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Erwerbsminderungs­rente 2023 – Wer sie als Rentner bekommt, wie hoch sie wirklich ist

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Von: Robin Dittrich

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Arbeitnehmer, die nicht mehr oder nur noch stundenweise arbeiten können, erhalten als Rentner die Erwerbsminderungsrente. So hoch ist die Rente im Jahr 2023.

Update vom 26. Januar 2023: Schon gewusst, wie die Riester-Rente funktioniert? Private Altersvorsorge für Rentner einfach erklärt.

Erstmeldung vom 25. Januar 2023: Hamburg – Verbraucher in Deutschland, die gar nicht mehr oder nur noch stundenweise arbeiten können, haben oftmals einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente. Um diese zu erhalten, müssen Rentner einige Voraussetzungen erfüllen. Wie hoch ist die Erwerbsminderungsrente dann?

Sozialversicherung:Deutsche Rentenversicherung
Gründung:1. Oktober 2005
Versicherte:56,7 Mio. (31. Dezember 2020)
Rentner:21,2 Mio. (Stand: 1. Juli 2022)

Wissen für Rentner: Wer hat einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente?

Wie die Deutsche Rentenversicherung angibt, möchte sie während des gesamten Berufslebens Sicherheit für künftige Rentner gewähren. Wer beispielsweise berufsunfähig wird, soll nicht bis zur gesetzlichen Altersrente warten müssen, um unterstützt zu werden. Das gilt für Berufsanfänger genauso wie für Menschen, die kurz vor dem Eintritt in die gesetzliche Altersrente stehen. Für berufsunfähige Menschen gibt es die Erwerbsminderungsrente. Verbraucher, die noch wenige Stunden pro Woche arbeiten können, können ebenfalls Erwerbsminderungsrente erhalten – die ergänzt dann das noch erzielte Einkommen.

Wer nur noch stundenweise oder gar nicht mehr arbeiten kann, hat oft Anspruch auf Erwerbsminderungsrente.
Wer nur noch stundenweise oder gar nicht mehr arbeiten kann, hat oft Anspruch auf Erwerbsminderungsrente. © Frank Sorge/Imago (Symbolbild)

Die Erwerbsminderungsrente ist für diejenigen künftigen Rentner gedacht, die aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr voll leistungsfähig sind. Die gesetzliche Altersgrenze von aktuell 65 Jahren darf dabei noch nicht erreicht worden sein. Zudem wird zunächst versucht, den arbeitsunfähigen Zustand zu verbessern. Das Motto der Deutschen Rentenversicherung dabei: „Reha vor Rente.“ Wer danach unter drei Stunden täglich arbeiten kann, erhält die volle Erwerbsminderungsrente. Verbraucher, die täglich zwischen drei und sechs Stunden arbeiten können, bekommen die halbe Rente. Ausnahme: Arbeitslose erhalten auch hier den vollen Betrag.

Rentner fragen sich: Wie hoch ist die Erwerbsminderungsrente?

Rund 350.000 Versicherte beantragen die Erwerbsminderungsrente jährlich – viele davon nach einer längeren Leidenszeit. Bei jedem Antrag muss individuell geprüft werden, ob an der Gesundheitsbeeinträchtigung gearbeitet werden kann. Eine Reha ist dabei nicht nur physisch möglich: auch eine berufliche Umorientierung zählt dazu. Doch wie hoch ist die Erwerbsminderungsrente, wenn der Antrag darauf durchgeht? Das kommt unter anderem darauf an, in welchem Bundesland die betroffenen Personen leben.

So hoch ist die Rente bei voller Erwerbsminderung in den alten Bundesländern:

VersicherungsjahreUnterdurchschnittlicher VerdienstDurchschnittlicher VerdienstÜberdurchschnittlicher Verdienst
25630,35 Euro900,50 Euro1170,65 Euro
30756,42 Euro1080,60 Euro1404,78 Euro
35882,49 Euro1260,70 Euro1638,91 Euro
401008,56 Euro1440,80 Euro1873,04 Euro
451134,63 Euro1620,90 Euro2107,17 Euro

So hoch ist die Rente bei voller Erwerbsminderung in den neuen Bundesländern:

VersicherungsjahreUnterdurchschnittlicher VerdienstDurchschnittlicher VerdienstÜberdurchschnittlicher Verdienst
25621,60 Euro888 Euro1154,40 Euro
30745,92 Euro1065,60 Euro1385,28 Euro
35870,24 Euro1243,20 Euro1616,16 Euro
40994,53 Euro1420,80 Euro1847,04 Euro
451118,88 Euro1598,40 Euro2077,92 Euro

Unterdurchschnittlicher Verdienst: 70 Prozent vom Durchschnitt. Durchschnittlicher Verdienst: 100 Prozent vom Durchschnitt. Überdurchschnittlicher Verdienst: 130 Prozent vom Durchschnitt. Vorläufiger Durchschnitt 2022: 38.901 Euro

Rentner, die in den alten Bundesländern leben, erhalten eine höhere Erwerbsminderungsrente als die aus den neuen Bundesländern. Die Höhe der Rente richtet sich dann nach der Anzahl der Versicherungsjahre sowie dem bisherigen Verdienst. Wer beispielsweise 25 Versicherungsjahre hinter sich hat und in den alten Bundesländern lebt, erhält bei einem durchschnittlichen Verdienst rund 900,50 Euro. Antragsteller, die 40 Jahre durchschnittlich verdient haben, können schon 1440,80 Euro erhalten. Im Juli 2023 steigen diese Beiträge erneut.

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