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Wann ist die beste Uhrzeit zum Tanken? Benzinpreise am Jahreshoch

  • Anika Zuschke
    VonAnika Zuschke
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Die Tankpreise schießen momentan wieder in die Höhe. Aber es gibt Tricks, mit denen Autofahrer an Benzinkosten sparen können.

Hamburg – Die Preise für Kraftstoff an Tankstellen steigen pünktlich zum Ferienstart wieder in die Höhe. Aber beim Tanken gibt es einige Tricks und Uhrzeiten, die jeder Sparfuchs hinter dem Steuer beachten kann. Welche Tageszeiten sollten vermieden werden und welche Apps helfen bei der Suche nach der günstigsten Tankstelle in Hamburg? Wir haben Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Hamburg Echtzeit ∅-Preis Diesel1,33 Euro
Hamburg Echtzeit ∅-Preis Super E101,49 Euro
Hamburg Echtzeit ∅-Preis Super Plus1,68 Euro
Hamburg Echtzeit ∅-Preis Premium Diesel1,54 Euro

An dem kommenden Wochenende (3./4. Juli) leitet Nordrhein-Westfalen als sechstes Bundesland Deutschlands seine Sommerferien ein. Passend dazu sind die Diesel- und Benzinpreise* an deutschen Tankstellen so hoch wie noch nie in diesem Jahr. Schon seit Monaten haben die Zahlen einen konstanten Aufwärtstrend.

Dieselpreise in Hamburg wegen Corona-Pandemie und Ferienstart an neuem Jahreshoch angelangt

Für Hamburger Dieselfahrer gelten momentan Preise von durchschnittlich 1,40 Euro pro Liter – Preise knapp über 1,30 Euro werden bereits als Schnäppchen angesehen. Zum Vergleich: Im Oktober 2020 zahlten Diesel-Kunden mit etwas Glück unter einem Euro pro Liter. Wie ist es zu so einem extremen Anstieg der Kraftstoff-Preise gekommen?

Ein naheliegender und auch nachvollziehbarer Grund liegt in der Corona-Pandemie: Aufgrund der ständigen Lockdowns, dem Homeoffice, Reisebeschränkungen und Ausgangssperren ist die Nachfrage nach Kraftstoffen extrem gesunken – die Menschen sind schließlich auch weniger Auto gefahren. Aus dem Grund haben die Tankstellen ihre Preise gesenkt. Außerdem sind im Frühjahr 2020 die Rohölpreise stark gefallen, da der Rohstoff weltweit auf wesentlich weniger Bedarf gestoßen ist.

Neue Preisaufschläge wegen CO2-Abgabe auf Diesel- und Benzinpreise

Nun, da die Bevölkerung wieder mehr Auto fährt und die Nachfrage steigt, konnten auch die Preise für Kraftstoffe in die Höhe getrieben werden. Zusätzlich wurde zu Jahresbeginn 2021 die zeitweise geltende Senkung der Umsatzsteuer aufgehoben, was den Kraftstoff um zwei bis drei Cent verteuert. Auch die CO2-Abgabe auf Benzin und Diesel wurde dieses Jahr angehoben. Das löst Preisaufschläge von sieben bis acht Cent pro Liter aus, die Autofahrer zu einem geringeren Verbrauch von Kraftstoffen motivieren sollen – der Umwelt zuliebe soll der Tankdeckel* öfter geschlossen bleiben.

Die durchschnittlichen Dieselpreise in Hamburg sind in den letzten drei Monaten relativ konstant gestiegen. Aber mit Blick auf die vergangene Woche zeigt sich: Während die Preise für den Kraftstoff zwischen dem 23. und 27. Juni 2021 kontinuierlich in die Höhe geschossen sind, sinken diese seitdem langsam wieder ab. Sind das gute Aussichten für die nächsten Tage und Wochen?

Diesel- und Benzinpreise steigen wieder: So können Sie beim Tanken sparen.

In Hamburg tanken Autofahrer vergleichsweise billig

Im Grunde ist die Preisentwicklung in Hamburg nicht anders als bundesweit, trotzdem tanken Autofahrer in der Hansestadt vergleichsweise billig. Zumeist liegen die Spritpreise* hier einige Cent unter dem Bundesdurchschnitt. Jürgen Albrecht, Kraftstoffmarkt-Experte vom ADAC, begründet das dem Hamburger Abendblatt gegenüber folgendermaßen: „In Städten mit einer hohen Tankstellendichte ist das tendenziell meist so. Der Wettbewerb ist schlicht größer als in ländlichen Regionen.“

Bei Kraftstoffen beruht die Wahl der Tankstelle nicht auf einem qualitativen Mehrwert, sondern lediglich auf dem Preis für den Verbraucher. Deswegen sind die Preise der entscheidende Faktor, der einzelne Tankstellen von der Konkurrenz abhebt. Besteht mehr Wettbewerb, sinken damit die Preise automatisch.

Wann kann in Hamburg günstig getankt werden?

Die Verbraucherpreise für Kraftstoffe hängen aber auch von der Tageszeit des Tankens* ab. Einer Faustformel des ADAC zufolge gehen die Preise siebenmal am Tag rauf und sechsmal wieder runter. Um sieben Uhr morgens sind die Preise demnach am höchsten, anschließend werden sie gegen 10, 13 und 16 Uhr immer wieder angehoben sowie um kurz vor 18 Uhr, vor 20 Uhr und ein letztes Mal ab 22 Uhr.

Zwischendurch sinkt das Preisniveau dann immer wieder ab. Auch diese Werte sind jedoch nicht in Stein gemeißelt: Am Dienstag, 29. Juni 2021, wurde laut der „Clever-Tanken-App“ der Tiefstwert für Diesel in Hamburg um 10 Uhr bemessen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, sich nicht ausnahmslos auf die genannten Zeiten zu verlassen.

Den genauen Überblick, welche Tankstelle in Hamburg zu welcher Uhrzeit welche Preise anbietet, stellen Internetwebsites und Apps* wie clever-tanken.de, tanke-günstig.de oder die kostenlose App „ADAC-Spritpreise“ zur Verfügung. Wie sich die Spritpreise zukünftig entwickeln werden, ist schwer zu sagen. Auch Experten geben wegen der vielen äußeren Faktoren, die in die Zusammensetzung der Preise mit reinspielen, nur ungern dazu Auskunft. Klar ist jedoch, dass die Abgabenlast steigt, bis 2025 soll sich die CO2-Abgabe jährlich erhöhen. * 24hamburg.de, Merkur.de und tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Andreas Haas/Imago

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