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Edeka-Kunde macht Vorschlag gegen Hamsterkäufe – dreist oder genial?

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Von: Tobias Becker

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Auf Facebook hat ein Kunde dem Lebensmittelhändler Edeka einen Vorschlag unterbreitet, wie man gegen Hamsterkäufe vorgehen könne und gleichzeitig etwas für die Ukraine leiste. 

Der Krieg in der Ukraine beherrscht derzeit die Schlagzeilen und die ersten Auswirkungen treffen auch Baden-Württemberg* und den Rest Deutschlands. Flüchtende Menschen suchen Zuflucht, die Spritpreise steigen heftig an und auch im Supermarkt werden viele Produkte teurer*. Doch es gibt ein großes weiteres Problem: Das Hamstern von Mehl und Speiseöl*!

UnternehmenEdeka
HauptsitzHamburg
Gründungsdatum25. November 1907
Mitarbeiter402.000 (Stand: 2020)

Edeka: Kunde schlägt Preiserhöhung vor – dreist oder gut?

Nun postete ein Facebook-User ein Bild, das vielleicht für so manchen Supermarkt interessant sein könnte und wohl in einem Markant-Laden entdeckt wurde. Der Post ist in diesem Fall direkt an Edeka gerichtet. Die Idee darauf: Je nach Menge an Mehl und Öl, die Kunden kaufen, steigt der Preis für den guten Zweck. Auf dem Schild, das abgebildet wurde, stehen die genauen Preise.

So heißt es: „Sie benötigen nur Mehl und Öl? Kein Problem dann zahlen Sie doch 5 Euro zusätzlich.“ Das „überflüssige“ Geld wird dann an Hilfsorganisationen für die Ukraine gespendet. Im Detail hat sich der Markant-Laden das so gedacht: „Preis für jeden Tag Mehl: Erste Packung 0,39 Euro, zweite Packung 2 Euro, ab der dritten Packung 5 Euro. “ Die Abgaben zählen demnach pro Haushalt.

Idee gegen Hamsterkäufe im Supermarkt: So reagiert Edeka auf den Vorschlag

Laut dem Vorschlag des Facebook-Nutzers soll die Differenz zwischen dem Aufschlag und den 0,39 Euro gespendet werden. Eine gute Idee, um dem Hamstern entgegenzutreten und gleichzeitig etwas Gutes zu tun? Edeka antwortet unter dem Post, dass derzeit „eine ausreichende Versorgung mit allen Produkten des täglichen Bedarfs“ sichergestellt sei. Aber: Es kann zu Lieferengpässen in Einzelfällen kommen.

„Dies betrifft insbesondere Speiseöle, die zum Teil auch aus der Ukraine stammen“, so Edeka im Kommentar. Zwar können Kunden auf andere Marken und Alternativen zurückgreifen, allerdings möchte das Social Media-Team die Anregung zum Preismodell an zuständige Personen weiterleiten.

Edeka: So steht es um die Lebensmittelversorgung laut Verband

Ob dieses Modell umsetzbar ist, bleibt abzuwarten, eine erfrischende Idee ist es dennoch. Vor allem mit dem Hintergrund, dass bereits vor zwei Jahren zu Beginn der Coronakrise einige Produkte ausverkauft waren und derzeit keine akute Gefahr herrschen soll. Hamstern lohnt sich auch laut Handelsverband Baden-Württemberg nicht.

Geschäftsführerin Sabine Hagmann sagte gegenüber HEIDELBERG24*: „Grundsätzliche Lebensmittelengpässe sind nicht zu befürchten.“ Heißt: Die Grundversorgung ist kaum gefährdet*. Dennoch beginnt hier und da das große Hamstern, wie in den Sozialen Netzwerken sichtbar ist.

Hamstern im Supermarkt: Das ist der Grund – Aldi reagiert bereits

Der Grund für die Engpässe liegt auch nahe, denn die Ukraine ist einer der wichtigsten Exporteure von Sonnenblumen- und Rapssaaten. Hinzu kommt, dass Russland einer der wichtigsten Weizen-Exporteure der Welt ist.

Und wie reagieren andere Lebensmittelhändler und Discounter auf die wohl erhöhte Nachfrage? Aldi Süd beispielsweise hat bereits vor Tagen ein Limit für den Kauf von Speiseöl eingerichtet. So dürfen Kunden wohl nur noch vier Flaschen kaufen*, um einer Knappheit zu entgehen. (tobi)*HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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