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Machen Butter und Magarine beim Herzinfarkt-Risiko den Unterschied?

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Von: Kilian Bäuml

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Für viele darf sie auf einem Brot einfach nicht fehlen: die Butter. Doch sie hat einen schlechten Ruf und soll sogar Herzinfarkte begünstigen. Stimmt das?

Frankfurt – Für viele ist sie ein Muss auf dem Frühstückstisch, in Bäckereien wird fast jedes belegte Brötchen mit ihr bestrichen: Die Butter ist ein echtes Lieblingsprodukt der Deutschen. Sie ist außerdem in Butter-Gemüse, Butter-Kartoffeln oder Butter-Brezen, die Butter ist ein beliebter Geschmacksträger und wird oft benutzt, um Lebensmittel geschmacklich aufzuwerten.

Aber sie ist auch sehr fett- und kalorienreich. Das liegt unter anderem daran, dass sich in der Butter eine hohe Menge an gesättigten Fettsäuren und Cholesterin befindet. Trotzdem verbraucht jede Person in Deutschland rund sechs Kilogramm Butter im Jahr, berichtet das Bundesamt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Sechs Kilogramm bleiben jedoch weiterhin eine Menge Butter. Aber ist sie wirklich so schlecht, wie ihr Ruf? Dem Butter-Konsum wird beispielsweise nachgesagt, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erhöhen. Aber hält man mit dem Verzicht auf Butter das Herz wirklich jünger?

Herzinfarkt-Risiko erhöht? So ungesund ist Butter wirklich für Herz und Gefäße

Butter besteht zu rund zwei Dritteln aus gesättigten Fettsäuren, eine hohe Menge davon kann nach dem Verzehr die Cholesterinkonzentration im Blut erhöhen. Die Fettsäuren unterscheiden sich in kurze, mittlere und langkettige Fettsäuren, darüber informiert auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Deutlich negativ beeinflussen die langkettigen gesättigten Fettsäuren die Cholesterinwerte im Blut. Sind diese erhöht, steigt das Risiko für Stoffwechsel-, Herz-Kreislauf- oder Gefäßkrankheiten, wie Arteriosklerose. Deshalb sollte man hohe Cholesterinwerte versuchen zu senken, was bereits mit einer gesunden Ernährung und viel Bewegung möglich ist.

Langkettige gesättigte Fettsäuren sind in Butter jedoch kaum vorhanden, sondern eher kurze und mittellange Fettsäuren, informiert Stiftung Warentest. In dem Streichfett befinden sich weiter sogar fettlösliche Vitamine, die der Körper braucht. Beispielsweise Vitamin A, das unter anderem dabei hilft, Knochen und Zähne gesund zu halten, wie auch das Wissensmagazin Geo berichtet.

LebensmittelButter
Kalorien auf 100 Grammrund 717 Kalorien
Fett auf 100 Grammrund 81 Gramm
Davon gesättigte Fettsäurenrund 51 Gramm
(Quelle: USDA)

Obwohl sich keine Krankheiten auf den Konsum von zu vielen gesättigten Fettsäuren zurückführen lassen, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), ihren Anteil in der Ernährung möglichst gering zu halten. Das Risiko für Herzkrankheiten durch bestimmte Ernährungsweisen und Störungen des Fettstoffwechsels könne dadurch gemindert werden.

Herz-Gesundheit: Ist Margarine gesünder als Butter?

Auch wenn die Margarine für viele Leute einen besseren Ruf hat, deutlich gesünder ist sie nicht. Beide Produkte sind sehr fett- und kalorienhaltig. In einer Studie der Harvard Medical School wurde sogar festgestellt, dass die Transfette der Margarine sich negativ auf die Herz-Gesundheit auswirken. Auf Basis dieser Erkenntnis lässt sich somit sagen, dass Margarine pauschal gesehen nicht gesünder als Butter ist. Um potenzielle Risiken zu mindern, fragt man sich besser, wie viel Streichfett man überhaupt verwenden möchte und an welchen Stellen man darauf verzichten kann.

Butter auf Brötchen
Für viele gehört Butter aufs Brot. (Symbolbild) © Imago

Verschiedene pflanzliche Öle, wie Rapsöl oder Olivenöl, können beispielsweise statt Butter beim Kochen verwendet werden. Diese sind reich an ungesättigten Fettsäuren und unterstützen somit einen gesunden Cholesterinspiegel im Blut. Ein Tipp für Butter-Liebhaber: Mischformen aus Butter und Rapsöl beinhalten häufig weniger Fett als Butter und können zusätzlich mit einer besseren Verteilung von Fettsäuren punkten. Für Personen, die nicht auf Butter verzichten möchten, kann das eine Alternative sein. (kiba)

Hinweis der Redaktion

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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