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Keine Gasumlage für Hamburger Energiewerke-Kunden? Politik macht Hoffnung

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Von: Christian Einfeldt

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Die umstrittene Gasumlage bedeutet für Verbraucher erhebliche Mehrkosten. Bundesweit greift sie ab dem 1. Oktober – Hamburg könnte davon jedoch verschont bleiben.

Hamburg – Die Gasumlage ab dem 1. Oktober 2022 ist mittlerweile beschlossene Sache. Während die Gasumlage für viele Menschen weiterhin Fragezeichen hinterlässt, steht eines fest: Ein weiteres Mal steigen die Energiekosten – für Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) ein „harter, aber notwendiger Schritt“.

Im Gespräch mit dem „heute-journal“ sprach der Vizekanzler von einer unabdingbaren Entscheidung, die den Erhalt von Stromversorgern und damit auch die weitere Energieversorgung sicherstellen soll. Für Verbraucher bedeutet es erhebliche Mehrkosten – doch kann es sein, dass die Gasumlage gar nicht für Hamburg gilt?

Ökoenergieanbieter in Hamburg:Hamburg Energie
Adresse:Ballindamm 1, 20095 Hamburg
Gründung:September 2009 in Hamburg
Rechtsform:GmbH

Gasumlage ab dem 1. Oktober: Hamburg könnte von Mehrkosten verschont bleiben

Angesprochen auf die bevorstehende Gültigkeit der Gasumlage sagte Robert Habeck im Gespräch mit dem „heute-journal“ Folgendes: „Man hätte sich auch so entscheiden können, dass nur diejenigen Bürgerinnen und Bürger und nur diejenigen Unternehmen, die spezifisch bei einem Unternehmen erstatten müssen – dass die zur Kasse gebeten werden“. Eine solche Alternative käme seiner Einschätzung nach einer unfairen Belastung innerhalb der Gesellschaft gleich. „Das wäre sozialpolitisch und demokratisch noch schwieriger gewesen“, sagte Habeck am Montagabend.

Der Bund macht damit die ab dem 1. Oktober geltende Gasumlage und den Energiepreis von 2,419 Cent pro Kilowattstunde offiziell. Mit außerordentlichen Mehrkosten ist zu rechnen, insbesondere dann, wenn auch noch die Mehrwertsteuer hinzukommt Steigende Energiepreise sind auch in Hamburg Thema. Dennoch könnte der städtische Energieversorger Hamburg eine enorme Entlastung ermöglichen.

Geldscheine und Münzen zwischen einem Thermostatkopf.
Ab dem 1. Oktober 2022 greift die Gasumlage. Für Hamburg könnte jedoch eine Ausnahme gelten. (Symbolbild) © Rene Traut/Imago

Laut den Politikern des Hamburger Senats gebe es für Kunden von Hamburg Energie jedenfalls Möglichkeiten, von der umstrittenen Gasumlage verschont zu bleiben. Laut Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) bekommen Verbraucher, die Erdgas oder Fernwärme über Hamburg Energie beziehen, auch weiter Strom und warme Wohnungen – ohne jedoch die durch Ukraine-Krieg und Inflation hervorgerufene Umlage zahlen zu müssen.

Verzichtet Hamburg Energie auf Gasumlage? „Dann werden wir das auch machen“

„Wir prüfen jetzt, ob das rechtlich, wettbewerbsrechtlich und beihilferechtlich geht“, sagte der 56- jährige Politiker in der Landespressekonferenz. Auch die SPD zeigt sich engagiert für Hamburg Energie-Kunden für Entlastung zu sorgen. Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) dazu: „Wir prüfen, dass wir im Bereich der Energiewerke auf die Gasumlage, auf die Weitergabe an die Kunden verzichten können“. In der Hamburger Politik ist man sich dahingehend einig: Gibt es keine rechtlichen Zweifel, „dann werden wir das auch machen“ – dann müssen Hamburger im Zuge der Gasumlage nicht draufzahlen.

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Zuvor hatte Bundesland Niedersachsen angekündigt, Energieversorger mit einem Schutzschirm auffangen zu wollen. Nach Berichten des NDR plant die Hansestadt Hamburg nun Ähnliches. Die Hamburger Finanzbehörde will einen Härtefallfond vorlegen, während sie folgende Forderung stellt: „Wir wollen nicht, dass in diesem Winter jemand seine Wohnung verliert, dass er von den Versorgern abgeknipst wird“.

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