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Böses Erwachen für E-Autofahrer: Hamburg erhöht Preise an Ladestationen

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Von: Bona Hyun

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Hamburg erhöht ab August die Preise an den städtischen Ladesäulen: Das Laden von E-Autos wird um satte 37 Prozent teurer– wegen steigender Stromkosten.

Update vom 31. Juli 2022, 09:11 Uhr: Die Wirtschaftsbehörde habe laut Angabe der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ihre Angaben korrigiert – demnach wird der Strom in Hamburg an Schnellladesäulen anstatt der bisher angekündigten 55 Cent auf 50 Cent je Kilowattstunde erhöht.

Erstmeldung vom 26. Mai 2022: Hamburg – E-Autofahrern in Hamburg blüht schon bald die nächste Preissteigerung an Ladestationen. Hamburg Energie hat gerade erst das Laden in Hamburg am 1. Mai um 70 Prozent teurer gemacht. In wenigen Monaten erfolgt nun schon der nächste Aufschlag für Verbraucher beim ad-hoc-Laden an städtischen Ladestationen. Fürs Laden haben Verbraucher bislang 32 Cent pro Kilowattstunden an Normalladesäulen bezahlt – das ändert sich ab dem 1. August. Grund für den Preisanstieg an öffentlichen Ladesäulen sind unter anderem die stark gestiegenen Strompreise 2022 in Hamburg.

Norddeutsche Hafenstadt:Hamburg
Fläche:755,2 Quadratkilometer
Höhe:3 Meter
Bevölkerung:1,841 Millionen (2019)

Hamburg: Preise an städtischen Ladestationen steigen um 37 Prozent

E-Autos werden durch erhöhte Strompreise und Ladechaos immer mehr zur Kostenfalle, das bestätigt sich nun in Hamburg erneut. Wer sein E-Auto spontan in Hamburg laden will, für den wird es bald teurer. Besonders ärgerlich dabei: E-Autos bleiben haufenweise liegen, weil zig Ladesäulen in Hamburg kaputt sind. Hoffentlich erfolgt neben der Preiserhöhung auch bald ein besseres Wartungssystem. Die Preiserhöhungen an städtischen Ladesäulen in Hamburg im Überblick:

E-Auto in Hamburg laden ab 1. August deutlich teurer: Ad-hoc-Laden kostet dann 44 Cent pro kWh

Bei Schnellladesäulen zahlen E-Autofahrer ab August 55 Cent pro kWh. Die bereits bestehende Abrechnungspauschale von 2,06 Euro pro Ladevorgang soll weiterhin bestehen bleiben. Obwohl Kosten für das Aufladen der E-Autos weiterhin ansteigen, besteht nach wie vor Mangel an einwandfreien Ladestationen.

Ein E-Auto lädt an einer Ladestation in Hamburg
Ab August wird in Hamburg das sofortige Laden an öffentlichen Ladesäulen teurer. Dann zahlen Verbraucher pro Kilowattstunde 44 Cent. (Symbolbild) © IMAGO /Joko

E-Auto in Hamburg Laden: Preise ab August 2022 um 37 Prozent erhöht

Das Hamburger Lademodell zeichnet dabei aus, dass alle Elektromobilitätsanbieter unter denselben Bedingungen Zugang zu den Hamburger Ladestationen haben. Dort können sie ihren Ladestrom zum eigenen Preis anbieten. Der Verbraucher kann aus aktuell 50 Ladestromanbietern wählen, dadurch entsteht Wettbewerb an den Ladesäulen. Vergangenes Jahr hatten die Verbraucher in über 90 Prozent der Ladevorgänge den Prozess mit einer Ladekarte abgewickelt.

In 7,5 Prozent der Vorgänge luden Endkunden ihre Wagen an öffentlichen Säulen ohne Vertrag oder Registrierung auf und bezahlten die Kosten direkt per SMS oder App. Beim Direktzahlen per App oder SMS fallen zusätzliche Kosten für Abrechnungsdienstleister an. Deshalb wird die Abrechnungspauschale beim sofortigen Laden zusätzlich erhoben.  

Viele Ladestromanbieter haben ihre Tarife bereits angepasst und teilweise deutlich erhöht. In dieser aktuellen Situation müssen auch die Preise des ad-hoc Ladens angehoben werden.

Staatsrat Andreas Rieckhof zu Erhöhung der Strompreise an städtischen Ladestationen für E-Autos in Hamburg

Preise an Ladestationen: Hamburg zieht mit anderen Stromanbietern mit – die haben Preise bereits erhöht

Viele Ladestromanbieter hätten ihre Tarife bereits angepasst und deutlich erhöht. Laut Andreas Rieckhof vom Staatsrat müssten in dieser Situation auch die Preise des ad-hoc-Ladens angehoben werden. Das sofortige Aufladen an öffentlichen Ladestationen soll auch ohne dauerhaft abgeschlossenen Vertrag für die Verbraucher möglich sein. Der Strompreis bleibe im Marktvergleich wettbewerbsfähig.

Nicht nur das Aufladen vom E-Auto in Hamburg wird teurer – auch Preise fürs Parken steigen

Nicht nur für E-Autofahrer, sondern auch für Verbrenner werden in Hamburg höhere Kosten anfallen – und zwar fürs Parken. Die Gebühren beim Anwohnerparken sollten sogar doppelt so hoch ausfallen, als die Grünen für 2021 bereits vorgesehen hatte. Denn in Hamburg gibt es bekanntlich einfach zu wenige Parkplätze – auch Anwohner müssen deshalb fürs Parken in Hamburg viel mehr zahlen. Trotzdem sind die Parkgebühren einigen zu gering, die Umwelthilfe fordert 360 Euro für Anwohnerparken in Hamburg. (mit dpa Material)

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