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Niemals rohen Teig naschen: Folgen für die Gesundheit drohen

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Von: Helena Gries

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Beim Backen vor Weihnachten gehört das Naschen dazu. Der Verzehr von rohem Teig kann jedoch gesundheitliche Folgen haben.

Kassel – Besonders in der Zeit vor Weihnachten und im Winter werden viele Küchen zur Backstube. Stollen, Plätzchen, Lebkuchen und allerlei andere Leckereien kommen da auf den Tisch. Und was wäre Backen ohne Naschen?

Zugegeben, die meisten naschen am liebsten vom rohen Plätzchen- oder Kuchenteig, bevor er in den Ofen kommt oder verzehren genüsslich die nicht verwendeten Teigreste. Hierbei ist allerdings Vorsicht geboten, denn das Naschen vom rohen Teig kann gefährlich für die Gesundheit sein.

Erreger und KeimeKrankheiten und Symptome
E. coliDarminfektionen mit Durchfall und Bauchschmerzen
SalmonellenDurchfall, Kopf- und Bauchschmerzen, Erbrechen bis hin zu Fieber

Studie: Verzehr roher Backzutaten kann gefährlich für die Gesundheit sein

Hierfür verantwortlich sind vor allem die Zutaten, die im Teig zum Backen enthalten sind. Neben Mehl, Butter, Eiern und Zucker werden häufig auch Backtriebmittel wie Hefe oder Backpulver für den Plätzchenteig verwendet. Diese können bei rohem Verzehr allerdings Magenbeschwerden hervorrufen. Das berichtet hna.de.

Auch die Eier im rohen Plätzchenteig können gefährlich werden, denn sie könnten Salmonellen enthalten, die Brechdurchfall und Übelkeit auslösen. Doch eine weitere, unscheinbare Backzutat birgt eine zusätzliche große gesundheitliche Gefahr.

Kinder naschen Teig beim Backen.
Das Backen von Plätzchen vor Weihnachten macht nur mit Teig naschen richtig Spaß. Der Verzehr vom rohen Teig vor dem Backen kann jedoch verheerende gesundheitliche Folgen haben. (Symbolbild) © Imago

Niemals rohen Teig verzehren: Laut Studie können Bakterien im Mehl enthalten sein

Laut einer amerikanischen Studie, die in der medizinischen Fachzeitschrift The New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde, kann vor allem Mehl im rohen Teig gesundheitliche Schäden hervorrufen. Amerikanische Wissenschaftler haben demnach herausgefunden, dass beispielsweise über den Dünger oder durch die Ausscheidungen von Tieren Kolibakterien ins Getreide kommen können.

Laut Stiftung Warentest sind Krankheitserreger in Mehl keine Seltenheit. Die sogenannten Escherichia coli Bakterien (E.Coli) fühlen sich nämlich besonders in trockener Umgebung wohl. Durch das Mehl können sie in den Plätzchen- oder Kuchenteig gelangen. Beim Verzehr des rohen Teiges werden die Bakterien schließlich aufgenommen. Das kann diese Folgen haben:

Die Webseite „moey‘s kitchen foodblog“ hat jedoch einen Trick parat, wie man die Gefahr durch Mehl beim Backen minimieren kann. Verbraucher erhitzen dazu die benötigte Menge Mehl in der Mikrowelle bei zweimal zwei Minuten auf höchster Stufe. Zwischendurch sollte das Mehl umgerührt werden. Oder man erhitzt das Mehl in einem ofenfesten Gefäß bei 120 Grad im vorgeheizten Backofen für circa zehn bis fünfzehn Minuten.

Gebackener Teig ist hingegen ungefährlich, da Salmonellen und E.Coli-Bakterien ab 70 Grad abgetötet werden. Hierfür ist es ratsam, den Backofen vor dem Backen ordentlich vorzuheizen. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist der Verzehr von Plätzchen bereits ungefährlich, wenn der Teig für mindestens zwei Minuten bei diesen hohen Temperaturen gebacken wurde. (Helena Gries)

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