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HVV 9 Euro Ticket statt gratis: Warum kostenlose Fahrten nicht kommen

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Von: Kevin Goonewardena

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Seit kurzem stellten sich viele die Frage, ob es im HVV bald das 9 Euro Ticket oder doch Fahrten gratis geben könnte. Vom Bundesverkehrsminister gab es nun eine Ansage dazu.

Hamburg – Aufgrund gestiegener Energiekosten nicht zuletzt wegen des Ukraine-Kriegs* plant die Bundesregierung den Bürgerinnen und Bürgern unter die Arme zu greifen: Entlastungspaket 2022 heißt der Maßnahmenkatalog der „Ampel“, den das Kabinett geschnürt hat. Geholfen soll sowohl Autofahrern dabei, die Kosten für die gestiegenen Benzin- und Dieselpreise etwas abzufedern, als auch den Nutzern und Nutzerinnen des ÖPNV. Zur Debatte stand für die Entlastung Letzterer die Einführung eines Spartickets zu 9 Euro je Monat für einen Zeitraum von 90 Tagen.

Als Alternativefür das 9 Euro Ticket wurde gar das 0 Euro Ticket diskutiert, asr auch von der Verkehrsministerkonferenz der Länder empfohlen wurde. Dem gratis 0-Euro-Ticket, mit dem ein kostenloses Fahren auch im HVV möglich wäre, erteilte Bundesverkehrsminister Volker Wissing bei seinem Besuch in Hamburg nun auch für den HVV eine Absage. Dabei gelten die HVV-Preise schon lange als die teuersten Deutschlands.

Name:Volker Wissing:
Geburtstag und -ort:.22. April 1970 in Landau in der Pfalz
Parteimitglied in der FDP seit:1998
Aktuelles Amt:Bundesminister für Verkehr und Digitales (seit Dezember 2021)

HVV gratis statt 9 Euro Ticket hätte laut Wissing zu viele Nachteile – 160 Millionen Finanzspritze für HVV

Laut Wissing werden die Kunden im HVV deswegen nicht mit einem 0 Euro Ticket statt eines 9 Euro Tickets fahren können, da die Einführung eines solchen 0 Euro Tickets für den HVV und die anderen 59 Verkehrsverbände Deutschlands zu viele Nachteile hätte. Das sagte der Minister im Gespräch mit der Hamburger Morgenpost anlässlich seines Hamburg-Besuch. Bei dem Besuch in der Hansestadt am 1 April 2022 traf Volker Wissing unter anderem mit Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) zu Gesprächen im Hamburger Rathaus zusammen. Im Gepäck hatte Wissing trotz der Absage an das gratis 0 Euro Ticket, dennoch gute Nachrichten für den HVV und dessen Kunden: Hamburg bekommt 160 Millionen Euro vom Bund, die dabei helfen sollen, die Busflotte der Hochbahn auf E-Busse umzustellen und so einen wichtigen Beitrag zur E-Mobilität im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) darstellen

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HVV: Darum kommt das gratis 0 Euro Ticket statt des 9 Euro Tickets nicht

Die Nachteile des Nulltarifs im Vergleich zu einer bundesweiten Einführung eines 9 Euro Tickets, von dem auch die Kunden des HVV profitieren würden, sieht Volker Wissing unter anderem darin, dass die Verkehrsbände keine Informationen über die Nutzung des Tickets erhalten würden. Etwa darüber, wer das Ticket nutzt und auf welcher Strecke das gratis 0 Euro Ticket zum Einsatz kommt. Diese Informationen über Fahrgäste und Nutzungsverhalten seien allerdings wichtig, um ein ÖPNV-Angebot – nicht nur im HVV – verbessern zu können.

Ein Mitarbeiter der HOCHBAHN-Technik der Hamburger Hochbahn AG arbeitet steht vor einem geöffneten Fahrkartenautomaten.
Schon in Kürze könnte sich für Kunden im HVV etwas tun: Die Regierung plant ein 9 Euro Ticket. © Hanno Bode / Imago

HVV: So wird man das 9-Euro-Ticket kaufen können – ab diesem Tag soll es erhältlich sein

Wissing erläuterte gegenüber der Mopo auch, dass seiner Ansicht nach der bürokratische Aufwand bei der Einführung des Null Euro Tickets höher sei. Um selbigen bei der 9 Euro Tickets im HVV so gering wie möglich zu halten, plädiert Wissing für den überwiegenden Onlineverkauf der günstigen Fahrkarte. Das hatte der Bundesverkehrsminister bereits vor einigen Tagen gesagt. Ersparen würden sich die Verbände so die Umstellung ihrer Automaten.

Menschen ohne Onlinezugang, so der Minister, könnten das 9 Euro Ticket in Papierform zumindest am Schalter einer Verkaufsstelle erwerben. Auch so müssten keine Automaten umgerüstet werden. Viele Kunden des HVV haben sich bereits gefragt, ab wann das 9 Euro Ticket erhältlich sein wird. Das 9 Euro Ticket soll aller Voraussicht bereits am 1. Mai bundesweit erhältlich sein*. Das berichte unter anderem die Kreiszeitung aus Syke am Freitag auf ihrem Onlineauftritt. *24hamburg.de, kreiszeitung.de und merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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