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300 Euro-Energiepauschale: Hamburger CDU will Geld auch für Rentner

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Bisher gehen Rentner im Entlastungspaket 2022 leer aus. Die Hamburger CDU will das ändern. Auch Rentner sollten demnach die 300 Euro Energiepauschale bekommen.

Hamburg – Das Entlastungspaket 2022, das von der Ampel-Regierung auf den Weg gebracht wurde, spült Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, Hartz 4-Empfängern und Eltern ordentlich Geld in die klammen Kassen. Rentner hingegen sind bisher nicht bedacht. Die Energiepauschale in Höhe von 300 Euro ist aktuell nämlich nur für Menschen in einkommensteuerpflichtigen Berufen vorgesehen. Es gibt zwar einen Trick, wie Rentner die 300 Euro Pauschale dennoch bekommen können, allerdings ist dieser mit etwas Aufwand verbunden und das Geld würde erst 2023 ausgezahlt werden. Daher fordert die Hamburger CDU nun: 300 Energiepauschale auch für Rentner.

Entlastungspaket 2022 – MaßnahmeErklärung
Kinderbonus100 Euro pro Kind
Energiepauschale300 Euro für Arbeitnehmer
Hartz 4-Bonus200 Euro (Verdopplung des Corona-Bonus)
9-Euro-TicketÖPNV-Monatskarte für 9-Euro
Tankrabatt30 Cent auf Benzin, 14 Cent auf Diesel

300 Euro Energiepauschale auch für Rentner: Das fordert die Hamburger CDU und so sind die Erfolgsaussichten

Am Mittwoch, 4. Mai 2022, bezeichnete Hamburgs CDU-Fraktionschef Dennis Thering das Entlastungspaket 2022 im Hinblick auf die Rentner als „in höchstem Maße ungerecht“. Weil Rentner ebenso wie alle anderen unter den hohen Energiekosten leiden würden. Gerade in Metropolregionen wie Hamburg hätten es Rentner aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten besonders schwer, so Thering. Deshalb solle sich der rot-grüne Senat auf Bundesebene dafür einsetzen, dass auch Rentnerinnen und Rentner die Energiepauschale bekommen.

Entlastungspaket 2022: die CDU fordert, dass auch RentnerInnen 300 Euro Energiepauschale bekommen sollen. Die SPD kontert mit der bevorstehenden Rentenerhöhung im Juli.
Entlastungspaket 2022: die CDU fordert, dass auch RentnerInnen 300 Euro Energiepauschale bekommen sollen. Die SPD kontert mit der bevorstehenden Rentenerhöhung im Juli. (Symbolbild) © Bernd Blume/imago/Montage

Die Erfolgsaussichten dieser Forderung dürften allerdings nicht besonders hoch sein. Die Hamburger SPD wies die Forderung der CDU umgehend zurück. Mehr noch warf SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf der CDU vor, dass die „künstliche Empörung“ über das Entlastungspaket auf den Wahlkampf in Schleswig-Holstein und NRW zurückzuführen sei. Die Ampel-Regierung begründet die „Ausgrenzung“ der Rentner mit der höchsten Rentenerhöhung seit 40 Jahren – diese steht ohnehin im Juli 2022 an.

Rentner, die zusätzlich auf Grundsicherung angewiesen sind oder Wohngeld beziehen, seien außerdem berechtigt, eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro beziehungsweise einen Heizkostenzuschuss in Höhe von 270 Euro zu erhalten, berichtet der NDR.

Wann kommt die 300 Euro Pauschale für Rentner? Mit diesem Trick im Mai 2023

Ganz aussichtslos ist die Situation für Rentnerinnen und Rentner aber trotzdem nicht. Denn es gibt eine Möglichkeit, wie auch sie an die 300 Euro aus dem Entlastungspaket 2022 kommen können. Der Trick: Sie fangen wieder an zu arbeiten. Doch keine Angst, eine Vollzeitstelle ist hier nicht nötig – schließlich sollen Rentner ihren wohlverdienten Ruhestand weiter genießen. Und: Es reicht, wenn Rentner einmalig eine geringfügige Beschäftigung ausüben und sie später in ihrer Steuererklärung angeben. Dann bekommen sie die 300 Euro aus dem Entlastungspaket 2022 ebenfalls ausbezahlt, allerdings erst im Mai 2023. Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen erhalten die Energiepauschale bereits im September 2022.

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Das bestätigte Finanzexpertin Antje Tillmann in der Bild-Zeitung. Sie sagte: „Es reicht aus, dass zum Beispiel ein Rentner einmal im Jahr 2022 eine Stunde auf seinen Enkel aufpasst und dafür von seinen Kindern 12 Euro Mindestlohn im Rahmen eines Minijobs oder aus selbstständiger Tätigkeit erhält. Im Anschluss gibt er diese Einkünfte in der Steuererklärung an, bekommt die Energiepreispauschale im Mai 2023 ausbezahlt.“

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