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Gasnotstand: Preise für Strom und Gas explodieren – so sparen Sie Energie

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Gasnotstand und Energiekrise grüßen: Die Kosten für Gas, Öl und Strom schießen in die Höhe. So können Sie im Sommer Energie sparen und Kosten senken.

Hamburg – Die Kosten für Strom und Heizung schießen aktuell im Zuge der Energiekrise 2022 und des drohenden Gasnotstands auch in Hamburg ins Unermessliche. Nicht zuletzt wegen des russischen Kriegs in der Ukraine sind diese Güter in letzter Zeit vermehrt so teuer geworden, dass sich viele Menschen nicht nur in der Hansestadt Hamburg vor ihrer kommenden Nebenkostenabrechnung erschrecken werden.

Abgesehen von einigen Tipps, die man bei angeforderten Nachzahlungen von Nebenkosten beachten kann, gibt es in der Energiekrise weitere Wege, die Energiekosten gering zu halten. Wer schon in diesem Jahr beginnt, energieeffizienter zu leben, kann die Kosten für das nächste Jahr geringer halten. Besonders Wasser und Heizung sind dabei große Themen.

So geht’s!

Energieverbrauch eines Haushaltes71% Raumwärme, 14% Strom, 15% Warmes Wasser
Warmwasserverbrauch einer Person am Tag35 bis 50 Liter
Empfohlene WassertemperaturBad (38 °C), Küche (45 °C), zentrale Heizanlage (60 °C)
Kosten für WasserWarmes Wasser 0,5 Cent/Liter & Kaltes Wasser 0,2 Cent/Liter

Heizung abdrehen im Sommer: So sparen Sie am besten Energie

Im Sommer, wenn es draußen warm ist und sich das Heizen erübrigt, scheint das Energiesparen eine leichte Sache zu sein. Allerdings kann man auch in dieser Jahreszeit einige Dinge beachten, die den Verbrauch an Strom und Gas zu Zeiten des vielleicht eintretenden Gasnotstands noch weiter herunterschrauben. Bevor zum Beispiel eine Gas-Knappheit droht.

Dazu gehört zum Bespiel, die Heizung im Sommer ganz aus oder auf Sommerbetrieb umzustellen. So werden Heizkreisläufe abgeschaltet und die Heizung wird nur noch für das Erhitzen des Leitungswassers verwendet.

Frau die mit Eirsbären-Duschkopf duscht und Heizung, die auf kühl gedreht wird
Energie sparen im Sommer: Heizung abdrehen und kürzer und kälter duschen, zum Beispiel mit dem klimabewussten Eisbären-Duschkopf. (24hamburg.de-Montage) © Hauke-Christian Dittrich/dpa & Amphira AG/dpa

Auch wer sein Haus mit einer Smart Home-Vorrichtung beheizt, sollte im Sommer die automatische Heizung ausschalten, die sich ab einer bestimmten Temperatur einstellt. Im Sommer empfindet man die kühle Wohnung meist ohnehin als erfrischender. Wer außerdem nachts die kühle Luft durch geöffnete Fenster hereinlässt und ab den Morgenstunden seine Wohnung durch Rollos verdunkelt hält, der behält sich die Kühle in der Wohnung und kann außerdem auf Ventilatoren oder eine stromfressende Klimaanlage verzichten.

Warmes Wasser: Im Sommer kalt duschen – Temperatur macht großen Kostenunterschied

Ebenso erfrischend kann an heißen Tagen eine kalte Dusche sein. Vor allem im Sommer kann man sich die heiße Dusche vielleicht das ein oder andere Mal verkneifen, wenn man an die Energiekrise denkt. Denn warm zu duschen, verbraucht mehr Energie. Wie die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online anhand der Durchschnittswerte von 2021 des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft berechnet hat, senkt man die Energiekosten um etwa zehn Prozent, wenn man die maximale Wassertemperatur am Durchlauferhitzer auf 60 Grad herunterstellt.

Lesen Sie auch: Vermieter rationiert warmes Wasser - ist das erlaubt?

Geduscht wird meist bei nicht mehr als 40 Grad, am energieeffizientesten ist aber die kalte Dusche. Auch das kalte Händewaschen ist ein Trick zum Energiesparen. Ebenso wie das Abdrehen des Wassers zwischendurch. Wenn Sie Ihre Haare shampoonieren, können Sie das Wasser beispielsweise zwischendurch abstellen und so Energie sparen.

Für einen 4-Personen-Haushalt können jährlich Kosten von bis zu 1480 Euro für warmes Wasser anfallen, das pro Liter 0,5 Cent kostet. Ein Liter kaltes Wasser kostet dagegen nur 0,2 Cent und macht in der Summe einen großen Unterschied. Auch die Bundesregierung hat eine Kampagne zum Thema Energiesparen gestartet und sieht darin großes Potenzial.

Sparduschköpfe als Maßnahme: Eisbären helfen beim Energiesparen

Co2online empfiehlt außerdem Maßnahmen wie das Wäschewaschen bei nur 30 Grad, auf Baden zu verzichten oder die Anschaffung eines Sparduschkopfs. Zu diesem Zweck haben Schweizer Ingenieure zum Beispiel den Eisbären-Duschkopf erfunden. Auf einer Anzeige am Duschkopf werden zunächst fünf und dann immer weniger Eisbären sowie die Wassertemperatur und die verbrauchten Liter angezeigt. Je länger man duscht, desto mehr Eisbären verschwinden.

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Die Eisbären sollen ein sogenannter „Green Nudge“ sein, also ein Schubser in Richtung klimafreundlicheres Duschen für das Unterbewusstsein des Nutzers. Studien der Ingenieure zufolge verbrauchen Menschen 22 Prozent weniger Energie, wenn sie darauf hingewiesen werden, was sie verbrauchen. Für das Klima ist das gut, aber auch für die Kosten können Sie den Energieverbrauch mit diesem oder ähnlichen Produkten im Auge behalten.

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