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Diesel und Benzin: Tanken in Dänemark „wesentlich günstiger“

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Von: Christian Einfeldt

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Bundesweit erreichen die hohen Spritpreise Rekord-Höhen. Tanktourismus für Diesel und Benzin wird immer beliebter. Lohnt sich das Tanken auch in Dänemark?

Kruså/Hamburg – Der Krieg gegen die Ukraine hinterlässt weiterhin Spuren – auch an deutschen Tankstellen. Spritpreise schnellen in die Höhe. Auch Hamburg hat in Sachen Tanken längst Rekord-Höhen für Benzin und Diesel erreicht. Empfehlungen des ADAC scheinen bei dem deutschlandweit hohen Benzinpreis zu verblassen, genauso wie günstige Anlaufstellen fürs Tanken in Hamburg. Vielen Menschen nehmen zurzeit lieber den Weg ins Nachbarland auf sich. Doch lohnt sich das Tanken in Dänemark überhaupt?

Land in Europa:Dänemark
Hauptstadt:Kopenhagen
Bevölkerung:5,831 Millionen (2020)
Währung:Dänische Krone

Tanken in Dänemark: Preise für Diesel und Benzin „wesentlich günstiger“, berichtet Flensburger

„Hier ist es wesentlich günstiger“, sagt Guido Matt der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Täuscht der Eindruck in Anbetracht der astronomisch hohen Spritpreise in Hamburg und Schleswig-Holstein oder lohnt sich nun tatsächlich der Weg Richtung Dänemark? Guido Matt hat den Weg jedenfalls auf sich genommen. Ein weiter Weg war es ohnehin nicht. Etwas mehr als zehn Kilometer ist der selbsterklärte „Tanktourist“ aus Flensburg gefahren, um den teuren deutschen Benzinpreisen unmittelbar hinter dem Grenzübergang Kupfermühle/Kruså die Stirn zu bieten.

Tanktourismus in Dänemark.
Tanktourismus nach Dänemark: Im Grenzübergang Kupfermühle/Kruså besteht ein hoher Andrang. © dpa/Frank Molter

Medienberichten zufolge, heißt es, der Flensburger würde 40 bis 50 Cent pro Liter sparen. Es würde einen „erheblichen Unterschied“ machen, ob er in Deutschland tankt, wo Menschen wegen hoher Spritpreise bereits Salatöl getankt haben – oder eben in Dänemark. Anders verhielt es sich nach dpa-Informationen noch zu Beginn der Woche. Rund 14 Dänische Kronen hätte man im Süden Dänemarks zahlen müssen – also etwa 1,88 Euro pro Liter Diesel.

Wenig später scheint die Fahrt Richtung Nachbarland jedoch attraktiver denn je. Seit Beginn des Kriegs gegen die Ukraine* sind die Preise für Diesel bundesweit um etwa 64 Cent gestiegen. Auch Kosten für Super E10 erreichen zuvor ungeahnte Höhen. Im Vergleich zu den Zeiten vor Kriegsbeginn, sind es nun knapp 45 Cent mehr, die es für den Liter zu zahlen gilt.

Tanktourismus im Nachbarland: Günstiges Tanken für Diesel und Benzin in Dänemark immer beliebter

Deutsche Autofahrerinnen und Autofahrer helfen sich aktuell mit jeglichen Tipps und Tricks, um so viel wie nur möglich, sparen zu können. Und tatsächlich gibt es einen Fehler beim Tanken, den man in Anbetracht der hohen Spritkosten vermeiden* sollte. Gleichermaßen kann es helfen, zu bestimmten Uhrzeiten zu tanken – ein Spritpreis-Trick*, den vielleicht noch nicht alle kennen.

Dänemark feiert: Auto mit Beflaggung.
Dänemark ist bei vielen Deutschen beliebt – nun auch fürs Tanken. © Francis Joseph Dean/Imago

Die hohen Spritpreise fördern also mitunter ein kreatives Denken. Doch hoch bleiben die Kosten fürs Tanken dennoch. Ob Belgien, Niederlande oder Luxemburg – die Benzinpreise stehen auf dem Prüfstand. Menschen, wohnhaft in Grenzregionen, beobachten den Markt im entsprechenden Nachbarland. Auch Dänemark leuchtet längst auf dem Radar der Norddeutschen auf. Ob sich das Tanken in den Niederlanden lohnt*, weiß wa.de.

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Erstmal angekommen in Dänemark, spiegelt sich der aktuelle Trend des Tanktourismus auch in Kruså wider. Autos mit deutschen Kennzeichen prägen die Tankstellen. Aus Hamburg braucht es rund 300 Kilometer bis zum Grenzgebiet. Die aktuellen Preise für Diesel und Benzin machen es nicht unwahrscheinlich, dass zu diesem Zeitpunkt Zapfsäulen auch von Hamburgern besetzt sind. *24hamburg.de, kreiszeitung.de, wa.de, 24auto.de und 24rhein.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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