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Hamsterkäufe bei Aldi, Edeka, Rewe: Jetzt auch Mehl und Hefe knapp und teuer

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Die Hamsterkäufe gehen wieder los: Bei Aldi, Rewe und Co. werden beliebte Alltags-Lebensmittel knapp. Nach Speiseöl sind nun auch Mehl und Hefe rar und teuer – die Gründe dafür sind vielfältig.

Hamburg – Erst die Coronakrise, dann der Krieg in der Ukraine. Eine Extremsituation jagt dieser Tage die nächste. Und neben den direkt betroffenen Menschen leiden auch die Verbraucher in Deutschland enorm unter der Situation. Hamsterkäufe kennen wir schon aus den Anfangszeiten der Pandemie. Damals war besonders Klopapier beliebt. Nun berichten Leser und Leserinnen erneut von leeren Regalen im Supermarkt. Neben Speiseöl, welches von Aldi bereits rationiert wurde, fehlen auch Mehl und Hefe wieder vielerorts. Und wo die Produkte verfügbar sind, sind die teuer. Eine Übersicht über Lebensmittel, die jetzt knapp werden, hat 24hamburg.de zusammengestellt.

Verbraucherpreise im Februar 2022Veränderungen in Prozent
Sonnenblumenöl, Rapsöl oder ähnliches+ 28,9 Prozent
Butter+ 20,4 Prozent
Dieselkraftstoff+29,4 Prozent
Superbenzin+24,2 Prozent
Heizöl inklusive Umlage+40,0 Prozent
Quelle: Statistisches Bundesamt

Hamsterkäufe bei Rewe, Edeka und Co: Nach Speiseöl werden weitere Produkte knapp und teuer

Wer dieser Tage beim Einkaufen durch die Reihen geschlendert ist, dem ist möglicherweise auch schon das eine oder andere leere oder ausgedünnte Regal bei Aldi, Rewe oder Edeka aufgefallen. Wie Leser berichten, hatte Discounter Aldi wegen Hamsterkäufen kürzlich erst die Abgabe von Speiseöl beschränkt. Lediglich vier Flaschen pro Personen dürfen* laut hna.de derzeit eingekauft werden. Auch in Hamburg kann es zeitweise in einigen Läden schon zu Knappheit kommen. Die Preise auf eBay nehmen schon absurde Ausmaße an*.

Wegen Hamsterkäufen ist das Regal mit Mehl im Supermarkt schon wieder leer gekauft.
Schon wieder Hamsterkäufe: Nach Speiseöl werden auch Mehl und Hefe wieder knapp. © Fleig/Eibner-Pressefoto/imago

Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen führte schon die Coronakrise zu Lieferengpässen und höheren Preisen, zum anderen sorgt der russische Angriffskrieg auf die Ukraine nun für Knappheit und höhere Preise bei vielen Produkten. Neben Öl beobachten Leser nur auch bei Mehl und Hefe erneut Engpässen. Die hatte es schon während des Lockdowns in Hamburg vermehrt gegeben. Jetzt aber werden einzelne Produkte nicht nur knapp, sondern auch verfügbare Lebensmittel wie Fleisch und Bier deutlich teurer.

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Hamsterkäufe: Mehl und Hefe könnten auch bei Aldi, Edeka und Rewe knapp werden

Schuld an den höheren Preisen und teilweise leeren Regalen ist auch der Ukraine-Krieg. Denn Russland (weltweit auf Platz eins) und die Ukraine (weltweit Platz fünf) gehören zu den größten Exporteuren von Weizen. Die Ukraine wird daher auch als die Kornkammer Europas bezeichnet. Auch Sonnenblumenöl stammt zu einem großen Teil aus der Ukraine. Laut Medienberichten bringt der aktuelle Krieg in weiten Teilen der Ukraine den Handel nun aber zum Erliegen.

Ein leeres Regal bei Lidl. Normalerweise steht hier das Speiseöl.
Leere Öl-Regale auch bei Lidl in Hamburg. © Johannes Rosenburg

Und das hat natürlich Konsequenzen für deutsche Verbraucher. Zum einen werden die Waren knapper, zum anderen steigen die Preise für verfügbare Produkte, die knapper geworden sind. „Wir gehen davon aus, dass dieser Krieg die Preise noch weiter steigen lässt“, sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, der Augsburger Allgemeinen. Höhere Preise bei Düngemitteln und Gas könnten sich seiner Meinung nach stark auf Verfügbarkeiten und Preise bei Mehl und anderen Getreideprodukten auswirken.

Preise für Benzin und Diesel könnten bald wieder fallen: Bund plant Tank-Rabatt

Für Aufregung hatten in den letzten Tagen auch die massiv angestiegenen Preise an der Tankstelle gesorgt. Hamsterkäufe sind hier zwar nicht möglich, teilweise müssen Autofahren dieser Tage aber 2,30 Euro für den Liter Benzin oder Diesel bezahlen – auch weil der Staat kräftig mitverdient. Nachdem mehrere europäische Länder angekündigt hatten, die Preise für Verbraucher zu senken, kündigte nun auch Deutschland einen Tank-Rabatt an.

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Finanzminister Christian Lindner (FDP), der bei den hohen Tankpreisen zunächst noch von einer Art solidarischem Zeichen für die Ukraine gesprochen hatte, lenkt nun doch ein und will den Rabatt an der Tankstelle schnellstmöglich umsetzen. *24hamburg.de, hna.de und bw24.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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