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Hamsterkäufe: Lidl und Rewe haben knappe Lebensmittel trotzdem günstiger im Angebot

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Von: Robin Dittrich

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Der Ukraine-Krieg führt in ganz Deutschland erneut zu Hamsterkäufen. Das neue Toilettenpapier sind Öl und Mehl. Trotzdem ist diese Woche beides günstiger.

Hamburg/Deutschland – Angebots-Shopper trauten ihren Augen nicht recht: Mehl und Öl sollten ab dem 21. März bei Rewe und Lidl im Angebot sein. Und das, obwohl in den letzten Wochen immer wieder über eine Knappheit der beiden Güter berichtet wurde. Schuld daran ist der Ukraine-Konflikt. Aus Russland wird seit dem Exportstopp am 15. März kein Weizen, Roggen und keine Gerste mehr importiert, aus der Ukraine kommt aktuell kein Speiseöl – die Hamsterkäufe tun ihr Übriges. Wie es jetzt trotzdem zu den kuriosen Angeboten kam.

Betroffene Läden:Rewe und Lidl
Angebote in dieser Woche:Speiseöl und Mehl
Angebote gültig ab:21 März
Lieferengpässe durch:Ukraine-Konflikt

Hamsterkäufe gehen wieder los: Rewe und Lidl haben ab dem 21. März Speiseöl und Mehl im Angebot

Auf Social-Media brachen schon am Wochenende vor dem 21. März heiße Diskussionen los. So hatten einige Nutzer entdeckt, dass bei Rewe ab dem Montag Keimöl und Weizenmehl 405 im Angebot* sein sollten. Aufgrund der aktuellen Knappheit beider Güter durch den Ukraine-Konflikt waren viele User verständlicherweise erstaunt und fragten sich, ob das wirklich echt sein kann. Bei Discounter Lidl kam es sogar noch dicker: 2,5 Kilogramm Mehl konnten Verbraucher für nur 1,99 Euro im Lidl-Angebot* erwerben.

Eine weitere Überraschung folgte schnell: Die 2,5 Kilogramm Packung Mehl verschwand vermeintlich wieder – es handelte sich um ein regionales Angebot. Wie der Merkur berichtet, schrieb Lidl selbst dazu: „Unsere Prospekte auf der Lidl-Website bilden ausschließlich unsere nationalen Angebote ab.“ Die entdeckte 2,5 Kilogramm Packung gäbe es demnach nur in bestimmten Regionen Deutschland, wie Ostdeutschland oder Bayern.

Weizenmehl und Sonnenblumenöl vor einem Supermarktregal und die Logos von Lidl und Rewe
Ukraine-Krieg: Lidl und Rewe haben knappe Lebensmittel im Angebot. (24hamburg.de-Montage) © Gustavo Cuevas/Sebastian Kahnert/dpa/Rene Traut/Michael Gstettenbauer/imago

Trotz Hamsterkäufen: Pflanzenöl und Weizenmehl im Angebot – gibt es die Lebensmittel wirklich zu kaufen?

Wer diese Woche in besagten Supermärkten und Discountern unterwegs war, dürfte größtenteils enttäuscht worden sein. Die im Prospekt angepriesenen Angebote gab es vielerorts nicht mehr zu kaufen. In vielen Rewe-Läden keiften riesige Lücken in den Pflanzenöl- und Weizenmehl-Regalen. Verbrauchter mussten auf Alternativen ausweichen. So sind in vielen Filialen noch große Mengen an Olivenöl vorhanden, da dies nicht aus der Ukraine importiert wird. Auch im Bio-Regal sind viele Pflanzenöle noch vorhanden. Dafür muss dann allerdings etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden.

Die 2,5 Kilogramm Packung Mehl bei Lidl gab es nach Social-Media-Berichten auch nicht all zu häufig zu kaufen. Zudem fielen einige Verbraucher durch erneute Hamsterkäufe auf. Deshalb begrenzten viele Supermärkte und Discounter die zu kaufende Menge an Öl und Mehl. Diese Begrenzung umgingen einige, in dem sie einzeln in die Läden gingen. Ein Twitter-User schrieb: „Meine Mom hamstert nicht, aber trotzdem stehen wir vor Öffnung vorm Lidl und gehen jeweils einzeln, damit jeder 2,5 Kilo Mehl kriegt.“

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Bei der ganzen Aufregung um die Angebote stellt sich natürlich die Frage, wieso es gerade jetzt bei der Knappheit dazu kommt. Eine Möglichkeit ist, dass die Prospekte oft Wochen vor Startdatum gedruckt werden und die Problematik damals noch nicht aktuell war. Eine andere Möglichkeit ist, dass Rewe und Lidl die Produkte bewusst in den Prospekt aufgenommen haben, weil sie kurz nach dem Start sowieso nicht mehr verfügbar sein würden. Die Verbraucher werden vermutlich trotzdem in den Laden gezogen und kaufen eine Alternative oder andere Lebensmittel. Alles also nur ein Trick, um mehr Käufer anzulocken? * 24hamburg.de, tz.de und merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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