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So geht die Gartenarbeit endlich einfacher – wichtige Tipps für Rentner 

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Von: Steffen Maas

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Auf Rentnerinnen und Rentner, die den Ruhestand im Garten verbringen wollen, wartet mitunter viel Arbeit. Das richtige Werkzeug und clevere Tipps schaffen Abhilfe.

Hamburg – Senioren, die in Rente gehen, haben in den meisten Fällen: endlich genug Zeit. Viele investieren ihre neue Freiheit in das eigene grüne Paradies im Garten. Doch auch, wenn man im Ruhestand plötzlich die Zeit hat: Nach jahrzehntelanger Arbeit macht eventuell der Körper bei der ständigen Pflege von Rasen, Zier- und Nutzpflanzen nicht mehr ganz mit. Gerade im Januar, wo viele Pflanzen gesät und geschnitten werden müssen. Eine gesunde Mischung aus klassischen und elektronischen Werkzeugen schafft ebenso Abhilfe, wie ein paar clevere botanische Tipps.

Begriff:Garten
Erklärung:abgegrenztes Stück Land, das kultiviert wird
Typischer Inhalt:Nutzpflanzen, Zierpflanzen, Tiere
Weniger nützliche Garten-Art:Irrgarten

Zu viel Gartenarbeit für Rentner? Helfende Hände können Arbeit abnehmen

Aber zuerst einmal gilt: Handfeste Hilfe schafft auch Abhilfe. Denn wer viel Wert auf sein heimisches Grün legt, aber selbst körperlich bei der Instandhaltung nicht mehr hinterherkommt, der kann sich natürlich professionelle Hilfe ins Boot, beziehungsweise in den Garten holen. Damit kann man unterm Strich vielleicht sogar noch etwas sparen: Gartenarbeiten zählen zu den haushaltsnahen Dienstleistungen, die Rentner von der Steuer absetzen können.

Wer nicht gleich das ganze Zepter in seinem Reich abgeben will, sondern vielleicht nur unliebsame Aufgaben an einen jungen, lokalen Sub-Unternehmer delegieren will, der kann fürs Unkrautzupfen und Rasenmähen auch beim Nachbarskind anfragen und als Gegenleistung eine Taschengeld-Aufbesserung anbieten.

Des Rentners elektronischer Helfer: Mähroboter hilft beim Stutzen des Rasens

Doch was ist, wenn der Nachbarschaftsnachwuchs unzuverlässig ist? Oder sich Rentnerinnen und Rentner explizit auf den Teil des Ruhestandes gefreut haben, wo sie weniger mit anderen Menschen zu tun haben? Dann könnte das Rasenmähen auch ein elektronischer Helfer übernehmen.

Mähroboter mit Schaf aufm Kopp im Garten
Mähroboter können leise und relativ eigenständig das nervige Rasenmähen übernehmen. Wem das zu unpersönlich ist, der fügt dem Gerät einfach einen charmanten Kopfschmuck hinzu und macht ihn zum „Määh“-Roboter. (Symbolfoto) © Ralf Hirschberger/dpa

Die Rasen- oder Mähroboter kümmern sich – wie ihre im Wohnungsinneren tätige Verwandtschaft, die Saugroboter – ganz von alleine um den akkuraten Schnitt des heimischen Rasenteppichs. Durch zahlreiche Einstellungen und am Gerät angebrachte Sensoren navigiert der Roboter eigenständig und ohne Aufsicht die Landschaft – und arbeitet dabei nicht nur leise, sondern auch zu jeder gewünschten Tageszeit. Je nachdem, wie viel Geld man für so einen Mähroboter in die Hand nehmen möchte, kommen die mittlerweile auch mit einigen Extras: Viele Geräte führen das abgeschnittene Gras etwa direkt als Dünger zurück aufs Grün.

Alles Einstellungssache: Mit dem richtigen Werkzeug geht die Gartenarbeit für Rentner leichter von der Hand

Aber selbst, wenn man sich von so einem beeindruckenden Stück Technologie helfen lässt: Ein echter Garten-Rentner hat dann noch Beete, Pflanze, Hecken und Sträucher auf der botanischen Checkliste stehen. Hier kann ganz klassisches Gartenwerkzeug Abhilfe schaffen, das es weitestgehend nämlich auch in rückenschonender Ausführung gibt. Denn Strecken, Beugen und Knien ist mit knackigen 25 Jahren schon eine Qual – und wird im Alter nicht gerade angenehmer.

Das Stutzen der Hecke geht schonmal deutlich einfacher von der Hand, wenn die Schere per Strom betrieben wird. Für Senioren lohnt sich dann noch die Anschaffung einer Teleskop-Heckenschere, die sich ausfahren lässt. Im besten Fall erspart man sich dadurch nicht nur das Strecken, sondern auch das Auf- und Absteigen auf der Leiter, wenn man an der Oberkante des Gewächses an den Kragen will.

Ein glückliches älteres Ehepaar bei der Gartenarbeit
Mit dem richtigen Werkzeug – und Partner – geht die Gartenarbeit ganz leicht von der Hand. (Symbolfoto) © Kzenon/Imago

Wer eher in die andere Richtung unterwegs ist, dem helfen zum Beispiel Unkrautstecher: Statt auf den Knien über den Boden zu robben, lässt sich ein moderner Unkrautentferner auf die genau richtige Höhe einstellen, sodass dem Unkraut halbwegs entspannt aus einer aufrechten Haltung auf den Leib gerückt werden kann. Bei allen Geräten sollten betagte Hobbygärtner beim Kauf darauf achten, dass sie ein angenehmes Gewicht und gut in der Hand liegende und ergonomische Griffe haben, um die Gartenarbeit wirklich so bequem wie möglich zu gestalten.

Pflegeleichte Pflanzen und hohe Beete verringern den Arbeitsaufwand

Durch die richtige Planung und Vorbereitung lässt sich aber auch ohne Gartengeräte vieles des Aufwandes und der lästigen Bewegungen von vornherein ausschließen. Stichwort Unkraut: Wer die sogenannten Bodendecker pflanzt, reduziert schon dadurch die Fläche, wo Unkraut überhaupt sprießen kann. Das Verbraucherportal gartentipps.com empfiehlt folgende Bodendecker-Arten, die nicht nur äußerst wohlklingende Namen haben, sondern auch effektive Unkrautgegner sind:

Generell hilft die richtige Pflanzenauswahl dabei, Arbeitsaufwand zu minimieren. Rittersporn und Fetthenne etwa sind nicht nur anspruchslos und pflegeleicht – sie blühen auch deutlich schöner, als ihre Namen vermuten lassen. Nicht vermeiden, aber zumindest angenehmer macht man sich die Arbeit zudem mit einem Trend, der mittlerweile in fast allen Gärten angekommen ist: Wer Blumen und Pflanzen im hüfthohen Hochbeet pflegt, der schont Rücken und Knie. Egal welches Grünzeug man im Garten hat, der Januar ist der klassische Monat, um Bäume und Sträucher zurückzuschneiden, wie hna.de weiß.

Einen schönen, fast schon philosophischen Ratschlag hat gartentipps.com zu guter Letzt auch noch parat: „Verabschieden Sie sich von der Vorstellung, dass der Garten immer perfekt und akkurat aussehen muss.“ Dem Unvorhersehbaren, das sich die Natur einfallen lässt, Raum zu geben, könnte zur Entspannung beitragen. Und statt von Gartenprofi, Nachbarstochter oder Rasenroboter kommt die Hilfe beim Beackern des Gartens so ganz natürlich aus der Umwelt.

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