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Edeka startet eigenes Pfand-System – doch es gibt eine Einschränkung

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Von: Jonas Giesenhagen

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Ein neues Pfandsystem von Edeka soll bei Kunden für nachhaltigeres Einkaufen sorgen. Eine Frage ist dabei noch ungeklärt.

Dortmund – Plastik ist mittlerweile regelrecht verschmäht. Zwar wünscht sich so mancher Nostalgiker noch immer den guten alten Plastikstrohhalm zurück, doch das Umweltbewusstsein hat sich durchgesetzt. So auch beim Supermarkt-Giganten Edeka.

Edeka führt neues Pfandsystem ein – Mehr Nachhaltigkeit im Supermarkt

Als erste Lebensmittelkette setzt Edeka in Zukunft auf ein eigenes, wiederverwendbares Pfandsystem, berichtet RUHR24. Die nachhaltigen Produkte von „Regood“ gibt es schon jetzt bei diversen Tankstellen, Bäckereien etc. zu leihen bzw. kaufen. Ab Januar soll das Mehrweg-System in allen Filialen zum Einsatz kommen.

Das bestätigte ein Edeka-Sprecher der Lebensmittelzeitung (LZ). Die „Regood“-Produkte sind im Markt vielseitig einsetzbar und wird es in folgenden fünf Größen geben:

BezeichnungFüllmenge in ml
Becher klein300
Becher groß400
kleine Bowl600
Geteilte Bowl1.000
Große Bowl1.200

Edeka startet eigenes Pfand-System – vielseitig einsetzbar

Mit „Regood“ reagiert Edeka auf die Einwegkunststoffverbotsverordnung, welche letztes Jahr in Kraft getreten ist. Dadurch sind seitdem unter anderem Plastikstrohhalme, Wattestäbchen und Einwegteller verboten. Mit dem neuen, wiederverwendbaren Pfand-System will die Supermarkt-Kette künftig weniger Müll produzieren.

Zum Einsatz kommen die Becher und Bowls von „Regood“ vor allem für den Außer-Haus-Verzehr. Erhältlich sind diese an der sogenannten heißen Theke, Salatbar und In-House-Gastronomien. Die Bäckereien in Edeka-Filalen sind dagegen eigenständige Unternehmen, auch diese führen bereits jetzt teilweise wiederverwendbare Becher.

Hergestellt werden die Becher in Deutschland aus recyclingfähigem Material. Sie sind in der Spülmaschine sowie der Mikrowelle einsetzbar und enthalten laut Pressemitteilung das Blauer-Engel-Siegel (mehr Service-News auf RUHR24).

Edeka startet eigenes Pfand-System – und lässt pikantes Detail offen

Gegen einen Pfandwert erwerben die Kundinnen und Kunden die Behältnisse für Speisen und Getränke. Nach Gebrauch können diese wieder in jedem Edeka-Supermarkt abgegeben werden. Die Kunden erhalten den Pfandwert zurück und Edeka übernimmt die Reinigung.

Keine Angaben machte der Konzern bislang über die Höhe des Pfandwertes für Kunden. Fest steht nur, dass dieser je nach Größe der Becher und Bowls unterschiedlich sein soll. Bis zur Einführung im Januar 2023 wird es darüber Klarheit geben. Auch zu den Investitionskosten des Gesamtprojektes äußert sich Edeka nicht.

Mit der Einführung von „Regood“ möchte Edeka nach eigenen Angaben nicht nur etwas für die Umwelt tun, sondern den Kunden auch ein „nachhaltigeres Einkaufserlebnis“ ermöglichen. Auch die selbstständigen Kaufleute der Edeka-Gruppe bekommen das System vom Händlerverbund.

Es ist somit davon auszugehen, dass „Regood“ flächendeckend zum Einsatz kommt. Dies bezieht sich auch auf Supermärkte von Marktkauf. Diese sind ebenfalls Teil der Edeka-Gruppe.

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