1. 24hamburg
  2. Verbraucher

Elektroautos: Strom für E-Autos wird in Hamburg erheblich teurer

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Tomasz Gralla

Kommentare

Elektroautos werden als die Zukunft der Mobilität betrachtet. Auch in Hamburg, wo aber paradoxerweise der Strompreis für E-Autos stark angehoben wird.

Hamburg – Wer mit gutem Umweltgewissen in Hamburg durch die Straßen cruisen will, der muss zukünftig tiefer in die Tasche greifen. Die Hansestadt erhöht nämlich die Strompreise an den öffentlichen Ladesäulen, womit die Nutzung von Elektroautos erheblich teurer wird. Doch es gibt auch einen preislichen Lichtblick.

Stadt:Hamburg
Einwohner:rund 1,841 Millionen
Registrierten Pkw:799.434 (Januar 2021)
Registrierte reine E-Fahrzeuge:7.553 (Januar 2021)
Registrierte Pkw mit Hybridelektro­antrieb:16.199 (Januar 2021)

Elektorautos in Hamburg: Strompreis an Ladestation steigt

Elektroautos haben in letzter Zeit nicht gerade die positivste Publicity gehabt. So musste die Hamburger Polizei ihre E-Streifenwagen wegen Brandgefahr zurückschicken. Zudem warnt E-Auto-Hersteller General Motor davor, die Elektrofahrzeuge nur im Abstand von mindestens 15 Metern voneinander zu parken. Auch hier wird als Grund Brandgefahr angegeben.

Dennoch: Um die Emissionen zu reduzieren und der Umwelt etwas Guten zu tun, werden Elektroautos als die Zukunft der Mobilität beworben und dementsprechend vom Bund auch subventioniert. Ein wenig paradox erscheint da, dass der Strom an den Ladestationen teurer wird. Vor allem in Hamburg ist der Preisanstieg beim Ladevorgang von E-Autos deutlich zu spüren.

Elektroautos stehen an einer öffentlichen Ladesäule in Hamburg. Der Strom für E-Autos wird allerdings teurer.
Elektroautos in Hamburg sollen gefördert werden, andererseits steigt der Preis an den Ladesäulen. © Jonas Walzberg/dpa

Zwar werden noch immer ein Großteil der Elektroautos zu Hause oder am Arbeitsplatz aufgeladen, doch mit der quantitativen Zunahme der umweltfreundlichen Fahrzeuge im Stadtbild nimmt auch die Anzahl der öffentlichen Ladestationen zu. Und an genau diesen wird nun mächtig an der Preisschraube gedreht, wie das Hamburger Abendblatt berichtet.

Demnach kostet eine Kilowattstunde (kWh) an öffentlichen Ladesäulen 47 Cent. Das ist der zweithöchste Preis aller elf untersuchter Anbieter in Deutschland. Nur in Leipzig kostete die Kilowattstunde mit 49 Cent mehr als in Hamburg. An den Ladesäulen für Elektroautos an der Elbmetropole wird die Power von Stromnetz Hamburg/Hamburg Energie zur Verfügung gestellt.

Noch mehr News aus Hamburg und Umgebung und zum HSV erhalten Sie mit unserem Newsletter – jetzt kostenlos anmelden!

Nutzungspreis: Nutzung von Elektroautos in Hamburg könnte noch teurer werden

Und es könnte noch teurer werden, denn ab dem 1. Januar 2022 wird von Hamburg Energie ein sogenannter „Nutzungspreis“ für Ladestationen erhoben. Für Normalladesäulen fallen dann zwölf Cent je kWh an, an Schnellladesäulen sogar 20 Cent. Ob dieser Zuschuss aber auch tatsächlich auf den Endkunden abgewälzt wird, sei noch gar nicht sicher, zitiert das Abendblatt die zuständige Wirtschaftsbehörde: „[Wir] gehen davon aus, dass der neue Nutzungspreis von den Anbietern gar nicht oder nicht in voller Höhe an die Kunden weitergeleitet wird.“

So oder so, das Leben in Hamburg wird immer teurer. Auch als Nichtbesitzer eines Elektroautos muss man schauen, wo man bleibt. Die Mietpreise in gleich sechs Hamburger Stadtteilen sind sogar für Durchschnittsverdiener mittlerweile zu teuer geworden. Wer da lieber eine Immobilie kaufen möchte, der sollte es sich zweimal überlegen, denn: Die Elbmetropole ist die zweitteuerste Immobilien-Stadt der Republik.

So kann man an der Ladesäule für E-Auto sparen

Einen erheblichen Preisunterschied beim Ladevorgang von Elektroautos an einer der 1400 öffentlich zugänglichen Ladestationen in Hamburg gibt es zwischen sogenannten Spontanladern und Kunden des Stromanbieters. Als Grundlage für die oben erwähnte Erhebung diente die Spontanladung ohne Vertragsbindung. Hier kostet die kWh 47 Cent.

Ist man aber Kunde bei Hamburg Energie (um am Beispiel der Hansestadt zu bleiben) und besitzt eine Ladekarte, dann zahlt man für eine Kilowattstunde Strom 29,5 Cent. Will man als Spontanlader ohne Vertragsbindung zudem mit der Methode DirectPay bezahlen, könnten weitere Kosten anfallen, auf die Hamburg Energie allerdings eigenen Angaben nach „keinen Einfluss“ habe, wie das Abendblatt schreibt. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare