-Ticket ist das anders. Hier brauchen nur Kinder unter sechs Jahren keinen eigenen Fahrschein. Für Kinder zwischen sechs und vierzehn Jahren muss ein eigenes 9-Euro-Ticket erworben werden. Ansonsten droht eine Strafe wegen Fahrens ohne gültigen Fahrschein.

Für Hunde gelten die gültigen Regeln im Verkehrsverbund. Fahren Hunde in den öffentlichen Verkehrsmitteln wie in Hamburg generell kostenfrei mit, gilt das auch für den Aktionszeitraum des 9-Euro-Tickets. Müssen für Hunde normalerweise auch Fahrscheine gekauft werden, so gilt dies auch für den Gültigkeitszeitraum des 9-Euro-Tickets.

Ist das 9-Euro-Ticket übertragbar?

Obwohl das 9-Euro-Ticket schon in weniger als einem Monat an den Start gehen soll, sind weiterhin einige Punkte unklar. Noch gibt es keine eindeutige Aussage darüber, ob die Tickets personalisiert sind oder ob sie an Familienmitglieder übertragen werden können. Das monierte kürzlich auch Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung.

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