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Heizkostenzuschuss 2022 bald auf dem Konto: Senat kündigt Auszahlung an

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Von: Steffen Maas

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Ein Teil des Entlastungspakets ist der Heizkostenzuschuss für Wohngeld-Empfänger. Berechtigte haben jetzt Post vom Senat bekommen – die Auszahlung steht bevor.

Hamburg – Energiepauschale, Hartz-4-Bonus und der jetzt ausgelaufene Tankrabatt, der wieder die Preise explodieren lässt: Im Rahmen des Entlastungspaketes 2022 der Bundesregierung gab es für Bürger und Verbraucher viele Erleichterungen in den aktuellen Krisenzeiten. Eine der Maßnahmen war auch der einmalige Heizkostenzuschuss für Wohngeld-Empfänger. Wer für diese Hilfe berechtigt ist, wird jetzt Post vom Hamburger Senat bekommen haben.

Denn es gibt gute Nachrichten: Die Auszahlung soll in den kommenden Tagen erfolgen.

Name:Wohngeld
Art:Sozialleistung
In Form von:Mietzuschuss und Lastenzuschuss
Empfänger:Geringverdiener
Einführung:1. April 1965

Darüber informierte jetzt die zuständige Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen in einer Pressemitteilung. In den vergangenen Wochen waren die rund 15.000 für den Zuschuss berechtigten Haushalte in Hamburg bereits per Post angeschrieben worden. „Die Auszahlung des Heizkostenzuschusses ist von großer Bedeutung, da insbesondere Mieterinnen und Mieter mit einem kleinen Einkommen unter den hohen Energiepreisen leiden und dringend einer Entlastung bedürfen“, unterstreicht Senatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD).

Heizkostenzuschuss 2022 für Wohngeld-Empfänger in Hamburg

Die Bundesregierung hat im Zuge der Entlastungspakete den Heizkostenzuschuss auf den Weg gebracht, der im Heizkostenzuschussgesetz geregelt ist. Das Heizkostenzuschussgesetz ist am 1. Juni 2022 in Kraft getreten.

Mit dem Heizkostenzuschussgesetz erhalten Haushalte, welche im Zeitraum vom Oktober 2021 bis März 2022 mindestens einen Monat Leistungen nach dem Wohngeldgesetz bezogen haben, für die Heizperiode 2021/2022 eine Einmalzahlung. Die Einmalzahlung staffelt sich beim Wohngeld nach der Haushaltsgröße (1-Personen-Haushalt = 270 Euro; 2-Personen-Haushalt = 350 Euro; jede weitere Person + 70 Euro). (Quelle: Hamburger Senat)

Heizkostenzuschuss 2022 und Wohngeld-Erhöhung 2023

Auch die geplante Erhöhung des Wohngeldes im Jahr 2023 begrüßt die Hamburger Senatorin ausdrücklich: „Angesichts weiter steigender Energiekosten befürworte ich ausdrücklich die von der Bundesregierung für Anfang nächsten Jahres angekündigte große Wohngeldreform, mit der Haushalte mit einem niedrigen Einkommen gezielt weiter unterstützt und die Wohngeldberechtigung deutlich ausgeweitet werden soll.“

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Bundeskanzler Olaf Scholz hatte vor einigen Wochen angekündigt, den Berechtigtenkreis und die Bezüge des Wohngeldes im kommenden Jahr erheblich auszuweiten. Auch der in diesem Fall einmalige Heizkostenzuschuss soll auf regelmäßiger Basis verankert werden.

Entlastungspaket 3: Kommt die Inflationsprämie?

Die Wohngeld-Erhöhung ist aber nicht die einzige finanzielle Hilfe für Verbraucher, die sich anbahnt. Die Ampel-Koalition arbeitet unter Hochdruck an einem dritten Entlastungspaket, das unter anderem eine sogenannte Inflationsprämie beinhalten soll – die könnte sogar bis zu 1500 Euro betragen.

Eine Hand dreht am Heizkörper und Geld im Portemonnaie.
Der Hamburger Senat startet Anfang September die Auszahlung des Heizkostenzuschusses an Wohngeld-Empfänger. (24hamburg.de-Montage) © Fabian Sommer/dpa & Monika Skolimowska/dpa

Doch zunächst steht in der Hansestadt Hamburg die Auszahlung des Heizkostenzuschusses an. Wohngeld-Empfänger erhalten die finanzielle Hilfe automatisch. Profiteure des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes oder Empfänger von Bafög sind ebenfalls berechtigt, müssen den Heizkostenzuschuss allerdings explizit beantragen. Das ist noch bis zum 31. Dezember 2022 möglich.

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