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Corona-Bonus: DHL, Aldi, IKEA – wer zahlt den Mitarbeitern am meisten?

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Von: Jakob Koch

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Zwei Ikea-Mitarbeiterinnen vor Geldscheinen in einer Ikea-Filiale
Corona-Bonus: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Ikea bekommen gut 1000 Euro ausbezahlt. (24hamburg.de-Montage) © Axel Heimken/Yuri Kochetkov/dpa

Haben Sie bereits eine Corona-Sonderzahlung von Ihrem Chef erhalten? Mal sind es einige hundert Euro, manchmal vierstellige Summen – steuerfrei. Ein großes Unternehmen setzt sogar noch einen drauf.

Hamburg – Zehntausende Beschäftigte in Deutschland erhalten Prämien, die unmittelbar eine Folge der Corona-Pandemie sind. Dabei zeigen sich einige Unternehmen besonders spendabel. Aber nicht die Privatwirtschaft liegt deutschlandweit vorn: Am besten schnitten in diesem Punkt zuletzt die 1,1 Million Beschäftigten der Länder im Tarifpoker ab. Sie bekommen bis spätestens März 2022 insgesamt 1300 Euro als Corona-Prämie.

Wie spendabel war Ihr Unternehmen? Wichtig zu wissen: Damit die Corona-Sonderzahlung auch in Hamburg steuerfrei bleibt, darf sie nicht den Betrag von 1500 Euro übersteigen. Dabei kann das Geld als Einmalzahlung oder als monatlicher Bonus gezahlt werden. Umfragen von Bild und der dpa geben nun detaillierte Einblicke in die Zahlungsbereitschaft deutscher Arbeitgeber.

Übrigens: Wer bis Ende März keine Corona-Prämie bekommt, kann sich vorerst keine Hoffnung mehr auf die steuer- und abgabenfreie Sonderzahlung machen. Denn der Bund hatte diese nur vorübergehend ermöglicht. 

Welche Arbeitgeber zahlen einen Corona-Bonus?    

Aldi: Beim Discounter Aldi Nord erhielten die Mitarbeiter im März 2020 eine freiwillige Sonderleistung in Form eines Warengutscheins in Höhe von 250 Euro.

Deutsche Bahn: 1000 bis 1100 Euro wurden im Herbst rund 170.000 Beschäftigten zugesagt.

Deutsche Post: Die Folgen der Corona-Krise führten bei der Deutschen Post zu deutlichem Mehrgeschäft – auch wegen zwischenzeitlich geschlossener Läden bestellten die Menschen deutlich mehr Elektronik oder Kleidung im Internet und bekamen mehr Pakete aus früher. Die Beschäftigten erhielten 2020 und 2021 je einen Corona-Sonderbonus von 300 Euro.

Stadt:Hamburg
Neuinfektionen: (19. Januar)6414
Bestätigte Fälle: (19. Januar)193.423
Vollständig geimpft: (19. Januar)1.543.507

dm: Auch die Mitarbeiter der Drogeriemarktkette dm erhielten neben einer Jahresabschlusszahlung Corona-Sonderzahlungen. Im Jahr 2020 waren es in Summe jeweils 400 Euro in Form eines Warengutscheins und einer Sonderzahlung.

EnBW: Beim Karlsruher Energieversorger wurde für Mitarbeiter 2021 neben einer Corona-Prämie eine „Urlaubsspende“ eingeführt. Die Idee: Mitarbeiter können Resturlaub an Kollegen spenden, die dringend auf Urlaubstage zur Betreuung ihrer Kinder oder Angehörigen angewiesen sind.

Ikea-Mitarbeiter bekommen mehr als 1000 Euro extra

Eon: Bei den insgesamt rund 38.000 Beschäftigten liegen die Prämien vielfach bei einigen hundert Euro.

Ikea: Im Schnitt kommen Mitarbeiter auf einen Corona-Bonus in Höhe von 1013 Euro. Auszahlung erfolgt im Januar.

Eine Ikea-Filiale von außen.
Ikea ist spendabel: Für jede Vollzeitstelle zahlte die Möbelkette gut 1000 Euro Corona-Bonus aus. © Federico Gambarini/dpa

Lidl und Kaufland: Die Schwarz-Gruppe mit den Ketten Lidl und Kaufland hat mehrfach Prämien an über 170.000 Mitarbeiter in Deutschland ausgezahlt. Insgesamt belief sich diese Summe für die Jahre 2020 und 2021 laut Unternehmen auf 95 Millionen Euro.

Opel: Nach Unternehmensangaben gab es 2020 und 2021 eine freiwillige Erfolgsprämie für Opelianer.

Rewe-Gruppe: Nach eigenen Angaben zahlte die Rewe-Gruppe in Deutschland Corona-Prämien insgesamt in dreistelliger Millionenhöhe aus.

RWE: Der Energiekonzern RWE hat 2021 Beschäftigten nach Angaben eines Sprechers einmalig 1000 Euro gezahlt.

Besonderer Corona-Bonus: Softwarekonzern SAP schenkt Mitarbeitern Extra-Urlaubstag

SAP: Sonderzahlungen sind in manchem Unternehmen nicht der einzige Weg, Beschäftigten einen Ausgleich zu gewähren: Der Softwarehersteller SAP veranstaltete im April 2021 einen „Mental Health Day“ - ein zusätzlicher und bezahlter Urlaubstag für die mehr als 100.000 Beschäftigten weltweit. Zudem gab es ein aktienbasiertes Beteiligungsprogramm, für das SAP 2021 zusätzlich 50 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat.

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Siemens: Im vergangenen Jahr schüttete das Unternehmen insgesamt 200 Millionen Euro an seine Mitarbeiter aus.

Thyssenkrupp: In dem Industriekonzern gab es keine einheitliche Regelung. So seien für Mitarbeitende in den Metall- und Stahltarifen Einmalzahlungen von 500 Euro geleistet worden. Ob darüber hinausgehende Corona-Prämien gezahlt wurden oder werden, entschieden die einzelnen Thyssenkrupp-Unternehmen.

Volkswagen: Die Prämien für 120.000 Beschäftigte bei VW sind knapp vierstellig ausgefallen.

Pflege-Berufe: SPD, Grüne und FDP wollen für sie einen steuerfreien Corona-Bonus von bis zu 3000 Euro ermöglichen. 2020 hatten Beschäftigte in der Altenpflege einen staatlich finanzierten Bonus von bis zu 1500 Euro erhalten, viele Mitarbeiter in der Krankenpflege bis zu 1000 Euro aus Mitteln der Krankenversicherungen. (jkk mit dpa)

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