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Hamburg: Höhere Zuzahlungen für Pflegebedürftige im Heim

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Von: Bona Hyun

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Ein Pfleger schiebt eine Pflegebedürftige im Rollstuhl
Zuzahlungen für Pflegebedürftige in Hamburg steigen – 56 Euro mehr als zum 01. Januar sind fällig. (Symbolbild) © Tom Weller/dpa

Selbst zu zahlende Anteile für Pflegebedürftige im Heim steigen an – auch in Hamburg. Das zeigten Analysen des Verbandes der Ersatzkassen.

Berlin/Hamburg – Im ersten Jahr im Heim seien in Hamburg zum 1. Juli 2184 Euro aus eigener Tasche fällig gewesen. Das sind laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) 56 Euro mehr als zum 1. Januar, wie eine Analyse des Verbandes der Ersatzkassen ergab.

Bedeutende norddeutsche Hafenstadt:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Höhe:3 Meter
Bevölkerung:1,841 Millionen (2019)

Zuzahlungen für Pflegebedürftige gestiegen: Hamburger zahlen nun 56 Euro mehr

Im bundesweiten Schnitt wuchs der Betrag der Zuzahlungen auf 2200 Euro. Die zu Jahresbeginn eingeführten Zuschläge steigen mit längerem Heimaufenthalt und würden die Kostenzuwächse abfedern. Ohne Zuschüsse wäre ein Betrag von 2226 Euro in Hamburg fällig. Auch die Eigenanteile für die reine Pflege seien gestiegen – im Bundesschnitt ohne Zuschuss von 912 auf 946 Euro und von 792 auf 843 Euro in Hamburg. Die Pflegeversicherung trage nur einen Teil der Zuzahlungen.

Verbandschefin Ulrike Elsner sagte der dpa, die Entlastung bei den Eigenanteilen sei für Pflegebedürftige besonders im ersten Jahr nur begrenzt spürbar. Sie werde durch die Steigerung der Pflegeentgelte marginalisiert. „Bei so hohen Eigenanteilen bleibt Pflegebedürftigkeit ein Armutsrisiko“, zitierte die dpa Elsner. Es werde dringend eine nachhaltige politische Lösung für das Problem insgesamt gebraucht.

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Hamburg: Zuzahlungen in der Pflege steigen – was für Leistungen sind enthalten?

In den Summen der Zuzahlungen seien neben dem Eigenanteil für die reine Pflege und Betreuung Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionen in Einrichtungen enthalten. Seit Jahresbeginn gibt es neben den Zahlungen der Pflegekasse zudem einen Entlastungszuschlag, der mit der Pflegedauer steigt. Der Eigenanteil nur für die reine Pflege sinkt so im ersten Jahr im Heim um 5 Prozent, im zweiten um 25 Prozent, im dritten um 45 Prozent, ab dem vierten Jahr um 70 Prozent.

Nicht nur Pflegebedürftige, sondern auch Pflegekräfte stehen vor finanziellen Herausforderungen, die sie zu bewerkstelligen haben – in Hamburg wird deshalb mehr Geld und Urlaub für Pflegekräfte gefordert. Erschwert wurde die Situation durch den Personenmangel, weil sich einige Pflegekräfte weigern, sich trotz Pflicht impfen zu lassen. Seitens der Arbeitnehmer und Arbeitgeber war dies häufig ein Kündigungsgrund. (Mit Material der dpa)

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