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Ende des Preisbooms? So viel günstiger ist der Kauf von Immobilien in Hamburg

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Von: Bona Hyun

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Kaufpreise für Wohnimmobilien in Hamburg gingen 2022 um bis zu 5,5 Prozent zurück. Mehrere Indizien deuten auf ein Ende des Preisbooms hin.

Hamburg – In Hamburg zu wohnen ist teuer – zuletzt sind die Preise für Hamburger Immobilien wieder extrem gestiegen. Die Hansestadt gehört zweifellos zu einer der teuersten Wohnstädte Deutschlands. Ausnahmen bilden einige Hamburger Stadtteile, wo die Eigentumswohnungen noch verhältnismäßig günstig sind. Auswertungen haben allerdings ergeben, dass die Kaufpreise von Hamburger Wohnimmobilien zurückgegangen sind – um bis zu 5,5 Prozent im zweiten Quartal von 2022. Zudem ist es in diesem Jahr wieder einfacher, über den Kaufpreis zu verhandeln. Immer mehr Indizien deuten auf ein Ende des Preisbooms auf dem Hamburger Wohnungsmarkt hin. „Die Immobilienblase wird nun erst einmal durch eine Stecknadel angepiekst“, sagt der Hamburger Ökonom Karl-Werner Hansmann im Juli dem Abendblatt.

Bedeutende norddeutsche Hafenstadt:Hamburg
Höhe:3 m
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,841 Millionen (2019)

Kauf von Immobilien in Hamburg 2022 günstiger – Preisrückgang von 5,5 Prozent registriert

Hansmann hatte bereits Anfang 2015 für möglich gehalten, dass es eine „sanfte Landung“ der Immobilienpreise geben werde. Ebenso hatte er einen Preisrückgang von bis zu fünf Prozent pro Jahr erwartet – was jetzt auch eintrat. Laut dem Abendblatt Online-Portals Immoscout24 hat in einer Auswertung einen Preisrückgang Hamburger Immobilien von 5,5 Prozent registriert. Immoscout24 rechnet zudem, dass die Preise bei bestehenden Wohnungen in Hamburg stagnieren werden. Kaufpreise für Einfamilienhäuser in Bestand und Neubau sollen tendenziell sogar rückläufig sein.

Häuserreihe direkt am Elbstrand an der Elbe und ein leeres Portemonnaie
Wohnen in Hamburg könnte günstiger werden – Auswertungen ergaben einen Preisrückgang von bis zu 5,5 Prozent. Indizien deuten auf ein Ende des Preisbooms hin. (24hamburg Montage) © Hanno Bode/ Panthermedia/Imago

Auch in anderen Metropolen könnten Neubauwohnungen zwischen einem und sieben Prozent günstiger werden. „In vielen Großstädten sehen wir im zweiten Quartal Preiskorrekturen im Vergleich zum Beginn des Jahres – sogar im Vergleich mit dem Vorjahresquartal regis­trieren wir einzelne Rückgänge“, sagte Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG dem Abendblatt. Beispielsweise sind die Immobilienpreise einiger Metropolen im Vergleich zum Vorjahr gesunken. In Leipzig sanken sie um 1,1 Prozent, in München um 2,4 Prozent und in Köln um 7,9 Prozent.

Preise für Immobilien in Hamburg steigen geringer, als in den Jahren zuvor – Ende des Preisbooms?

Im zweiten Quartal von 2022 sei der Quadrat­meterpreis für Eigentumswohnungen aus dem Bestand und Neubau nur noch um 0,35 Prozent gestiegen. Der durchschnittliche Preis liegt derzeit bei 5532 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, wie das Abendblatt berichtet. Einen höheren Preisanstieg mit 1,79 Prozent gibt es beim Einfamilienhaus. Grund dafür ist die höhere Nachfrage nach dem Immobilientyp in Hamburg, bei Immobilien zweitteuerste Stadt Deutschlands.

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„Erstmals seit der Finanzkrise 2008 sehen wir so deutliche Preiskorrekturen, vor allem bei Neubau-Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern in Bestand und Neubau“ wird Immoscout24-Geschäftsführer Thomas Schroeter vom Abendblatt und vom NDR zitiert. Während die Preise für Bestands-Eigentumswohnungen in München, Stuttgart und Hamburg stagnierten, seien sie in Berlin, Düsseldorf und Köln weiter gestiegen, berichtet der NDR. Für viele Hamburger eine gute Nachricht, da sicherlich viele davon träumen, sich irgendwann ein Anwesen an der Alster, Elphi oder Elbchaussee, wo Hamburgs teuerste Häuser stehen, zu leisten.

Kaufpreis der Immobilien wieder eher verhandelbar und „deutlich mehr Angebote“

Kaufinteressenten, die genügend Eigenkapital hätten, freuen sich besonders über die fallenden Angebotspreise. Es gebe aber auch generell „deutlich mehr Angebote“ berichtet der NDR. Außerdem sei es für Interessenten wieder eher möglich, über den Kaufpreis zu verhandeln. Einen Haken gibt es: Das hohe Zinsniveau von über drei Prozent erschwere es den Käufern nun deutlich, sich ein Eigenheim kaufen zu können.

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