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Rückruf von Käse: Zwei Sorten könnten mit Bakterien belastet sein

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Von: Lisa Bender

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Rückruf von Käse aufgrund von krankmachenden Bakterien: Diesmal geht es jedoch nicht um Salmonellen, sondern um Listerien.

Dortmund – Nachdem in der letzten Zeit vor allem der große Rückruf bei Ferrero für Schlagzeilen gesorgt hatte, werden Kunden im Supermarkt nun mit der nächsten Rückruf-Aktion konfrontiert. Wieder sind Bakterien die Ursache für die Warnung. Es wurden jedoch keine Salmonellen wie in der „Kinder“-Schokolade nachgewiesen, sondern Listerien in Käse.

BakterienListerien
Durch Listerien verursachte KrankheitListeriose
SymptomeErbrechen und Durchfall, Fieber, Glieder- und Muskelschmerzen

Rückruf von Käse: Bundesamt warnt vor krankmachenden Bakterien

Listerien sind ähnlich wie auch Salmonellen Bakterien, die auf tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Wurst oder Käse gefunden werden. Beide Krankheitserreger können mittels einer Kontamination durch die Umwelt, durch unzulängliche Lagerung oder Fehler bei Verarbeitung in die Lebensmittel gelangen. Insbesondere Produkte, die roh verzehrt werden, sind davon betroffen – denn normalerweise gehen sowohl Listerien als auch Salmonellen bei ausreichender Erhitzung kaputt. Darüber berichtet RUHR24.

Da das bei Rohmilchkäse jedoch nicht der Fall ist, ist genau so ein Käse aktuell von dem Rückruf betroffen. In zwei Sorten Ziegenkäse der französischen Käserei „Fromagerie Jacquin“ wurden die krankmachenden Bakterien nachgewiesen. Folgende Details sind über den Rückruf bekannt:

Ziegenkäse liegt in einer Fabrik auf dem Band.
Rückruf von Käse: Zwei Sorten Ziegenkäse zurückgerufen. (Symbolbild) © robertharding/imago

Rückruf von Käse: Fehlende Informationen sorgen für Probleme

Das Problem bei dem Käse-Rückruf: Es handelt sich bei dem Ziegenkäse um Thekenware. Kundinnen und Kunden wissen also in der Regel weder über das Mindesthaltbarkeitsdatum noch über die Chargennummer Bescheid.

Das Verbraucherportal produktwarnung.eu rät daher allen Verbrauchern, die in letzter Zeit Käse der Marke gekauft haben, einmal vorsorglich in den Verkaufsstellen nachzufragen. Das kann sowohl an der Frischkäsetheke bei Edeka, Rewe oder Kaufland der Fall sein, als auch am Käsestand auf dem Wochenmarkt.

Denn verzehrt werden sollte der Käse auf keinen Fall. Betroffene Kunden sollten den Käse unbedingt zurückbringen und mit den jeweiligen Händlern über eine mögliche Rückerstattung des Kaufpreises sprechen. Der Käserei liefert dazu nämlich keinerlei Hinweise – ebenso wie sie nicht über möglich gesundheitliche Risiken aufklärt, die bei Verzehr auftreten können.

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Käse-Rückruf: RKI warnt vor langer Ansteckungsgefahr bei Listerien

Dabei ist mit einer Infektion mit Listerien, eine sogenannte Listeriose, durchaus nicht zu spaßen. Bei gesunden Menschen verläuft die Krankheit zwar in der Regel relativ harmlos, in einigen Fällen sogar unbemerkt.

Typische Symptome, die etwa nach zwei Tagen bis hin zu drei Wochen nach dem Verzehr der kontaminierten Lebensmittel auftreten können, sind Erbrechen, Durchfall, Fieber und Gliederschmerzen. Bei einem leichten Verlauf klingen die Beschwerden nach wenigen Tagen von alleine wieder ab.

Allerdings warnt das Robert Koch-Institut (RKI) davor, dass infizierte Menschen den Erreger über mehrere Monate weitertragen und somit auch andere damit infizieren können.

Rückruf: Listerien in Käse kann für einige Kunden gefährlich werden

Für Schwangere, Säuglinge oder immungeschwächte Personen kann das ein enormes Risiko bedeuten. Denn in sehr seltenen Fällen breiten sich die Listerien im Körper weiter aus und es ist eine Blutvergiftung möglich. Auch besteht die Gefahr einer Hirnhautentzündung.

Bei Schwangeren hingegen bleibt die Listeriose oftmals unbemerkt, allerdings können sich die Erreger auf das Ungeborene übertragen und dort ernsthafte Folgen haben. In der Schwangerschaft wird daher abgeraten, Rohmilchkäse zu essen. Personen, die vermuten, den kontaminierten Ziegenkäse gegessen zu haben, sollten beim Auftreten erster Symptome daher besser einen Arzt aufsuchen und ihm von dem Rückruf berichten – denn Listeriose ist in Deutschland meldepflichtig. *RUHR24 und 24hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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