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Flughafen Hamburg: Koffer-Chaos – Reisende brauchen starke Nerven und Geduld

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Von: Christian Einfeldt

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Am Flughafen in Hamburg werden Reisende auf eine Geduldsprobe gestellt: Es gibt lange Warteschlangen und Koffer-Chaos, weil das Personal fehlt.

Hamburg – Die aktuellen Zahlen belegen es: Die Menschen packt die Reiselust. Alleine am Pfingstwochenende, das auf Sylt wohl erst den Beginn der Chaostage markiert haben könnte, waren am Flughafen Hamburg mehr als 75.000 Menschen zugegen. Nach zwei Jahren der coronabedingten Entbehrungen ist die Sehnsucht nach Urlaub und Reisen so groß wie schon lange nicht mehr.

Die Auslastung des Flughafens habe sich laut Mitteilung des Flughafen Hamburg im Vergleich zum Vorjahr gerade zu vervierfacht. Gleichzeitig mangelt es Hamburg an ausreichend Personal am Flughafen – was sich für Reisende nun in lange Warteschlangen, Koffer-Chaos und verpassten Flügen widerspiegelt.

Flughafen Hamburg:Hamburg Airport
Flughafencode:HAM
Fläche:570 ha
Passagiere:5.315.952 (2021)

Flughafen Hamburg: Großer Ansturm sorgt am Airport für Chaos

Egal ob Check-ins, Sicherheitskontrollen oder die Gepäckausgabe – aktuell stellen gewöhnliche Abläufe Reisende am Flughafen Hamburg auf eine Geduldsprobe. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) Hamburgs Flughafenchef Michael Eggenschwiler, zitiert, könne es „auch mal zu Verzögerungen und Unregelmäßigkeiten“ am Flughafen Hamburg kommen, von dem aus man 115 Reiseziele ansteuern könne.

Für viele sei die allmähliche Rückkehr zur Normalität und das stetige Wegfallen von Beschränkungen Grund genug, sich wieder in den Flieger zu setzen. Laut offiziellen Angaben wurden im Mai 2022 rund 1,1 Millionen Menschen am Hamburger Flughafen erfasst. Damit würde die Anzahl der Passagiere im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 einen Anteil von 68 Prozent ausmachen. Im Vergleich zum Vorjahr hätte sich „das Verkehrsaufkommen fast vervierfacht“, sagt Eggenschwiler, der zuletzt einen besonders starken Ansturm auf den Flughafen Hamburg an Feiertagen beobachtet hat.

So auch an Pfingsten. Für viele Reisende konnte der Flughafen Hamburg nur unzureichend auf die neue Situation am Airport reagieren. Nach über zwei Jahren Pandemie mangelt es an Personal. Lange Wartezeiten und verzögerte Sicherheitskontrollen am Airport Hamburg sind zum wiederholten Male die Konsequenz für alle Reisenden.

Flughafen Hamburg Airport: Dem Airport fehlt es an Personal – Sicherheitsdienst hilft aus

Im Zuge der Corona-Pandemie hätten viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Job verloren – auch am Flughafen in Hamburg, wo zuletzt der Zwischenfall eines gestrandeten Orchesters Schlagzeilen schrieb. Faktoren wie der, dass sich laut Hamburger Morgenpost viele Reisende erst einmal an die Abläufe des Fliegens gewöhnen müssen, multiplizieren das Chaos am Hamburger Airport. Viele Mitarbeitende des Flughafens seien aktuell damit beschäftigt, das jeweilige Handgepäck nachzukontrollieren.

Menschen warten in einer Warteschlange am Flughafen in Hamburg.
Am Flughafen Hamburg sollte man aktuell viel Zeit einplanen. © Markus Scholz/dpa

Wie ein Sprecher des Sicherheitsdienstes „Fraport Security Services“ der Mopo bestätigt, setze man nun auf kurzfristige Maßnahmen, um dem Problem zu begegnen. Nicht das Flughafen-Personal, sondern Mitarbeiter von „Fraport Security Services“ würden die Prüfung des Handgepäcks am Hamburger Flughafen übernehmen. Auch die allgemeine Sicherheitskontrolle am Flughafen der Hansestadt Hamburg fällt jetzt in deren Aufgabenbereich.

Für den Flughafen Hamburg kann dies allerdings nur eine Übergangslösung sein. Nach Informationen der Mopo suche man bereits händeringend nach neuem Personal. Der Prozess verzögert sich jedoch – nicht zuletzt durch die Ausbildung, durch die zukünftigen Angestellten gehen müssen.

Flughafen-Chaos in Hamburg: Warteschlangen und verpasste Flüge – ein europaweites Problem

Bis es so weit ist und der Flughafen Hamburg auf die gesteigerte Reiselust reagieren kann, bleibt erstmal das Bild von langen Warteschlangen und sich stapelnden Koffern präsent. Ein Problem, das aktuell Flughafen-Personal und Reisende in ganz Europa beschäftigt. Die Konsequenz: Mitunter müsse man mehrere Stunden auf seine Koffer warten, ehe jener nach erfolgter Gepäckaufgabe endlich wieder beim Besitzer eintrifft.

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Hamburgs Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler empfiehlt in Anbetracht der aktuellen Situation „deutlich mehr Zeit als üblich einzuplanen und sich mit unseren fünf Reisetipps gut vorzubereiten.“ Welche Reisetipps damit gemeint sein könnten, verrät ein Sprecher der Bundespolizei auszugsweise: „Mehr Zeit einplanen“ bedeutet für ihn konkret bereits zwei Stunden, bevor das Flugzeug abhebt, vor Ort zu sein.

Zudem spart man am Tag des Fluges viel Zeit, wenn man den Check-in bereits am Vorabend durchführt und sich bereits im Vorfeld von Kontrollen elektronischer Geräte, Schmuck, Uhr und Gürtel entledigt. So kann jeder Reisende dafür sorgen, das Chaos zumindest ein bisschen einzudämmen

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