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Vierte Corona-Impfung für alle: Diese Regeln gelten aktuell in Hamburg

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Von: Kevin Goonewardena

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Während sich Niedersachsen auf die vierte Impfung vorbereitet, orientiert sich Hamburg an der Stiko. Für wen die vierte Corona-Impfung jetzt empfohlen wird.

Hamburg – Um für einen möglichen erneuten Anstieg der Coronazahlen im Herbst gerüstet zu sein, wird deutschlandweit die vierte Corona-Schutzimpfung diskutiert. Strittig ist unter Experten auch, ob diese überhaupt gebraucht wird und wenn ja, wer den zweiten Corona-Booster in jedem Fall erhalten sollte. Die Ständige Impfkommission des Bundes und der Länder (Stiko) hat zur vierten Corona-Impfung bereits eine Empfehlung herausgegeben. Doch auch andere Stimmen mehren sich.

Name:Freie und Hansestadt Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:rund 1,9 Millionen
Regierungsoberhaupt:Peter Tschentscher (Erster Bürgermeister)

UKE Medizinerin: „Bedenken hätte ich bei einer vierten Impfung nicht“

Dr. Anahita Fathi vom Institut für Infektionsforschung und Impfstoffentwicklung am UKE bestätigt den Nutzen einer vierten Coronaschutzimpfung für eine bestimmte Zielgruppe. Fathi sagte gegenüber der Tageszeitung Hamburger Abendblatt, dass israelische Studien gezeigt hätten, „dass der Nutzen einer vierten Impfung für Risikogruppen und Ältere“ belegt ist.

Für sie lässt sich die „Gefahr einer schweren Erkrankung bei einer Corona-Infektion weiter reduzieren.“ Wie groß der Schutz bei einer jüngeren Altersgruppe mit einem guten Immunsystems sei, könne man noch nicht sagen, so die Medizinerin. Bedenken hätte sie bei einer vierten Impfung jedoch keine.

Vierte Corona-Schutzimpfung in Hamburg: Das empfiehlt die Stiko

Eben genau diese Zielgruppe der über 70 Jährigen von der hier die Rede ist, sind auch Gegenstand einer Empfehlung der ständigen Impfkommission von Bund und Ländern (Stiko). Diese empfiehlt eine vierte Coronaschutzimpfung der Gruppe ab 70 Jahren, außerdem für Heimbewohner und Menschen mit Immunschwäche ab fünf Jahren. Das berichtet ebenfalls das Hamburger Abendblatt.

Eine Deutschland-Flagge, eine Hand mit Covid-Impfstoff und Tafel auf der steht „4. Impfung“
Kommt die 4. Corona-Impfung? Länder wie Niedersachsen bereiten sich bereits auf die vierte Impfung vor, um für den Herbst gut gerüstet zu sein. Hamburg orientiert sich hingegen an der Stiko-Empfehlung. © IMAGO/Felix Schlikis/Imago

Menschen der genannten Gruppen sollen drei Monate nach der Booster-Impfung die vierte Spritze bekommen. Beschäftigte im Gesundheitswesen sollen den zweiten Booster ein halbes Jahr nach dem Ersten erhalten. Laut Angaben des Abendblatts hätten sich bereits Tausende Ärzte in Hamburg ein viertes Mal impfen lassen.

Vierte Corona-Schutzimpfung: Lauterbach vor Absenkung der Altersempfehlung

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat sich hingegen für eine Ausweitung der Stiko-Empfehlung auf Menschen ab 60 Jahren ausgesprochen. Lauterbach bezieht sich dabei ebenfalls auf israelische Studien, wie Tagescshau.de bereits Ende März 2022 berichtete. Eben jene Studien hätten gezeigt, dass das Risiko infolge einer Coronainfektion zu sterben um bis zu 80 Prozent gesenkt werde.

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Corona in Hamburg: Interesse an Impfungen sinkt – nur noch zwei Impfzentren geöffnet

Andere Bundesländer, darunter Niedersachsen, bereiten sich trotz fehlender Empfehlung der Stiko auf eine vierte Impfung vor. Der Hamburger Senat wolle jedoch das weitere Vorgehen der Stiko abwarten, heißt es laut dem Abendblatt aus dem Rathaus. Viele der mobilen Impfteams in Hamburg seien aufgelöst, nur noch zwei Impfzentren bieten aktuell Impfungen gegen das Coronavirus in Hamburg an. Und zwar am Flughafen Hamburg und in Harburg. Die meisten, so die Zeitung, würden bei niedergelassenen Ärzten zurzeit noch geimpft werden, doch das Interesse habe auch da stark nachgelassen.

Vierte Coronaimpfung auch bei Empfehlung der Stiko keine Pflicht

Während also über 70 Jährige aufgerufen sind, sich erneut gegen das Coronavirus impfen zu lassen, bleibt die Entscheidung darüber jedem Bürger und jeder Bürgerin dieser Altersgruppe selbst überlassen. Die Empfehlungen der Stiko sind nicht bindend. Es gibt aber auch Stimmen, die fordern, dass, genauso freiwillig wie die Impfung für über 70 Jährige ist, sie von Impfwilligen, die nicht zu der Altersgruppe gehören, in Anspruch genommen werden kann.

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