1. 24hamburg
  2. Verbraucher

Blitzer-Warn-App: Illegale App mit diesem Trick legal nutzen

Erstellt:

Von: Kevin Goonewardena

Kommentare

Blitzer-Warn-Apps sind in Deutschland verboten. Mit diesem Trick können Android-Nutzer die Apps trotzdem nutzen – ganz legal.

Hamburg – Wer hat sich noch nicht über das Knöllchen wegen leichtem Zu-Schnell-Fahren geärgert, werfe den ersten Stein. Alleine in Hamburg haben sich die Einnahmen durch Blitzer seit 2019 verdreifacht. Als Autofahrer könnte man nun generell natürlich umsichtiger und langsamer fahren. Denn neuartige Blitzer erfassen sogar alles und jeden! Besser, dürften sich nicht wenige Verkehrsteilnehmer denken, wäre es aber wohl, zu wissen, wo die Blitzeranlagen stehen – um dann nur kurz vom Gas gehen zu müssen. Entsprechende Apps gibt es für Smartphones. Die sind zwar verboten, doch mit einem Trick lassen sich die von Google gesperrten Apps trotzdem Google Maps zufügen. So geht es – doch Vorsicht, wer erwischt wird, riskiert hohe Bußgelder!

Name:TomTom
Gründungsjahr und -ort:1991, Amsterdam
CEO:Harold Goddijn
Anzahl Mitarbeitende:rund 5500
Umsatz:etwa 900 Millionen Euro

Blitzer-Warn-App: Verboten – Hälfte der Deutschen nutzt sie trotzdem

Der Hälfte der Deutschen scheint dies jedoch nicht abzuschrecken, wie das Magazin Focus berichtet. Laut einer Bitkom-Umfrage, auf die sich der Focus bezieht, verwendet nämlich die Hälfte aller Bundesbürger eine sogenannte Blitzer-Warn-App. Und das, heißt es in dem Text weiter, obwohl die Rechtsprechung diesbezüglich anders als noch in den vergangenen Jahren in Deutschland eindeutiger ist: Wer erwischt wird, dem drohen 75,00 Euro Bußgeld und ein Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg. Generell illegal sind die Blitzer-Warn-Apps allerdings nicht – in rund 40 Ländern weltweit warnt Google Verkehrsteilnehmer vor dem Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit.

Oberfläche einer Blitzer App, die auf dem Handy eines Autofahrers geöffnet ist
Blitzer-Warn-App wie diese hier zeigen die erlaubte Geschwindigkeit und Radarfallen an und sind in Deutschland verboten. Mit einem Trick lassen sich die Funktionen aber auch hierzulande ganz legal nutzen. © Carsten Rehder / dpa

Blitzer-Warn-App: Google sperrt Maps-Funktion in Deutschland

Zu denen von Focus gelisteten Ländern gehören etwa die USA, Polen, Simbabwe, Schweden, Tschechien, Rumänien, Japan, Italien, Australien, Namibia oder die Niederlande. Darunter sind also durchaus auch Länder, in denen sich deutsche Autofahrer und Autofahrerinnen im eigenen oder Leihwagen fortbewegen. Doch hierzulande ist die Nutzung der Blitzer-Warn-Funktion gar nicht so einfach – Google hat aufgrund des Verbots die Funktion in Maps in Deutschland gesperrt.

24hamburg.de Newsletter

Im Newsletter von 24hamburg.de stellt unsere Redaktion Inhalte aus Hamburg, Norddeutschland und über den HSV zusammen. Täglich um 8:30 Uhr landen sechs aktuelle Artikel in Ihrem Mail-Postfach – die Anmeldung ist kostenlos, eine Abmeldung per Klick am Ende jeder verschickten Newsletter-Ausgabe unkompliziert möglich.

Blitzer-Warn-App: So sichern Sie sich juristisch gegen Bußgeld ab

Wie sich die Blitzer-Warn-App quasi selbst basteln lässt, zeigt Focus in dem Artikel zum Thema Schritt für Schritt – und gibt einen entscheidenden juristischen Tipp. Denn laut der Straßenverkehrsordnung bezieht sich das Verbot der Nutzung und damit auch die Strafe auf den Fahrer. Der Focus empfiehlt also eine Installation auf dem Handy des Beifahrers oder der Beifahrerserin. So kann die Blitzer-Funktion zumindest dann, wenn man nicht alleine im Auto unterwegs sein sollte, gefahrlos genutzt werden.

Blitzer-Warn-App: So funktioniert der Trick

Der Trick bezieht sich auf Nutzer und Nutzerinnen von Smartphones mit dem Android-Betriebssystem. Für Apple- oder Windows-Phone Besitzer ist die Funktion aktuell leider nicht nutzbar. Neben dem Android-Telefon und der App Google Maps selbst ist die kostenlose Applikation AmiGO des Navi-Herstellers TomTom nötig. Während mit Google Maps navigiert wird, zeigt die Blitzer-App von TomTom Geschwindigkeitsbeschränkungen und Blitzer an. Kombiniert werden die Apps in gewisser Weise durch das Android-Feature, das es möglich macht, mehrere App-Displays übereinander („Overlay“) anzuzeigen. Die beiden Apps laufen also parallel, die Blitzer-Standorte werden mittels eines frei platzierbaren Info-Box-Fensters von TomTom über der Google Maps Karte / Routen-Ansicht ausgespielt. Die Fahrerin oder der Fahrer können dadurch beide Informationen auf einem Display sehen, ohne hin und her switchen zu müssen.

Blitzer-Warn-App: Alle der Datenbank bekannten Blitzer werden angezeigt

Angezeigt werden alle der Datenbank von TomTom bekannten stationären und mobilen Blitzer, die immer wieder Opfer von Vandalismus auch in Hamburg sind. Vielleicht auch deswegen, weil die Hansestadt mehr als jede andere Großstadt in Deutschland durch Blitzer abkassiert. Da es auch in Deutschland zahlreiche Nutzer der TomTom-Produkte gibt, sind theoretisch auch die Radarfallen hierzulande von der App auffindbar. 

Auch interessant

Kommentare