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Bei der Zahlung der Pflegeversicherung für Rentner gibt es Ausnahmen – Jahrgang entscheidend

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Von: Robin Dittrich

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Wer gesetzlich krankenversichert ist, ist auch in der Pflegeversicherung. Doch wer zahlt den Beitrag für Rentner? 24hamburg.de klärt auf, denn es gibt Ausnahmen.

Update vom 21. Januar 2023: Schon gewusst? Wie viel „Taschengeld“ einem Rentner im Pflegeheim zustehen.

Erstmeldung vom 20. Januar 2023, 12.40 Uhr: Hamburg – Je nachdem, ob Rentner nach Erhalt ihrer gesetzlichen Altersrente noch arbeiten, verändern sich die zu leistenden Beiträge für Versicherungen. In die gesetzliche Krankenversicherung wird meist weiterhin eingezahlt – und damit auch in die soziale Pflegeversicherung. Doch wer zahlt den Beitrag zur Pflegeversicherung für Rentner?

Sozialversicherung:Deutsche Rentenversicherung
Gründung:1. Oktober 2005
Versicherte:56,7 Mio. (31. Dezember 2019)
Rentner:21,2 Mio. (1. Juli 2020)

Wer muss die Pflegeversicherung bei Rentnern bezahlen?

Für Rentner verändert sich nach Erreichen des gesetzlichen Rentenalters einiges. Viele gehen im Jahr 2023 mit 65 Jahren und zehn Monaten in den Ruhestand, einige arbeiten neben dem Erhalt der Rente noch weiter. Rentner, die gesetzlich krankenversichert sind, müssen diese weiterhin bezahlen. Damit sind sie automatisch auch in der sozialen Pflegeversicherung versichert. Dort gilt für Rentner mit Kindern ein festgesetzter Beitragssatz von 3,05 Prozent. Doch wer übernimmt diesen? Unter Umständen gibt es für Rentner einen Zuschuss zur Krankenversicherung.

Auch in der Rente werden meist Beiträge zur Pflegeversicherung fällig – doch wer zahlt diese?
Auch in der Rente werden meist Beiträge zur Pflegeversicherung fällig – doch wer zahlt diese? © Imago (Symbolbild)

Pflegeversicherte, die keine Kinder haben oder hatten, müssen einen Beitragszuschlag zahlen. Der Beitragssatz beträgt dann sogar 3,4 Prozent – auch Adoptiv-, Stief- oder Pflegekinder zählen dazu. Obwohl der Leitsatz: „Im Ruhestand sind Sie kranken- und pflegeversichert wie im bisherigen Erwerbsleben“ gilt, ändert sich bei der Bezahlung doch einiges. Während sich im Erwerbsleben Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Kosten der Pflegeversicherung teilen, müssen Rentner diesen Beitrag komplett übernehmen. Das gilt auch für freiwillig und privat krankenversicherte Rentner.

So wird die Pflegeversicherung für Rentner bezahlt – es gibt Ausnahmen

Die Beiträge zur Pflegeversicherung müssen Rentner nicht selbstständig bezahlen: Sie werden bei Auszahlung der Rente schlichtweg einbehalten. Die Beiträge zur Pflegeversicherung werden zusammen mit den Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung abgeführt. Einen ermäßigten Beitrag zahlen Rentner mit einer bestehenden Beihilfeberechtigung. Darunter fallen unter anderem Beamte, Waisen und Witwen. Letztere können zudem eine Witwenrente erhalten.

Der Beitrag bei Krankheit und Pflege mit Beihilfe beträgt 1,525 Prozent – für Versicherte ohne Kinder 1,875 Prozent. Auch der Beitrag zur Krankenversicherung ist gesetzlich festgelegt: Dieser beträgt 14,6 Prozent – die Deutsche Rentenversicherung trägt die Hälfte der Kosten. Bei der Zahlung der Pflegeversicherung gibt es Ausnahmen – diese müssen nicht den vollen Beitrag zahlen. Der Zuschlag für Kinderlose besteht nicht, wenn das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet wurde oder wenn Verbraucher vor dem 1. Januar 1940 geboren wurden.

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Was zahlt die Pflegeversicherung überhaupt, wenn sie in Anspruch genommen werden muss? Das richtet sich danach, ob eine vollstationäre Leistung oder eine häusliche Pflege in Anspruch genommen wird. Zudem ist der Pflegegrad entscheidend. Die Pflegekasse zahlt für einen pflegebedürftigen Menschen in einem Pflegeheim beispielsweise 125 Euro, Pflegegrad 5 erhält 2005 Euro.

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