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Corona in Hamburg: Diese Personen können jetzt die zweite Booster-Impfung bekommen

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Menschen ab 60 können sich in Hamburg zum vierten Mal impfen lassen. Voraussetzung ist, dass sie kein Corona hatten.

Hamburg – Die Corona-Pandemie scheint in den Köpfen vieler Menschen langsam, aber sicher vorbei zu sein. Überall gibt es Lockerungen, negative Antigen-Tests werden nur noch an ganz wenigen Stellen verlangt und auch die Maskenpflicht besteht nur noch in speziellen Bereichen des öffentlichen Lebens, wie zum Beispiel der Bahn.

Stadt in DeutschlandHamburg
BürgermeisterPeter Tschentscher
Einwohner1.904.444 (Sozialamt, Stand 2021)
Fläche755,2 km²
Gegründet500 n. Chr.

Trotzdem liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg aktuell noch immer bei 751,9, wie das Sozialamt am Dienstag, 12. Juli, angab. Besonders die Omikron-Variante, die zwar nicht zu solch extremen Verläufen führt wie zum Beispiel die Delta-Mutation, dafür aber hochansteckend ist, macht vielen Menschen Sorgen. Aus diesem Grund können sich nun bestimmte Personen zum zweiten Mal boostern lassen. Wer gehört dazu?

Empfehlung der Stiko: Vierte Impfung ab 70 – in Hamburg darf man auch früher

Besonders für Alte und Kranke war und ist die Corona-Pandemie noch immer eine große Gefahr. Auch die mildere Virusvariante Omikron kann bei bereits zuvor angeschlagenen Personen gesundheitlich große Probleme verursachen und noch immer zu schweren Verläufen oder zu langanhaltenden Folgen, auch bekannt als Long Covid, führen.

Impfdosen und ein Schild mit 4. Impfung neben einer Hand mit Spritze, die jemanden impft
Menschen über 60 können in Hamburg die vierte Impfung bekommen. Allerdings nur unter Bedingungen. (24hamburg.de-Montage) © IMAGO Images/Bihlmayerfotografie & IMAGO Images/Lobeca

Aus diesem Grund soll besonders diese Personengruppe geschützt werden. Der Hamburger Senat hält sich dabei weitestgehend an die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO), die eine zweite Booster-Impfung, also eine vierte Impfung, für Menschen ab 70 Jahren empfiehlt.

Wer allerdings ein Risikopatient ist oder selbst ausdrücklich bereits vor dem 70. Lebensjahr eine vierte Impfung wünscht, kann sich bereits ab 60 zum zweiten Mal boostern lassen.

Ausnahmen von der zweiten Booster-Impfung: Wann braucht man die vierte Impfung nicht

Wer möchte, kann also beim Hausarzt eine vierte Impfung verlangen. Allerdings gilt das nur für die 60+-Jährigen, die im Lauf der Pandemie nicht selbst Covid gehabt haben. Eine überstandene Infektion lässt ebenso wie eine Impfung im Körper die Abwehrstoffe gegen das Virus zurück und funktioniert somit als natürlicher Booster.

Trotzdem sind bereits etwa ein Viertel aller Ü60-Hamburger der Möglichkeit gefolgt und haben sich eine weitere Corona-Impfung beim Hausarzt oder in einem der zuständigen Impfzentren geben lassen. Laut dem Robert-Koch-Institut sind es Stand Mittwoch, 13. Juli, bereits 28,1 Prozent.

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Damit gehören Hamburgs Senioren im deutschlandweiten Vergleich mit zu den impffreudigsten Menschen über 60. Die Hansestadt liegt in dieser Statistik auf Platz fünf. Die meisten Ü60-Personen, die sich bereits zum zweiten Mal boostern ließen, leben in Schleswig-Holstein (41,6 Prozent), gefolgt von Bremen (34,7 Prozent). Auch Nordrhein-Westfalen (29,9 Prozent) und Niedersachsen (29,4 Prozent) liegen an Sachen Impfquote über 60 noch knapp vor Hamburg.

Experten empfehlen zweite Booster-Impfung für Alte und Kranke

Mediziner sehen den Trend zur vierten Impfung positiv und raten Menschen ab 60, sowie Risikopatienten sogar dazu. Melanie Hümmelgen, Chefärztin des kardiologischen Rehabilitationszentrums am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) begrüßt die Entwicklung.

Gegenüber dem NDR erklärte sie: „Viele kardiologische Patientinnen und Patienten fragen auch danach. Es ist super, dass wir jetzt eine so klare Regelung bekommen haben.“

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