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„Das Letzte!“: Reisende pöbeln über Koffer-Chaos am Flughafen Hamburg

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Von: Christian Einfeldt

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Am Flughafen Hamburg wird das Koffer-Chaos immer schlimmer. Reisende sind genervt und teilen nun aus. Es heißt, am Airport seien die Zustände „katastrophal“.

Hamburg – Am Flughafen Hamburg herrscht Chaos – nach wie vor. Die Mängelliste ist lang: Reisende verpassen durch zu lange Wartezeiten ihre Flüge. Andere sind vom Chaos betroffen, der Medienberichten zufolge Hunderte von Koffer anstauen lässt. Der Senat scheint das Problem des Hamburger Flughafens nur noch mit Unterstützung des Bundes lösen zu können. Diesbezüglich bat die Hamburger Politik nämlich schon um Hilfe. Es ist eine Maßnahme, die nicht zuletzt aufgrund der großen Kritik der Reisenden eingeleitet worden sein könnte. Die Zustände am Flughafen Hamburg seien „katastrophal“ – schlichtweg „das Letzte“, schreiben die betroffenen Fluggäste.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,841 Millionen (2019)
Bürgermeister:Peter Tschentscher

Flughafen Hamburg: Reisende berichten über „katastrophale“ Zustände

Nur unweit von Hamburg entfernt, bietet der Flughafen Lübeck günstige Parkgebühren und attraktive Reiseziele. Eine noch entspanntere Flug-Reise verspricht ein Airport rund 200 Kilometer von Hamburg entfernt. Flugzeuge vom Flughafen Rostock fliegen nach Griechenland oder Italien – ganz ohne Wartezeiten. Ein großer Unterschied, der auf einmal die kleineren Standorte attraktiv macht: Ein Koffer-Chaos wie aktuell in Hamburg ist weder in Mecklenburg-Vorpommern noch in Schleswig-Holstein zu erwarten.

Vor ein paar Wochen fingen die Probleme am Flughafen Hamburg mit verzögerten Sicherheitskontrollen an. Schnell wurde Reisenden klar, dass sie derzeit am Hamburger Flughafen starke Nerven und Geduld brauchen. Kommt nämlich noch Pech dazu, verlieren sie nicht nur in Warteschlangen wichtige Zeit, sondern unter Umständen auch das Gepäck. In einem solchen Fall, gibt es zwar auch am Flughafen Hamburg Möglichkeiten, seinen Koffer wiederzubekommen, doch sind die Vorgänge häufig zeitaufwendig und unter Umständen gar kostspielig.

Menschen warten vor einer Anzeigetafel am Hamburger Flughafen. Daneben Koffer.
Flughafen Hamburg: Koffer-Chaos wird immer schlimmer – Reisende beschweren sich. © Markus Scholz/Michael Rummler/dpa/Montage

Begründungen, dass die Probleme am Airport Corona bedingtem Personalmangel geschuldet sein könnten, stößt bei den genervten Reisenden auf wenig Verständnis. Kommentare, die den Hamburger Flughafen als „Provinzflughafen“ bezeichnen und die vorherrschenden Zustände als „katastrophal“, belegen das eindrucksvoll.

Hamburg Airport: „Schlecht und unzuverlässig, „ewige Wartezeiten“ und „überforderte Kontrollen“

Am Flughafen Hamburg gebe es trotz geringem Fluggastaufkommen „ewige Wartezeiten“, schreibt ein User im Juni 2022 über das Online-Portal „Holidaycheck“. Eine Google-Rezension eines anderen Users bezeichnet den Airport der Hansestadt unterdessen als „einfach nur schlecht und unzuverlässig“. Es gebe weder „genügend Personal für Security und Abfertigung“, noch würden die Abflugzeiten eingehalten werden. Man müsse vier bis fünf Stunden vor Abflug da sein, schreibt eine Userin, ansonsten hätte man keine Chance, den Flug zu bekommen. Ihr Fazit: „Check-in überfordert, Sicherheitskontrolle überfordert“ – und zu allem Überfluss gebe es außerdem keinerlei Servicekräfte. Kurzum: Die Zustände seien „katastrophal“.

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Bei manchen Reisenden ist die Aufregung so groß, dass sie noch in der Warteschlange ihre negative Kritik absenden. So etwa ein User, der aufgrund der langen Schlange in der Sicherheitskontrolle, seinen Check-in und damit auch seinen Flug verpasst hatte. Ohne Gründe zu nennen, bezeichnet ein englischsprachiger Google-Kommentar Hamburgs Flughafen als den schlimmsten, den er je gesehen hätte. Der wohl größte Faktor, der sein Statement unterfüttern könnte, kommt von einer anderen Person: Es „scheint wohl mit einer Menge Glück zu tun haben, hier sein Gepäck zu bekommen“.

Hamburger Flughafen: Kritik nimmt weiter zu – „sowas noch nie erlebt“

„Sowas habe ich in meinen Jahren noch nicht erlebt“, schreibt ein anderer User, der seinen Angaben zufolge kein Personal, doch stattdessen „hunderte Andere, die auf ihr Gepäck warten“, angetroffen hätte. Dass man mittlerweile „nicht einmal mehr kostenfrei direkt vor die Terminals fahren“ könne, mache den Hamburger Airport endgültig zu einem „Provinzflughafen“. Der Flughafen Hamburg sei aktuell „das Letzte“ – so ein weiteres Statement, das das Stimmungsbild passend einfängt.

Zum aktuellen Zeitpunkt ist nicht davon auszugehen, dass sich die Zustände am Hamburger Flughafen in absehbarer Zeit spürbar ändern werden. Erst vor Kurzem machte die Meldung die Runde, dass die Lufthansa im Juli 1000 Flüge streicht und auch der Flughafen Hamburg sei von den Streichungen betroffen. Es gebe zwar auch am Flughafen Hamburg Optionen bei Flugausfall dennoch ans Ziel oder Geld zu kommen, doch bei den anhaltenden Problemen stellt sich vielmehr die Frage, wer aktuell seinen Urlaub am Hamburg Flughafen beginnen möchte. Nicht zuletzt durch den Start der Sommerferien in Hamburg und Schleswig-Holstein in ein paar Wochen nimmt die Brisanz zum Thema Koffer-Chaos weiter zu.

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