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Commerzbank schmeißt massenweise Hamburger Kunden aus

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Von: Kevin Goonewardena

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Die Commerzbank Hamburg hat tausende Konten gekündigt. „Kontenbereinigung“ nennt der Konzern das. Auch zahlreiche Filialen in Hamburg geschlossen.

Hamburg – Die Commerzbank Hamburg kann zwar laut Konzernangaben auf ein „erfolgreiches Geschäftsjahr“ 2021 zurückblicken, zitiert das Hamburger Abendblatt aus dem Jahresbericht des Konzerns, in dem auch von „starkem Wachstum“ die Rede ist. Doch das hindert das Kreditinstitut nicht, Tausenden Hamburger und Hamburgerinnen die Konten zu kündigen. Und das ist noch nicht alles.

Name:Commerzbank
Gründung und Sitz:26. Februar 1870 in Hamburg, heute in Frankfurt am Main
Beschäftigte:46.218 (weltweit, 2021)
Bilanzsumme:473 Milliarden Euro

Commerzbank Hamburg kündigt rund 25.000 Kunden

Rund 25.000 Kunden weniger führt der Jahresbericht für die Commerzbank in der Metropolregion Hamburg im Vergleich zum Vorjahr an. Insgesamt hat das Kreditinstitut aktuell etwa 400.000 Kunden in der Hansestadt und Umgebung. Der Leiter des Privatkundenbereichs der Commerzbank in der Metropolregion Hamburg, Andre Nogat, spricht von „Kontenbereinigung.“ Das bedeutet, führt Nogat aus, dass man Konten derer Kunden gekündigt habe, mit denen die Geschäftsbeziehung „keinen Mehrwert für den Kunden und keinen für die Bank“ mehr bedeuten würde. Statt quantitativ durch die bloße Anzahl an Kunden und Kundinnen zu wachsen, achte man auf qualitatives Wachstum, so der Commerzbank-Regionalleiter.

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Commerzbank Hamburg: 11 von 27 Filialen 2021 dauerhaft geschlossen

In den letzten sechs Monaten seit Oktober 2021 schloss die Commerzbank zudem 11 ihrer 27 Filialen in der Hansestadt. Grund für die bereits im Vorfeld angekündigten Standortschließungen ist der Umstand, dass immer mehr Kunden und Kundinnen ihre Bankgeschäfte online erledigen und keine Filiale mehr aufsuchen. In Hamburg schloss das Kreditinstitut deswegen unter anderem Filialen in Hamburg-Fuhlsbüttel, Barmbek, Langenhorn, Lokstedt oder der HafenCity. Nicht nur Commerzbank-Kunden in Hamburg sind von den Filialschließungen betroffen, denn der Trend zum Onlinebanking ein deutschlandweiter. Wie unter anderem das Onlinemedium Finanz-Szene berichtet, wird die Commerzbank bis Jahresende 2022 insgesamt deutschlandweit 340 Filialen geschlossen haben. Eine Übersicht der betroffenen Filialen, zu denen auch weitere Zweigstellen in Niedersachsen gehören, findet sich auf der Website des Kreditinstituts.

Die mittlerweile geschlossene Filiale der Commerzbank in der Fuhlsbüttler Straße 147
Eine von elf mittlerweile geschlossenen Filialen der Commerzbank in Hamburg: Die ehemalige Filiale des Kreditinstituts in der Fuhlsbüttler Straße. Von ehemals 27 Commerzbankfilialen bestehen nur in der Hansestadt nur noch 16. © Hanno Bode/Imago Images

Commerzbank Hamburg: Weniger Mitarbeiter in den Filialen – Neue Jobs in Quickborn

Durch die Filialschließungen hat sich die Anzahl der Beschäftigten der Commerzbank in Hamburg um 100 auf 2100 verringert. Das berichtet das Hamburger Abendblatt. In der Metropolregion Hamburg sind im Gegenzug 40 Jobs im Telefonbankingcenter der Commerzbank-Tochter Comdirect entstanden. Am Sitz der Comdirect Bank in Quickborn existiert seit Herbst 2021 eines von drei bundesweiten Centern für telefonische Kundenberatung. 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten im Quickborner Beratungscenter der Bank.

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