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Kommt das 49-Euro-Ticket im HVV nun doch früher als gedacht?

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Von: Kevin Goonewardena

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Erst Januar, dann Mai – und nun doch früher? Das Gerangel um die Einführung des 49-Euro-Tickets hält an. Nun machen die Bundesländer Druck.

Update vom Dienstag, 29. November 2022: Hamburg – Kommt jetzt doch alles früher als gedacht? Nach einem kürzlich verkündeten Starttermin des 49-Euro-Tickets am 1. Mai gibt es nun, nach der Verkehrsministerkonferenz am Dienstag, ein neues Datum: den 1. April 2023.

Name:49-Euro-Ticket / Deutschlandticket
Einführung:2023
Gültigkeit:Bundesweit im Nah- und Regionalverkehr
Preis:49 Euro / Monat (im Abo)

Diesen Zeitpunkt haben die Bundesländer ins Spiel gebracht, sie machen nun im Gerangel um das 49-Euro-Ticket Druck. Zugleich mahnten sie, dass offene Finanzierungsfragen mit dem Bund zum Deutschlandticket geklärt werden müssten. Die Verkehrsministerkonferenz erwarte vom Bund, dass eventuell entstehende Mehrkosten zu gleichen Teilen zwischen Bund und Ländern aufgeteilt und gemeinsam getragen würden, heißt es in einem Papier vom Dienstag, welches der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Volker Wissing (FDP) hatte ursprünglich als Ziel für die Einführung des Tickets Anfang 2023 genannt. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen hält eine Einführung erst zum 1. Mai für realistisch, wie es am Dienstag hieß. Zuvor hatte er den 1. März als machbar bezeichnet.

Kommt das 49-Euro-Ticket im HVV nun deutlich später als gedacht?

Erstmeldung vom Dienstag, 29. November 2022: Hamburg – Geplant war das 49-Euro-Ticket auch im HVV mal als direkter Nachfolger des 9-Euro-Tickets aus dem Entlastungspaket II, das mit dem 31. August 2022 auslief. Damals stand zwar noch kein Preis fest, wohl aber der Wunsch nach einem Angebot, dass an das extrem populäre Aktionsticket anknüpft.

Das Klimaticket Deutschland für 49 Euro  vor einer Hochbahn der hvv in Hamburg
Das 49-Euro-Ticket wird auch in Hamburg gelten, allerdings voraussichtlich später eingeführt werden, als geplant. Jetzt ist von Mai 2023 die Rede. © Manfred Segerer/Wolfgang Maria Weber/imago/Montage

Schließlich sollte die günstige Monatsfahrkarte, mittlerweile mit dem 49-Euro-Preisschild versehen, zum 01. Januar 2023 kommen. Doch auch daraus wird wohl nichts. Die Einführung des 49-Euro-Ticket könnte sich bis in den Mai 2023 hinaus verzögern. Das wiederum setzt Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) unter Druck.

Auch HVV-Chefin rechnet mit verspäteter Einführung des 49-Euro-Tickets

Dass das 49-Euro-Ticket erst im Mai 2023 kommt, da ist sich Oliver Wolff, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) sicher. Die verspätete Einführung würde auch für den Hamburger Verkehrsverbund (HVV) gelten. HVV-Chefin Annas-Theresa Korbutt hatte bereits vor einigen Wochen bei einer Pressekonferenz zum Stand der Einführungsvorbereitungen des Tickets gesagt, dass vieles auf einen späteren Start als den 01. Januar 2023 hindeute. Wolff sagte gegenüber der FAZ nun „Der Zeitpunkt des Beginns wird der 1. Mai sein“ und führte zahlreiche administrative Fragen für seine Einschätzung an, die auf dem Weg zur Einführung des 49-Euro-Ticket noch geklärt werden müssten. Wolff nannte als Beispiel die Tarifgenehmigung.

HVV: 49-Euro-Ticket soll so schnell wie möglich kommen – Wissing: „Bürgerinnen und Bürger warten auf das Deutschlandticket“

„Die Bürgerinnen und Bürger warten auf das Deutschlandticket“, sagte Wissing und erklärte erneut, dass die schnellstmögliche Einführung des 49-Euro-Ticket zum neuen Jahr das Ziel sei. Die vergleichsweise günstige Monatsfahrkarte soll offiziell Deutschlandticket heißen, im Abo erhältlich sein und nach Einführung bundesweit in allen Nah- und Regionalverkehrszügen gültig sein. Im HVV lohnt sich das Ticket bereits ab 14 Fahrten und insgesamt für den Großteil der Kunden.

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HVV: Verkehrsminister von Bund und Ländern kommen am Dienstag erneut zu Beratungen zusammen

Am Dienstag, 29. November 2022, treffen sich die Verkehrsminister von Bund- und Ländern erneut, um über das 49-Euro-Ticket zu beraten. Auch Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) wird an den Beratungen teilnehmen. Obwohl der Starttermin noch unklar ist, kann das Ticket im HVV bereits vorbestellt werden. Die erste Rate fällt dabei erst nach der Einführung des Tickets an; das Konto des Vorbestellers wird also aktuell noch nicht belastet.

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