Verbraucherschützer warnen

Edeka-Rückruf in Hamburg: Dieser Bio-Brei kann für Babys tödlich sein

  • Fabian Raddatz
    vonFabian Raddatz
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Gefährliches Produkt bei der Supermarkt-Kette Edeka: Massenweise Bio-Babybrei zurückgerufen. Bei Verzehr droht den Kindern sogar der Tod.

  • Edeka ruft einen Bio-Brei zurück, der bei Babys zu tödlichen Verletzungen führen kann.
  • Das betroffene Produkt wurde deutschlandweit in den Edeka-Filialen verkauft *.
  • Kunden sollen ihr Geld auch ohne Kassenbon zurückerhalten können.

Hamburg – „EDEKA Bio Heidelbeere in Birne nach dem 4. Monat“, so heißt das Produkt, das Edeka nun zurückruft. Der Bio-Babybrei kann für Kleinkinder tödlich sein. Er wurde bundesweit verkauft, laut Edeka „vorwiegend“ in den eigenen Filialen und bei Marktkauf. Laut dem Handelsriesen sei es nicht auszuschließen, dass sich im Produkt Glassplitter befinden. Bundesweiter Rückruf!

Edeka:Einzelhandels-Unternehmen
Hauptsitz: Hamburg
Kundenservice: 0800 3335211
Umsatz: 59,2 Milliarden USD (2017)
CEO: Markus Mosa (seit 1. Mai 2008)
Gründung: 1898, Berlin

Die Glassplitter können bei Verzehr tödlich sein, je nach Größe und Beschaffenheit zu Schnitten und Verletzungen der Speiseröhre und den inneren Organen führen. Auch kann der Brei zu Erstickungsgefahr und Atemnot auslösen. Alles in allem eine tödliche Gefahr. Davon betroffen seien die 190-Gramm-Gläser mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 28. Juli 2022. Edeka warnt: Füttern Sie ihr Kind nicht damit!

Edeka-Rückruf in Hamburg: Kunden sollen Geld erstattet bekommen

Andere Produkte der Marke „EDEKA Bio“ seien von der Glassplitter-Gefahr nicht betroffen, teilt das Unternehmen mit. Auch seien Chargen mit einem anderen Mindesthaltbarkeitsdatum als dem 28. Juli 2022 unbedenklich und sind nicht Teil der Rückruf-Aktion. Edeka bestätigte in einer Pressemitteilung, dass das betroffene Produkt auch ohne Kassenbon im Laden abgegeben werden kann. Kunden sollen ihr Geld zurückerhalten.

Achtung: Lebensgefahr! Dieser Bio-Babybrei von Edeka kann tödliche Glassplitter enthalten. (24hamburg.de-Montage)

Unklar bleibt, wie die Glassplitter in den Babybrei geraten konnten. Nach Bekanntwerden der Gefahr habe man das Produkt sofort aus dem Handel genommen, betont das Unternehmen. Eine bundesweite und schnelle Verbreitung des Artikels konnte jedoch nicht verhindert werden. Zudem habe man schnell und transparent über die Gefahr informiert.

Edeka-Rückruf in Hamburg: Gefährliche Produkte auch bei anderen Herstellern

Dass Produkte durch fehlerhafte Betriebsabläufe, etwa in der Abfüllung, verunreinigt werden können, kommt immer wieder vor *. Die Händler gehen mit einem Rückruf an die Öffentlichkeit. So warnt die Drogeriekette Rossmann derzeit vor einem potenziell gefährlichen Kinderspielzeug *. Und auch bei Real wurde ein Fleischprodukt mit krankmachenden Bakterien entdeckt *. Sogar Süßigkeiten sind davor nicht sicher, weshalb nun ein Schokoladenproduzent einen bundesweit verkauften Artikel zurückruft *.

Verbraucherschützer informieren: Wenn ein Unternehmen ein fehlerhaftes Produkt zurückruft, nimmt es dieses aus dem Verkauf, um eine weitere Verbreitung des schadhaften Produkts zu verhindern. Aushänge in den Verkaufsstätten und öffentliche Mitteilungen bieten für die Unternehmen die Möglichkeit, auf das zurückgerufene Produkt aufmerksam zu machen. Betroffene Kunden können so, im Regelfall, das schadhafte Produkt im Laden zurückgeben. Der Kaufpreis wird dabei zurückerstattet. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Mascha Brichta/dpa & Clker-Free-Vector-Images/pixabay

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