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Vorsicht vor Durchfall: So füttern Sie Eichhörnchen im Winter richtig

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Von: Fabian Pieper

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Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf und brauchen deshalb ausreichend Nahrung.
Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf und brauchen deshalb ausreichend Nahrung. © Danny Lawson/dpa

Eichhörnchen halten nicht wie viele andere Tiere Winterschlaf. Deshalb legen sie über das Jahr Nahrungsvorräte an. Doch gerade in der Stadt lebenden Tieren kann man die Nahrungssuche erleichtern.

Berlin – Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen: Hinter diesem Sprichwort steckt ganz viel Wahrheit. Denn spätestens zum Herbst hin legen die putzigen Tiere einen Vorrat an Nahrung an, von dem sie im Laufe ihrer Winterruhe zehren können. Sie verbuddeln das, was die Natur ihnen gibt. Mittlerweile allerdings haben viele Eichhörnchen ihren Lebensraum in Städten gefunden, in denen das natürliche Nahrungsangebot mit dem in der freien Natur nicht mithalten kann – auch wenn die Nagetiere nicht unbedingt wählerisch sind, berichtet kreiszeitung.de.

Eichhörnchen gehen in Winterruhe – und nehmen täglich kurzzeitig Nahrung auf

Denn während Eichhörnchen, die in Wäldern leben, problemlos ausreichend Nahrung und manchmal sogar kuriose Schlafplätze finden, müssen die städtischen Tiere einen hohen Aufwand betreiben, damit ihnen im Winter nicht plötzlich die Nahrung ausgeht. Statt wie viele andere Tiere Winterschlaf zu halten, gehen Eichhörnchen lediglich in eine Winterruhe über; sie wachen dann täglich kurzzeitig auf, um Nahrung zu sich zu nehmen.

Wenn sie dann keinen direkten Zugang zu Nahrung haben, könnten sie Probleme bekommen. Im Winter benötigt ein Eichhörnchen laut der Deutschen Wildtier Stiftung etwa 35 Gramm Nahrung pro Tag.

Eichhörnchen im Winter füttern: So geht‘s richtig

Deshalb kann der Mensch die Tiere nicht nur erst dann unterstützen, wenn sie offensichtliche Hilfe benötigen – auch wenn das herzerwärmend enden kann. Wer einen Garten besitzt, sollte ihn möglichst naturnah mit Bäumen und Sträuchern anlegen, sodass bereits ein natürliches Nahrungsangebot besteht.

Das lässt sich allerdings noch deutlich aufpeppen, indem zum Beispiel ein Futterhaus in mindestens zwei Metern Höhe an einem Baum oder auf einem extra dafür aufgestellten Pfahl aufgehängt oder angebracht wird. Eichhörnchen sind geschickte Kletterer und sind somit vor Fressfeinden wie Mardern und Katzen besser geschützt.

Eichhörnchen im Winter füttern: Was die kleinen Nager am liebsten mögen

Besonders dankbar sind die kleinen Nager, wenn im Futterhaus ein reichhaltiges Nahrungsangebot für sie bereitliegt. Wichtig: Eichhörnchen sollten keine Erdnüsse, Mandeln oder Essensreste erhalten. Sie gehören nicht zum natürlichen Nahrungsangebot und können bei ihnen zu Durchfall führen. Auch bei Fertigmischungen aus dem Einzelhandel sollte darauf geachtet werden, dass sie keine Erdnüsse beinhalten. Sehr gefragt sind bei Eichhörnchen:

Die Eichhörnchen nehmen die Nahrung und essen sie direkt oder verbuddeln sie anschließend für den Winter an einer geeigneten Stelle. Deshalb ist es vorteilhaft, wenn das zusätzliche Nahrungsangebot ganzjährig zur Verfügung steht und nicht erst, wenn der Winter naht. Ein Futterhäuschen sollte zudem hin und wieder gereinigt werden, da sich die Eichhörnchen dort ansonsten mit Krankheiten infizieren könnten.

Zusätzlich zu fester Nahrung brauchen Eichhörnchen frisches Wasser. Wer keinen Gartenteich besitzt, kann auch einfach eine kleine Tränke oder Schüssel in am besten ebenfalls leicht erhöhter Position aufstellen und sie im Winter gelegentlich von Eis befreien. Auch dort sollte das Wasser regelmäßig gewechselt und das Behältnis gereinigt werden.

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