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Kindergeld direkt an Kinder auszahlen lassen – so geht’s

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Das Kindergeld wird ab 2023 auf 250 Euro pro Kind erhöht. In bestimmten Fällen können auch Kinder selbst das Geld ausgezahlt bekommen.  

HamburgKindergeld wird für das Jahr 2023 so stark erhöht wie noch nie und steigt auf gleich 250 Euro im Monat an. Dieses Geld bekommen in der Regel die Eltern eines Kindes, allerdings kann es auch vorkommen, dass andere Personen oder die Kinder selbst berechtigt sind, sich das Kindergeld auszahlen zu lassen.

Kindergeld 2022keine Erhöhung
Betrag für Kinder 1-4219 Euro, 219 Euro, 225 Euro, 250 Euro im Monat
Kindergeld 2023Erhöhung von 31 Euro
Betrag für alle Kinder250 Euro pro Kind im Monat
AnspruchEltern von Kindern bis 18 Jahren & Volljährige in Ausbildungen

Wann diese Regelung greifen kann und wie man als Kind das Kindergeld selbst überwiesen bekommt, weiß 24hamburg.de.

Starke Erhöhung: Kindergeldsumme so hoch wie noch nie

Von 2020 auf 2021 wurde das Kindergeld von 204 Euro für das erste Kind auf 219 Euro erhöht, von 2021 auf 2022 bleib die Summe konstant. Die 219 Euro bekamen Berechtigte für das erste und zweite Kind, für das dritte gab es bereits 225 Euro und ab dem vierten Kind erhielten Eltern 250 Euro.

Ab der Kindergeldauszahlung im Januar 2023 wird nach der deutlichen Erhöhung für jedes Kind 250 Euro ausgezahlt. Eine Familie mit vier Kindern bekäme also 1.000 Euro Kindergeld, statt wie zuvor 913 Euro im Monat. Auf der Internetseite der Familienkasse der Agentur für Arbeit können sich Familien mit dem kostenlosen Kindergeldrechner ihren Anspruch ausrechnen lassen.

Anspruch auf Kindergeld: Wer außer den Eltern kann das Geld bekommen?

Besagter Anspruch liegt aber nicht immer automatisch bei den Eltern. Das Geld kann auch an andere Erwachsene ausgezahlt werden, die das Sorgerecht haben, wenn die Eltern nicht mehr leben oder aus anderen Gründen nicht für die Erziehung ihrer Kinder zuständig sind.

Junges Mädchen am Geldautomaten und ein Stempel mit der Aufschrift Kindergeld
Kinder können ihr Kindergeld auch selbst bekommen, wenn die richtigen Voraussetzungen erfüllt werden. (24hamburg.de-Montage) © IMAGO Images/Margit Brettmann & IMAGO Images/blickwinkel

Wenn Kindergeldberechtigte, egal ob Eltern oder andere Sorgerechtsinhaber, die Kinder aber gar nicht oder nicht ausreichend unterstützen oder Unterhalt leisten, dann kann das Kindergeld auch an andere Personen oder Behörden ausgezahlt werden. In der Fachsprache wird dieser Vorgang „Abzweigen“ genannt und kann eingeleitet werden, wenn das Kind zum Beispiel für einen längeren Zeitraum bei den Großeltern, anderen Verwandten, allein oder in einer Einrichtung lebt, weil die Sorgerechtsinhaber sich nicht kümmern können.

Kindergeld ans Kind selbst: Das sind die Voraussetzungen für den Antrag

Zu diesen weiteren Personen, die das Kindergeld bekommen können, gehören unter anderem auch die Kinder selbst. Dieser Fall tritt allerdings nur ein, wenn das Kind noch kindergeldberechtigt ist, aber schon einen eigenständigen Haushalt führt und von den Eltern oder den bisherigen Kindergeldempfängern keinen Unterhalt bekommt. Unter Umständen besteht zusätzlich zum Kindergeld sogar ein Anspruch auf den Kinderzuschlag von 229 Euro.

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In diesem Fall kann ein Abzweigungsantrag, also ein Antrag auf Auszahlung des ganzen oder anteiligen Kindergeldes, bei der Familienkasse gestellt werden. Geteilt wird die Summe dann, wenn das Kind noch Geschwister hat, die bei den Eltern leben. In dem Fall wird die Summe des Kindergeldes je nach Kinderanzahl halbiert, gedrittelt etc. Sollte es sich um ein Einzelkind handeln, bekommt es die ganze Summe Kindergeld.

Ein Abzweigungsantrag kann online heruntergeladen und eingereicht oder ausgedruckt und per Post versendet werden, benötigt aber in jedem Fall eine Unterschrift. Außerdem müssen Nachweise vorliegen, dass das Kind entweder unter 18 Jahren alt ist oder sich noch in einer schulischen Bildung, Ausbildung, im Studium, in einem Freiwilligendienst befindet, arbeitslos oder arbeitssuchend ist oder eine Behinderung hat. Für den Abzweigungsantrag muss zudem angegeben werden, wer das Kindergeld aktuell erhält und wie viel und ob diese Person das antragstellende Kind finanziell unterstützt.

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