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Hitzewelle: Vorsicht – diese Hitze-„Tipps“ sind sogar gefährlich

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In der aktuellen Gluthitze will man einfach nur etwas Abkühlung. Kaltes Wasser ist aber nicht immer das Heilmittel. Diese gefährlichen Fehler sollte man vermeiden.

Hamburg – Eine Hitzewelle rollt über Hamburg, wie die Hansestadt sie seit 30 Jahren nicht erlebt hat. Am Mittwoch, 20. Juli, wurde der historische Temperaturrekord geknackt, der laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) im August 1992 bei 37,3 Grad in Hamburg und Umgebung lag. Diesen Sommer kletterte das Thermometer schon auf 40,1. Und für Ende der Woche wird schon die nächste Hitzeperiode in Hamburg vorhergesagt.

Stadt in DeutschlandHamburg
Einwohner1.904.444 (Sozialamt, 2021)
BürgermeisterPeter Tschentscher
Flächer755,2 km²
Gegründet500 n. Chr.

In dieser Hitze, die ganz Deutschland befällt, möchte man natürlich nicht dahinschmoren und das Internet ist voll von gut gemeinten Tipps, wie man sich abkühlen oder die Wohnung kalt halten kann. Einige davon sind aber mit Vorsicht zu genießen und im Zweifel sogar gefährlich.

Gegen die Hitze: Regelmäßig lüften – stehende Luft verschlimmert die Lage

Wenn es draußen heiß ist, dann ist das erste Bedürfnis, die Fenster zu verrammeln und die Hitze auszusperren. Prinzipiell ist das auch eine gute Idee, allerdings sollte man aufpassen, wenn es sich dabei um viel genutzte Räume handelt. „Nur morgens und abends zu lüften ist nicht ratsam, wenn man sich in den Räumen dauerhaft aufhält. Es kommt kein Sauerstoff rein und durch das Schwitzen erhöht sich die Luftfeuchtigkeit – die Wohnung wird zur Sauna“, heißt es in einem Hitze-Tipp von NDR Info. Diese angestaute Hitze kann dann für den Kreislauf von älteren Menschen oder Schwangeren schnell zur Gefahr werden.

Besser ist es, in viel genutzten Räumen für eine Luftzirkulation zu sorgen. Andere Räume, wie das Schlafzimmer, in dem man sich tagsüber nicht aufhält, können aber kühl gehalten werden, indem morgens einmal stark gelüftet und kalte Morgenluft hineingelassen und danach die Fenster lichtundurchlässig verschlossen werden. So bleibt die Kühle bis zum Abend bestehen und ab und an kann man zur Erfrischung die Nase in den kalten Raum halten.

Abkühlen mit Wasser: Am besten draußen und nicht zu kalt

Angestaute Hitze im Zimmer ist also gefährlich. Wer aber ohnehin schon schwitzt, der möchte manchmal einfach nur eine kleine Abkühlung haben und greift zu nassen Handtüchern oder Schalen mit kaltem Wasser, zum Beispiel für ein erfrischendes Fußbad.

Junge mit Wasserschlauch und Hand die ein Fenster öffnet
Lüften und Wasser können für erfrischende Abkühlung sorgen - wenn man es richtig macht. (24hamburg.de-Montage) © IMAGO Images/McPHOTO & Jens Büttner/dpa

Im Garten oder auf dem Balkon sind solche Maßnahmen sicher angenehm. In der Wohnung machen sie es im Zweifel nur noch schlimmer. Das Wasser sorgt für noch mehr Luftfeuchtigkeit und macht die Luft im Zimmer noch drückender als zuvor. „Ähnlich wie bei einem Sauna-Aufguss“, veranschaulicht der NDR.

Mit Wasser sollte man sich also lieber an der frischen Luft abkühlen. Dabei allerdings aufgepasst: Eiskaltes Wasser ist zum Erfrischen gar nicht so gut geeignet. Wer sich in eine Eisbadewanne legt oder kalt duscht, der riskiert einerseits seinen Kreislauf, andererseits schwitzt er danach nur noch mehr, weil der Körper die Kälte ausgleichen will. „Wer dann nach draußen geht, schwitzt mehr als vorher, weil der Körper die Temperatur wieder hochschraubt, um sie der Umgebung anzupassen“, erklärt Maja Hoffmann von der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie an der Charité in Berlin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

So geht’s richtig: Abkühlen zu Hause – die Luft muss sich bewegen

Der Schlüssel zur Abkühlung in Hitzewellen ist also, statt der eiskalten Dusche sich lieber lauwarm abzubrausen. So wird man Schweiß und Hitze los und fühlt sich danach erfrischter.

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Nasse Handtücher und kühle Fußbäder sollte man lieber auf dem Balkon oder im Garten anwenden. Wer nur eine Wohnung zur Verfügung hat, kann das auch drinnen tun, sollte danach aber das Lüften nicht vergessen.

Wichtig ist, dass die Luftfeuchtigkeit im Raum gering gehalten wird und regelmäßig ein Durchzug entsteht, der die Luft bewegt. „Bewegte Luft führt die Hitze von der Haut ab“, so der NDR. Diesen Effekt kann man mit verdunkelten, aber leicht geöffneten Fenstern erreichen, oder aber mit Ventilatoren. Und wenn gar nichts mehr hilft, bleibt wohl nur noch der Gang ins Freibad…

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