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Schnee und Kälte: 100-jähriger Kalender mit klarer Prognose für den Winter

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Schneeprognose: Gibt es endlich wieder weiße Weihnachten? Das sagt der 100-jährige Kalender zu den Chancen auf Schnee im Winter 2022.

Hamburg – Der Winter steht vor der Tür und mit ihm trübes Winterwetter. Auch in Hamburg wird es langsam grau und kalt und manch einer beklagt sich schon jetzt über das „Schietwetter“. Wenn der Winter doch wenigstens so wäre, wie er sein soll, und mit etwas Schnee einherginge… Aber noch besteht Hoffnung. Laut dem 100-jährigen Kalender und anderen Wetterprognosen soll es nämlich bereits im November den ersten Schnee geben.

Stadt in DeutschlandHamburg
Einwohner1.904.444 (Stand 2021, Sozialamt)
BürgermeisterPeter Tschentscher
Fläche755,2 km²
Gegründet500 n. Chr.

Der 100-jährige Kalender: Im November soll es schneien

Nach einem verregneten September und einem wechselhaften Oktober mit abwechselnd warmem und frostkaltem Wetter, steht der November ins Haus. Dem Oktober hat er zumindest in Sachen Entscheidungsfreudigkeit etwas voraus, denn es wird typisches Spätherbstwetter geben. Der 100-jährige Kalender hat für den Winter eine klare Prognose.

Was ist der 100-jährige Kalender?

Bereits im 17. Jahrhundert verfasste Abt Mauritius Knauer, Abt des Klosters Langheim in Lichtenfels in Oberfranken, das Calendarium oeconomicum practicum, das wir heute als den 100-jährigen Kalender kennen. Sieben Jahre lang notierte er jeden Tag sorgfältig die Wetterereignisse, um somit die Wahrscheinlichkeiten des Wetters auch in der Zukunft voraussagen zu können.

In der ersten Novemberwoche sind laut dem 100-jährigen Kalender noch ein paar sonnige, schöne Tage vorausgesagt, aber ab dem 8. November soll es jahreszeitentypisch zu regnen beginnen und auch so schnell nicht mehr aufhören. Nach einer weiteren Woche Hamburger „Schietwetter“ kommt dann aber das, worauf man sehnlichst gewartet hat: Die Temperaturen fallen unter Null und es gibt vom 11. bis zum 16. November den ersten Schnee, der in den Alpen erwartet wird. Leider wird er nicht allzu lange anhalten, denn am 17. bis zum Ende des Monats ist lediglich trübes und tristes Wetter vorhergesagt.

Wetter im Dezember: Gibt es weiße Weihnachten?

Zu Beginn der Adventszeit wendet sich das Blatt aber wieder, denn es soll erneut kalt genug werden, dass Schnee fallen und sogar eine Weile liegen bleiben kann. Vom Monatsanfang bis zum 10. Dezember fällt laut der Prognose des 100-jährigen Kalenders Schnee, der allerdings mit viel Nebel einhergehen soll. Danach soll es einige Tage trocken bleiben, bis zum 18. Dezember ist das Wetter aber als rau und frostig angekündigt.

Mann mit Schirm im Schnee und ein Kalenderblatt vom Monat November
Das Wetter soll im November kalt werden. Laut dem 100-jährigen Kalender kommt sogar der erste Schnee. (24hamburg.de-Montage) © IMAGO Images/agefotostock & IMAGO Images/photothek

Auch die Frage nach der weißen Weihnacht muss leider ungenügend beantwortet werden. Stattdessen wird es wohl eher eine nasse Weihnacht, denn für den 19. bis zum 28. Dezember ist Regen vorausgesagt. Silvester kann dann allerdings gemütlich draußen gefeiert werden, denn zum Jahreswechsel sind ein paar trockene und schöne Tage angekündigt.

Ausblick auf 2023: Nochmal Schnee im Februar

Der Jahreswechsel laut dem 100-jährigen Kalender ist übrigens erst Ende März 2023. Das Jupiterjahr, in dem wir uns befinden, geht vom 22. März 2022 bis zum 21. März 2023.

Für den Januar sind lediglich Kälte und Trockenheit vorausgesagt, im Februar wird es aber noch einmal winterlich. Vom 1. bis zum 12. Februar ist schönes und „luftiges“ Wetter vorausgesagt. Zwischen dem 13. und 18. Februar soll noch einmal Schnee in Begleitung mit ganz viel Wind kommen und danach soll es auch den Rest des Monats kalt bleiben.

Dieses Wetter zieht sich in den März, der kalt beginnt und ab dem 8. März gibt es noch einmal Schneeregen für ein paar Tage. Danach bleibt das Wetter kalt, vor allem morgens, bis die Tage Ende des Monats wieder wärmer werden und wir uns dem Frühling nähern.  

100-jähriger Kalender: Was ist wirklich dran an der Wettervorhersage?

Im 17. Jahrhundert verfasste der Abt Mauritius Knauer, Abt des Klosters Langheim in Lichtenfels in Oberfranken, das Calendarium oeconomicum practicum, das wir heute als den 100-jährigen Kalender kennen.

Knauer stützte sich bei seinen Vorhersagen auf astrologische Vorstellungen und ging von der bereits damals umstrittenen Idee aus, dass die Himmelskörper Mond, Saturn, Jupiter, Mars, Sonne, Venus und Merkur, in festem Turnus aufeinander folgend, jeweils ein Jahr lang von Frühlingsbeginn bis Winterende entscheidend das Wetter beeinflussen.

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Demnach ist der 100-jährige Kalender auch noch heute umstritten. „Der 100-jährige Kalender sagt nichts vorher“, twitterte beispielsweise einmal der Meteorologe Jörg Kachelmann. Sollte der Kalender mit einer Prognose richtig liegen, sei das reiner Zufall. Immerhin den heißen Sommer 2022 hatte der Kalender bereits vorhergesagt. Vielleicht dürfen wir uns dann ja auch zufällig im Winter über Schnee freuen.

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