1. 24hamburg
  2. Verbraucher

Neue Auto-Regeln 2023: Führerschein, Verbandskasten, TÜV – hier droht heftiges Bußgeld

Erstellt:

Von: Katja Becher

Kommentare

Auch für Autofahrer hält das neue Jahr wieder einige Veränderungen bereit. Vom Verbandskasten über TÜV und Versicherung – diese Regeln sollte man kennen, um Bußgelder zu vermeiden:

2022 war kein gutes Jahr für Autofahrer – die steigenden Spritpreise machten die Fahrten teuer wie nie, hinzu kam der neue Bußgeldkatalog mit deutlich härteren Strafen, der seit November 2021 die Stadtkassen füllt. Auch zum Jahreswechsel müssen Autofahrer sich wieder auf einige Änderungen einstellen – und diesmal sollten auch Käufer und Fahrer von Elektrofahrzeugen aufhorchen. HEIDELBERG24 erklärt, was sich ab 2023 ändert:

Regeln für Autofahrer ab 2023: Führerschein-Umtausch ist Pflicht – zu diesen Fristen

Rund 43 Millionen Autofahrer in Deutschland müssen ihre alten Führerscheine gegen neue eintauschen. Dabei gibt es, je nach Jahrgang und Ausstellung des Führerscheins unterschiedliche Fristen. Die nächste Frist für den Führerschein-Umtausch läuft schon am 19. Januar 2023 ab. Dann müssen alle Personen, die zwischen 1959 und 1964 geboren sind, den alten Schein gegen den aktuell gültigen, einheitlichen Kartenführerschein der EU getauscht haben.

Für den Umtausch zuständig ist die jeweilige Fahrerlaubnisbehörde. Wer den alten Führerschein nach Ablauf der jeweiligen Frist weiter nutzt, riskiert im Falle einer Kontrolle ein Verwarngeld. Die Fristen für den Führerschein-Umtausch nach Jahrgängen:

Neue Auto-Regel: Corona-Masken gehören ab 2023 in den Verbandskasten

Bereits seit dem 1. Februar 2022 besteht die Regel, dass Autofahrer in ihrem Verbandskasten zwei Corona-Schutzmasken mit sich führen müssen. Die Übergangsfrist für die neue DIN-Norm der Verbandstasche endet zum 31. Januar 2023. Heißt: Wer im neuen Jahr bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle den Verbandskasten nicht nachgerüstet hat, muss mit einer Strafe rechnen.

Autofahrer müssen sich wegen der neuen Regel jedoch nicht gleich einen nagelneuen Verbandskasten kaufen. Es reicht, nachträglich zwei Masken hinzuzufügen. Dabei ist nicht vorgeschrieben, ob man eine medizinische Maske oder einen FFP2-Schutz verwendet. Wer jedoch gar keine Maske im Verbandskasten hat, riskiert ein Bußgeld von 10 Euro. Die neue DIN-Norm für den Verbandskasten sieht außerdem vor, dass sich darin nur noch ein Dreieckstuch befinden muss.

Verbandskasten im Auto (Symbolfoto)
Verbandskasten im Auto (Symbolfoto) © Christin Klose/dpa

Neue TÜV-Plakette: Viele Autos müssen 2023 zur Hauptuntersuchung

Vor dem Jahreswechsel sollten Autofahrer sicherheitshalber auch einen Blick auf ihr Nummernschild werfen. Denn die Fahrzeuge, die noch eine rosa TÜV-Plakette auf dem Kennzeichen kleben haben, brauchen ab 2023 eine Hauptuntersuchung. Dort gibt es dann die neue, orangefarbene Plakette, die bis 2025 gültig ist.

In welchem Monat die Hauptuntersuchung genau fällig wird, erfährt man mit einem Blick auf die Zulassungsbescheinigung Teil I oder auf das Kennzeichen. Auf der rosa Plakette verrät dies ein schwarzer Balken am Rand, der wie bei einer Uhr auf eine Monatszahl zeigt. Innerhalb dieses Monats sollte die HU erfolgen – sonst riskiert man eine Strafe. Wer gleich mehrere Monate zu spät dran ist, kann sogar Punkte in Flensburg kassieren.

Ab 2023: Geringerer Umweltbonus beim Kauf eines Elektro-Autos

Auch die Käufer und Besitzer von Eletroautos müssen sich im neuen Jahr auf eine Veränderung einstellen. Wie der ADAC erklärt, konzentriere sich die Förderung ab dem 1. Januar 2023 nur noch auf Fahrzeuge, die nachweislich einen positiven Klimaschutzeffekt hätten. Heißt: Für Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge fällt der Umweltbonus weg. Außerdem werde der Bundesanteil der Förderung von elektrischen sowie Brennstoffzellen-Fahrzeugen reduziert. Wie viel der Umweltbonus für E-Autos dann noch beträgt, kann auf der Seite des ADAC nachgelesen werden. (kab)

Auch interessant

Kommentare