1. 24hamburg
  2. Verbraucher

Flexi-Rente 2023: Was Rentner über die Verdienstmöglichkeiten wissen sollten

Erstellt:

Von: Christian Einfeldt

Kommentare

Grundlegende Änderung für neue Rentner: Diese können dank der Flexi-Rente mit einem Nebenjob viel Geld dazuverdienen. Was sie dabei beachten sollten.

Hamburg – Bereits der Jahreswechsel hält für Verbraucher eine Vielzahl von Änderungen bereit. In vielerlei Hinsicht trifft es vor allem sie: Rentner, die 2023 auf finanzielle Entlastung hoffen. Eine Antwort auf Energiekrise und Inflation ist etwa die zum 1. Januar 2023 getroffene Maßnahme hinsichtlich der Flexi-Rente: Eine vorgezogene Rente, die es möglich macht, noch mehr dazuzuverdienen.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die entsprechende Grenze des zusätzlichen finanziellen Einkommens schon einmal angehoben. Zum Jahresbeginn erfolgte dann die nächste Entlastung: Jetzt dürfen Frührentner unbegrenzt dazuverdienen. Für wen die Beanspruchung der Flexi-Rente wirklich sinnvoll ist, erklärt kreiszeitung.de.

Sozialversicherung:Deutsche Rentenversicherung
Gründung:1. Oktober 2005
Versicherte:56,7 Mio. (31. Dezember 2019)
Rentner:21,2 Mio. (1. Juli 2020)

Flexi-Rente für Rentner: Wer 2023 beliebig viel dazuverdienen darf

Im Jahr 2017 stellte die Bundesregierung erstmals eine Maßnahme vor, die zwischen Arbeitsleben und Ruhestand einen fließenden Übergang schaffen sollte. Die Verantwortlichen sprachen von der sogenannten Flexi-Rente. Ein Modell für Rentner, das auf dem „Gesetz zur Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand und zur Stärkung von Prävention und Rehabilitation im Erwerbsleben“ basiert.

In einer entsprechenden Mitteilung hieß es, dass das besagte Flexi-Rentengesetz zum einen ein „flexibleres Arbeiten bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze“ möglich macht. Zum anderen wollen man jedoch dafür Sorge tragen, dass „das Weiterarbeiten über die Regelaltersgrenze hinaus attraktiver“ gemacht wird. Auf der Suche nach einem neuen Anreiz, nach Eintritt Rentenalters (2023: 65 Jahre und elf Monate) weiterzuarbeiten, hat die Regierung also die Flexi-Rente ins Leben gerufen. Der Name kommt nicht von ungefähr: Es handelt sich um ein Modell, das Teilzeitrente und Nebenerwerb flexibler gestaltet – und 2023 noch größeren Gestaltungsspielraum bietet, berichtet kreiszeitung.de.

Mythos 8: Die Höhe der Rente setzt sich vor allem aus den letzten Arbeitsjahren zusammen. Auch das ist falsch. Die Rentenhöhe berechnet sich aus dem gesamten Versicherungsleben.
Flexi-Rente: Frührentner können seit Januar 2023 mit einem Nebenjob unendlich viel dazuverdienen. (Symbolbild) © Imago

Flexi-Rente: Regierung hebt Hinzuverdienstgrenze für Rentner ab 2023 auf

Noch vor der Corona-Pandemie lag die Hinzuverdienstgrenze bei 6.300 Euro pro Jahr. 525 Euro statt 450 Euro im Monat: Die 2017 eingeführte Flexi-Rente erhöhte das Einkommen von Rentner, die zusätzlich die Möglichkeit haben, aus acht Zuschüsse des Staates Profit zu schlagen, schlagartig. Finanziell hatte das mitunter dennoch Auswirkungen auf die Rentenhöhe: Das Einkommen jenseits der bestimmten 6.300 Euro wurde zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet.

Im Zuge der Corona-Pandemie folgte dann jedoch die nächste entlastende Entscheidung: Das zusätzliche Einkommen eines Nebenjobs durfte nun bis zu 46.060 Euro im Jahr einbringen. Frührentner versprach das zusätzliche Freiheiten bei der Ausübung eines Minijobs. Freiheiten, die 2023 weiter gefördert werden: Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung wurde die Hinzuverdienstgrenze zum 1. Januar 2023 vollständig aufgehoben. Damit spielt es jetzt also keine Rolle mehr, wie viel Geld zusätzlich zur Rente auf dem Konto landet.

Auch interessant

Kommentare