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Kindergeld-Erhöhung: Wie viel mehr Geld Familien wirklich bekommen

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Das Kindergeld wurde 2023 erhöht. Jetzt bekommen Eltern 250 Euro – und zwar schon ab dem ersten Kind.

Update vom 13. Januar 2023: Schon gewusst? Kinderkrankengeld bekommen Eltern, wenn das Kind krank zu Hause ist. Es kann bis zu 100 Prozent des Nettogehalts abdecken – wie hoch das Kinderkrankengeld ist und wie die Auszahlung funktioniert.

Erstmeldung vom 22. Dezember 2022: Hamburg – Kinder kosten Geld. Daran ändert auch eine Inflation mit gestiegenen Lebenskosten wie Energiepreisen nichts. Passenderweise wurde das Kindergeld ab dem Jahr 2023 erhöht, um Familien mit Kindern zumindest im finanziellen Bereich ein wenig unter die Arme zu greifen. Nachdem das Kindergeld von 2021 auf 2022 konstant bei 219 Euro im Monat geblieben war, wird es ab dem Jahr 2023 nach einer deutlichen Erhöhung gleich 250 Euro pro Kind geben. Unsere Beispiele als Rechner zeigen die Veränderungen für Familien.

Kindergeld 2022keine Erhöhung
Betrag für Kinder 1-4219 Euro, 219 Euro, 225 Euro, 250 Euro im Monat
Kindergeld 2023Erhöhung von 31 Euro
Betrag für alle Kinder250 Euro pro Kind im Monat
AnspruchEltern von Kindern bis 18 Jahren & Volljährige in Ausbildungen

Kindergeld-Erhöhung 2023: So viel mehr Geld gibt es für Familien mit ein bis vier Kindern

Zum 1. Januar 2023 wird das Kindergeld auf 250 Euro erhöht. Im Vergleich zum Jahreswechsel 2020/2021, zu dem das Kindergeld von 204 auf 219, also um 15 Euro erhöht wurde, fällt die aktuelle Erhöhung von 219 auf 250, also um 31 Euro, deutlich extremer aus.

Wer hat Anspruch auf den Kinderzuschlag? (Symbolfoto)
Erhöhung kommt: Ab 2023 gibt es schon ab dem ersten Kind 250 Euro Kindergeld im Monat. © Fotostand/Imago

Eine weitere Besonderheit: Diese Summe bekommen Eltern ab dem neuen Jahr für jedes Kind. 2022 galt noch, dass es für das erste und zweite Kind jeweils 219 Euro gab, für das dritte 225 Euro und für jedes weitere 250 Euro. Eine Familie mit zwei Kindern erhielt demnach 438 Euro Kindergeld, eine Familie mit drei Kindern 663 Euro und eine Familie mit vier Kindern bekam 2022 noch 913 Euro Kindergeld im Monat.

Da die neue Summe von 250 Euro bereist ab dem ersten Kind gilt, bekommt eine Familie mit zwei Kindern demnächst 500 Euro, für drei Kinder gibt es 750 Euro und Familien mit vier Kindern bekommen gleich 1.000 Euro Kindergeld im Monat ab der Kindergeldauszahlung im Januar. Es ergibt sich bei nur einem Kind demnach eine Erhöhung von 14 Prozent, was sogar mehr ist als die 10 Prozent mehr Lohn als Inflationsausgleich, die die Gewerkschaft Verdi von Bund und Kommunen fordert.

Kindergeld-Erhöhung: Für welche Kinder besteht 2023 Anspruch auf Kindergeld?

Auf der Kindergeld-Webseite der Agentur für Arbeit kann sich jede Familie mit dem kostenlosen Kindergeldrechner bereits vorher für einzelne Monate und für das ganze Jahr ausrechnen lassen, wie viel man durch den Zuschlag an Kindergeld ab 2023 zu erwarten ist.

Anspruch auf Kindergeld haben Eltern von Kindern unter 18 Jahren ohne Einschränkungen. Ab dem 18. Lebensjahr müssen bestimmte Auflagen erfüllt werden, damit weiterhin eine Berechtigung für den Kindergeldbezug besteht. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Kinder noch zur Schule gehen, auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder in einer Ausbildung sind oder einem Studium nachgehen.

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Auch volljährige Kinder, die einen Freiwilligendienst wie ein FSJ oder ein FÖJ ableisten, arbeitslos sind, sich zwischen bei Ausbildungsabschnitten befinden oder eine Behinderung haben, berechtigen die Eltern weiterhin dazu, Kindergeld zu bekommen. Unter Umständen sind Familien zusätzlich zum Kindergeld sogar für den Kinderzuschlag von 229 Euro berechtigt.

Auch wenn das Kind noch in der Schule, im Studium oder in einer Ausbildung ist, wird Kindergeld aber höchstens bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres gezahlt. Sollte es sich bereits um die zweite Berufsausbildung handeln, darf das Kind außerdem keine schädlichen Einkünfte nebenbei erzielen. Das bedeutet, dass es neben der Ausbildung nicht mehr als 20 Wochenstunden arbeiten darf. Minijobs und Ausbildungsvergütungen sind jedoch erlaubt.

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