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Schnelltest positiv, aber PCR-Test negativ: Was ist zu tun?

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Von: Christina Denk

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Fällt der Schnelltest positiv aus, der PCR-Test aber negativ, ist die Verwirrung erst einmal groß. Woran kann die Diskrepanz liegen und was sollte man unternehmen? Es gibt klare Empfehlungen.

München - Zwei Striche auf dem Schnelltest: Ein positives Testergebnis. Im Laufe der Pandemie ist der Gang zum Schnelltest-Zentrum oder der Selbsttest zu Hause für viele bereits zur Routine geworden - besonders seitdem 3G und 2G+-Regelungen existieren. Solange das Testkit einen Strich zeigt, ist alles gut. Sind es zwei, wird eine Coronavirus-Infektion vermutet. Doch was passiert, wenn der anschließende PCR-Test plötzlich negativ ist? Darüber berichtet Merkur.de.

Schnelltests können falsch ausfallen - PCR-Test-Bestätigung für alle positiven Ergebnisse möglich

Inzidenz von 1196,4 am 4. März: Die Infektionszahlen in Deutschland sind aktuell weiterhin hoch und das Risiko, sich mit dem Coronavirus anzustecken vor allem bei häufigem Kontakt zu anderen Menschen damit nicht unerheblich. Erscheint der zweite Strich auf dem Antigen-Test, lohnt sich eine Bestätigung per PCR-Test. Denn wie der Virologe Oliver Keppler mit Blick auf Daten der Ludwig-Maximilians-Universität München erklärt, wiesen acht von neun in Deutschland sehr häufig verwendeten Schnelltests eine Infektion mit der Omikron-Variante schlechter nach als eine mit Delta.

Ein PCR-Test werden zur Bestätigung einer Infektion verwendet. Doch was, wenn eine Diskrepanz zwischen Antigen- und PCR-Test besteht?
Ein PCR-Test werden zur Bestätigung einer Infektion verwendet. Doch was, wenn eine Diskrepanz zwischen Antigen- und PCR-Test besteht? © Britta Pedersen/dpa

Falsch positive Tests können ebenfalls auftreten - vor allem bei Selbstanwendung durch falsche Durchführung oder eine schlechte Qualität des Tests. Das Paul-Ehrlich-Institut hat mittlerweile eine Liste mit zuverlässigen Antigen-Tests veröffentlicht. Grundsätzlich gilt bei der aktuellen Testverordnung: Jeder mit einem positiven Schnelltest hat grundsätzlich Anspruch auf eine kostenlose Bestätigung per PCR-Test.

Falsch negativer PCR-Test? - Bundeszentrale erklärt Szenarien und Vorgehen

Antigen-Test positiv, PCR-Test negativ: Was ist zu tun, wenn dieser Fall eintritt? Nicht nur der Schnelltest kann fälschlich positiv oder negativ sein, auch bei PCR-Tests ist dies möglich. Die Website infektionsschutz.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nennt drei Szenarien, die in seltenen Fällen eintreten können.

Wie die Seite informiert, kann es daher „vorkommen, dass ein PCR-Test wiederholt wird, zum Beispiel, wenn die Krankheitszeichen sehr typisch für COVID-19 sind und zudem ein Kontakt mit einer infizierten Person stattgefunden hat“. Grundsätzlich wird empfohlen, bis das Ergebnis des PCR-Tests bekannt ist, die AHA+L-Formel konsequent umzusetzen und Kontakte zu reduzieren.

Schnelltest positiv, PCR-Test negativ: Was entscheidet über Quarantäne und Isolation?

„Wenn das Ergebnis des PCR-Tests auf das Coronavirus SARS-CoV-2 negativ ist, also keine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 festgestellt wurde: Fragen Sie Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt, ob weitere Maßnahmen notwendig sind“, heißt es weiter von der Bundeszentrale. Gleiches gilt für Personen, die typische Corona-Symptome wie „Husten, erhöhte Temperatur oder Fieber, Kurzatmigkeit, Verlust des Geruchs-/Geschmackssinns, Schnupfen, Halsschmerzen oder Kopf- und Gliederschmerzen“ bemerken.

Hat eine Person Symptome und ist sich des negativen PCR-Tests unsicher, kann natürlich jederzeit auch ein weiterer Antigen-Test weiterhelfen.

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Grundsätzlich gilt: „Der PCR-Test gilt als das zuverlässigste Verfahren, um den Verdacht auf eine akute Infektion mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 abzuklären“, so infektionsschutz.de. Dass ein PCR-Test zweimal hintereinander falsch negativ ausfällt, ist relativ unwahrscheinlich. Und: Der PCR-Test „ist für alle Altersgruppen der ausschlaggebende Test für die Entscheidung, ob eine Person sich aufgrund einer SARS-CoV-2-Infektion in Isolierung begeben muss“. Welche Quarantäne-Regelungen aktuell gelten, lesen Sie hier (chd) *Merkur.de und 24hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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