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Energiekrise: „Stimmung im Keller“ – 60 Prozent schränken sich beim Einkauf ein

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Von: Jan Knötzsch

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Person kassiert Ware in einem Supermarkt.
Eine Studie zeigt: Die Deutschen schränken sich beim Konsum ein. © IMAGO/Fotostand / Gelhot

Die Energiekrise hat Deutschland im Griff. Alles wird teurer. Die Inflation tut ihr Übriges. Eine Studie zeigt: Die Deutschen schränken sich beim Konsum ein.

Berlin – Ein Teuer-Schock jagt den nächsten: Die Energiekrise will Deutschland und damit auch die Hamburg einfach nicht aus ihren Fängen lassen. Strom- und Gaspreise steigen in schwindelerregende Höhen. Nun macht die Beschädigung der Pipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 Angst – was bedeutet das für deutsche Gaskunden? Die Tipps, wie man Energie sparen kann, nehmen fast eben so rapide zu wie die Preise für Strom und Gas: So können Sie beispielsweise in der Wohnung mit dem Fenstertrick im Winter sparen. Auch beim Heizen gibts Möglichkeiten zu sparen – diese fünf Heizungs-Mythen sollte jeder kennen.

Doch auch an anderer Stelle wollen nicht nur die Bürgerinnen und Bürger in der Hansestadt Hamburg sparen: Bei ihrem Konsum – denn schließlich haben auch die Preise für Lebensmittel merklich zugelegt. Angesichts der steigenden Energiepreise und der Inflation schränken sich in Deutschland laut einer Studie bereits 60 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher ein.

Umfrage zum Konsumverhalten: Kunden „mit Blick auf die großen Unsicherheiten bei Energie und Preisen sehr zurückhaltend“

Das ergab eine vom Handelsverband Deutschland (HDE) in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage. Für die kommenden Monate richten sich demnach sogar 76 Prozent der Befragten darauf ein, dass sie in Zukunft sparsamer einkaufen werden oder müssen. Im Einzelhandel trifft es laut der am Mittwoch, 28. September 2022, veröffentlichten Umfrage besonders den Bereich Mode und Bekleidung. Hier planen knapp drei Viertel der Befragten mit Einsparungen, im Bereich Wohnen und Einrichten sind es demnach mehr als 60 Prozent.

„Die Konsumstimmung ist seit Monaten im Keller, die Kundinnen und Kunden sind mit Blick auf die großen Unsicherheiten bei Energie und Preisen sehr zurückhaltend“, wird in der Studie HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth zitiert. Die Branche müsse in den Hilfsprogrammen der Bundesregierung berücksichtigt werden. „Wer die Branche vergisst, ignoriert ihre Bedeutung als Arbeitgeber und Kernelement der Innenstädte.“ Genth betonte, die Weitergabe der Preissteigerungen an die Kunden sei angesichts des dramatischen Kaufkraftverlustes der privaten Haushalte nur bedingt oder überhaupt nicht möglich.

Umfrage: 60 Prozent der Befragten nutzen beim Lebensmittelkauf verstärkt Sonderangebote

In der Umfrage mit 1600 Befragten gaben 60 Prozent an, beim Lebensmittelkauf verstärkt Sonderangebote zu nutzen, 46 Prozent der Befragten verzichten auf den Kauf bestimmter Produkte und knapp ein Drittel kauft insgesamt geringere Mengen. Umfragezeitraum waren die ersten beiden Septemberwochen. Als Erstes hatte die Welt über die Umfrage berichtet. (mit dpa-Material)

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