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Energiekrise: Bäderland macht Ganzjahresfreibäder ab Montag dicht – Temperaturen runter

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Bäderland Hamburg reagiert nun doch auf die Energiekrise und macht Freibäder dicht. Saunen und Vereinssport bleiben erst einmal unbeeinträchtigt.

Hamburg – Die Energiekrise ist aktuell überall spürbar. Strom und Gas sind teuer, Supermärkte schließen früher und auch das Tanken kann sich nicht mehr jeder leisten. Auf das Hamburger Bäderland war bis jetzt Verlass. Trotz der schlechten Situation in der Energiekrise blieb Bärderland standhaft, während viele andere Bäder die Temperatur heruntersetzten oder Saunen schlossen.

Jetzt muss aber auch die Betreibergesellschaft für öffentliche Schwimmbäder in der Hansestadt Hamburg reagieren – sowohl wegen der Energiekrise als auch wegen des Personalmangels, der schon im Sommer ein großes Problem war. Deshalb schließt Bäderland Ganzjahresfreibäder und hat sich dazu entschieden, die Temperaturen der geöffneten Bäder herunterzuschrauben.

UnternehmenBäderland Hamburg GmbH
Gründung1995
ZweckBetreibergesellschaft für öffentliche Schwimmbäder in der Freien und Hansestadt Hamburg

Sparen in der Energiekrise: Wasser in Bäderland-Bädern wird kühler – Ganzjahresfreibäder schließen komplett

Ab Montag, 10. Oktober 2022, müssen sich Schwimmbadgänger an ein paar Änderungen gewöhnen. Zunächst einmal wird die Wassertemperatur in allen Schwimmbädern von Bäderland in Hamburg um ein Grad gesenkt. Das scheint nicht viel zu sein, spart dem Unternehmen auf die Masse an zu erhitzendem Wasser aber eine Menge Energie und Kosten ein. Der Bäderland-Geschäftsführer Dirk Schumacher erklärte dem NDR: „Diese Maßnahmen sind genau der richtige Hebel, um den von uns allen geforderten Energiesparbeitrag von 15 bis 20 Prozent zu leisten.“ Der Rest von Hamburg war in dem Bereich bereits erfolgreich und verbrauchte im September 30 Prozent weniger Gas als im Vorjahresmonat.

Freibad und im Kreis ein Heizungsknopf
Die Ganzjahresfreibäder des Bäderlandes werden geschlossen und der Rest von Hamburgs Bäderland-Bädern senkt die Temperaturen. (24hamburg.de-Montage) © IMAGO Images/Lars Berg & IMAGO Images/Yay

Das gilt allerdings nicht für alle Bäder in Hamburg, denn die Ganzjahresfreibäder, in denen man auch im Winter noch draußen schwimmen kann, werden in diesem Jahr geschlossen bleiben. Ab Montag, 10. Oktober 2022, machen die meisten dieser Bäder sowie das Außenbecken des Hallenbads Bodenwald dicht.

Geänderte Öffnungszeiten: Nicht nur Energiekrise macht Sorgen – Personalmangel plagt Bäderland schon seit Sommer

Ein weiteres Problem, mit dem sich das Bäderland schon seit der Schwimmsaison im Sommer herumplagen muss, ist der akute Personalmangel, der noch immer aus der Corona-Pandemie herrührt. Weil den Bädern die Mitarbeiter fehlen, ändern viele davon nun ihre Öffnungszeiten. Das soll so aussehen, dass die meisten Hamburger Schwimmbäder an ein bis zwei Tagen die Woche geschlossen bleiben werden. Schumacher verspricht jedoch, dass es Tage sein sollen, an denen die jeweiligen Bäder ohnehin spärlich besucht sind – damit nicht zu viele Menschen Nachteile durch die Schließungen haben. Die genauen Öffnungszeiten sind ab dem 10. Oktober auf der Homepage des Bäderlands einzusehen.  

Wichtig für Schwimmbadgänger: Sauna und Vereinssport bei Bärderland von Energiesparmaßnahmen nicht beeinträchtigt

Während die Schwimmbäder dicht machen oder abkühlen, soll der Saunabetrieb allerdings weitergehen. Während in anderen Gemeinden die Saunen abgedreht werden, empfindet Bäderland in Hamburg die Sauna als Gesundheitsbeitrag und lässt sie deshalb geöffnet. Außerdem werden die meisten dieser Saunen ohnehin bereits nicht mit Gas, sondern mit Öko-Strom betrieben.

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Das gilt für den Vereinssport, den Schulsport und die Kursangebote wie Aquajogging und Co., die zunächst wie gewohnt weiterlaufen werden. Einzig die Bartholomäus-Therme und das Kaifu-Bad bleiben zu diesem Zweck weiterhin sieben Tage die Woche geöffnet. Sollte sich die Lage in der Energiekrise aber drastisch verschlimmern, könnte auch Bäderland erneut Maßnahmen ergreifen.

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