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Corona-Maßnahmen: Noch keine Marschroute für den Herbst

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Von: Steffen Maas

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Wegen hoher Zahlen und weiter drohender Verschlimmerung im Herbst, stehen strengere Corona-Maßnahmen im Raum. Die Stadt Hamburg hält sich bedeckt.

Hamburg – Der Gesundheitsminister ist dieser Tage ein gefragter Mann. Gefühlt an allen Ecken muss sich Karl Lauterbach zu Corona äußern: zur aktuellen Sommerwelle, zum Subtyp BA.5, zu einer vierten Impfung und zur Strategie der Bundesregierung für den Herbst. Ob härtere Maßnahmen in Hamburg wieder notwendig werden, wird wohl nicht mit dem heutigen Ende der Konferenz aller Gesundheitsminister der Länder entschieden, sondern erst nach dem Sondergipfel am 1. Juli.

Name:Coronavirus
Krankheitserreger:SARS-CoV-2
Vorkommen:weltweit
Variante:Omikron

Corona in Hamburg: Steigende Inzidenzwerte

In der Hansestadt sieht es derweil nicht allzu rosig aus. Nachdem der wöchentliche Bericht der Sozialbehörde am Dienstag, 21. Juni 2022, bereits besorgniserregende Zahlen geliefert hatte, legte das Robert-Koch-Institut am heutigen Donnerstagmorgen nochmal nach: 2768 Neuinfektionen wurden allein in den letzten 24 Stunden verzeichnet.

Großen Anteil an der für den Sommer ungewöhnlich angespannten Infektionslage hat wohl die Omikron-Untervariante BA.5, die als deutlich ansteckender, glücklicherweise aber nicht als gefährlicher gilt als bisherige Subtypen. Auch deshalb verlängerte am Mittwoch die Stadt Hamburg ihre sogenannte Corona-Eindämmungsverordnung – zunächst bis zum 22. Juli. Die regelt unter anderem, dass in Bus und Bahn nach wie vor Maskenpflicht besteht.

Hamburg: Der „Fahrplan“ für den Corona-Herbst ist noch nicht beschlossen
Hamburg: Der „Fahrplan“ für den Corona-Herbst ist noch nicht beschlossen. © Christoph Soeder/Christian Charisius/dpa/Montage

Corona Herbst 2022: Maskenpflicht von Oktober bis Ostern?

Das wird sicherlich so bleiben, während die Antwort auf die Frage offen ist: Welche Maßnahmen kommen für den Herbst, wenn das Coronavirus noch günstigere Bedingungen hat sich auszubreiten? Das ist einer der Punkte auf Lauterbachs Prioritätenliste: eine bundesweite Corona-Strategie für den Herbst und Winter. Spekuliert wird in diesem Zusammenhang etwa über eine Maskenpflicht von Oktober bis Ostern. Den Forderungen einiger Bundesländer nach einem entschiedenen Kurs der Bundesregierung schloss sich Hamburg zunächst nicht an.

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Auch die Anfrage der Hamburger Morgenpost bezüglich der Hamburger Position in der Debatte um ein verändertes Infektionsschutzgesetz blieb unbeantwortet. Aus der Sozialbehörde hieß es nur, Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD), die in Magdeburg an der Konferenz teilnahm, werde sich im Anschluss äußern.

Bürgertests weiter gratis?: Entscheidung über Kosten vertagt

In naher Zukunft rechnet die Hamburger Verwaltung dann wohl auch mit einer Entscheidung im aktuellen Streitthema Nummer 2: der Frage nach dem Ende der kostenlosen Bürgertests. Hier plant das Bundesgesundheitsministerium um Lauterbach wohl zumindest eine erhebliche Einschränkung zum Zugang kostenloser Tests. „Zur Frage der Finanzierung der Corona-Tests rechnen wir mit einer Klärung durch eine Verordnung des Bundesgesundheitsministers, voraussichtlich im Laufe der Woche“, sagte Sozialbehörden-Sprecher Martin Helfrich der Mopo.

Ersten Statements nach der Gesundheitsministerkonferenz zufolge werden Entscheidungen wohl noch etwas länger auf sich warten lassen: Anscheinend ist geplant, sich erst nach dem nächsten Sondergipfel der Gesundheits-Verantwortlichen am 1. Juli konkret auf Maßnahmen festzulegen. Viel zu tun also für Karl Lauterbach und seine Kollegen und Kolleginnen auf Länderebene.

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