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Corona-Faktencheck: Bei diesem Impfstoff gibt es die meisten Durchbrüche

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Von: Susanne Kröber

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Wie oft kommt es bei vollständig geimpften Personen zu Impfdurchbrüchen und bei welchem Vakzin ist die Wahrscheinlichkeit für einen Impfdurchbruch am höchsten?

Berlin – Eines vorweg: Impfdurchbrüche sind selten. Je höher die Impfquote, umso höher ist auch statistisch gesehen die Zahl der Impfdurchbrüche. Aber in welchen Fällen spricht man überhaupt von einem Impfdurchbruch? Laut Robert Koch-Institut (RKI) ist ein Impfdurchbruch „definiert als SARS-CoV-2-Infektion mit klinischer Symptomatik, die bei einer vollständig geimpften Person mittels PCR oder Erregerisolierung diagnostiziert wurde.“

Behörde:Robert Koch-Institut
Hauptsitz:Berlin
Gründung:1. Juli 1891
Aufsichtsbehörde:Bundesministerium für Gesundheit
Behördenleitung:Präsident: Lothar H. Wieler; Vizepräsident: Lars Schaade

Als vollständig gegen das Coronavirus geimpft gilt eine Person, bei der nach einer abgeschlossenen Impfserie mit den Impfstoffen von Biontech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca oder Johnson & Johnson mindestens zwei Wochen vergangen sind. In Deutschland sind aktuell (Stand: 9. November, Our World in Data) knapp 67 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft.

In Hamburg sind derzeit (Stand 10. November 2021) bereits 1.385.636 Hamburgerinnen und Hamburger vollständig gegen das Corona-Virus geimpft.

Corona trotz Impfschutz: Bei welchem Vakzin gibt es die meisten Impfdurchbrüche?

Im Dezember 2020 startete die Covid-19-Impfkampagne in Deutschland. In einem Lagebericht vom 4. November nimmt das RKI nun Stellung zu dem seit dem 1. Februar 2021 durchgeführten Monitoring der bundesweiten Impfdurchbrüche. Seit dem kam es laut Robert Koch-Institut zu insgesamt 145.185 Impfdurchbrüchen. Zum Vergleich: Insgesamt wurden in Deutschland seit Beginn der Pandemie 4.857.463 Fälle einer Covid-19-Erkrankung registriert (Stand 9. November).

Ein Impfarzt bei einer Corona-Impfung.
Das RKI gibt Einblick in die Anzahl an Impfdurchbrüchen. (Symbolbild). © Bernd Weißbrod/dpa

Zu den meisten Impfdurchbrüchen kam es mit großem Abstand beim Impfstoff von Biontech/Pfizer – 96.970 Fälle identifizierte das RKI seit Anfang Februar. Es folgen das Vakzin von Johnson & Johnson mit 18.585 Impfdurchbrüchen, AstraZeneca mit 11.494 und Moderna mit 7096. Auf die sogenannten Kreuzimpfungen von AstraZeneca und Biontech entfallen 6996 Fälle, 1241 Impfdurchbrüche wurden nach einer Kreuzimpfung mit AstraZeneca und Moderna erfasst. Diese Zahlen sind auch darauf zurückzuführen, dass der Impfstoff von Biontech, der am meisten verwendete in Deutschland ist.

In der Hansestadt Hamburg gibt es derzeit vergleichsweise wenig Impfdurchbrüche – die Quote liegt aktuell bei gerade einmal 0,26 Prozent (Stand 25. Oktober 2021). Auch die Inzidenz unter Geimpften ist deutlich niedriger als bei Ungeimpften. Am 9. November 2021 sprach die Gesundheitsbehörde bei Geimpften von einer Inzidenz von unter 20, bei Ungeimpften liegt sie bei etwa 450.

Corona-Impfung: Wie gut sind Geimpfte vor einem schweren Covid-19-Verlauf geschützt?

Das RKI gibt im Lagebericht von 4. November auch Auskunft über die Impfeffektivität. Für den Monat Oktober gilt, dass geimpfte Personen im Alter von 18-59 Jahren im Oktober zu circa 89 Prozent vor einem Krankenhausaufenthalt geschützt waren, ab 60 Jahren liegt der Wert bei circa 85 Prozent. Vor einem Aufenthalt auf der Intensivstation schützte eine Impfung im Oktober circa 94 Prozent der geimpften 18-59-Jährigen, bei den über 60-Jährigen waren es circa 90 Prozent.

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„Dass im Laufe der Zeit mehr Impfdurchbrüche verzeichnet werden, ist erwartbar, da generell immer mehr Menschen geimpft sind und sich SARS-CoV-2 derzeit wieder vermehrt ausbreitet“, erläutert das RKI in seinem Bericht. „Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, als vollständig geimpfte Person mit dem Virus in Kontakt zu kommen. Zusammengefasst bestätigen die Anzahl der wahrscheinlichen Impfdurchbrüche sowie die nach der Screening-Methode geschätzte Wirksamkeit der eingesetzten Impfstoffe die hohe Wirksamkeit aus den klinischen Studien.“ * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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