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Black Friday 2022: Vorsicht vor Fake-Angeboten - Worauf man achten sollte

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Von: Johannes Skiba

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Am Black Friday wird in Deutschland kräftig geshoppt. Doch nicht alle Angebote sind so attraktiv, wie sie auf den ersten Blick scheinen.

Kassel – Traditionell verfestigen sich viele Trends aus den USA auch in Europa und Deutschland. So ist es auch beim Black Friday. Der als Startschuss für den Weihnachtseinkauf geltende Tag findet in diesem Jahr am 25. November statt. Zu den vielen Angeboten, Rabatten und Aktionen der Einzelhändler und Verkaufsstellen gibt es vor allem beim Online-Shopping einiges zu beachten, berichtet hna.de.

An Sonderverkaufstagen wie dem Black Friday ist die Anzahl an Fake-Angeboten deutlich höher als normalerweise. Davon ist besonders Amazon betroffen. Einige Fake-Waren sind kaum von echten Angeboten zu unterscheiden, wie die Verbraucherzentrale NRW berichtet. Auffällig ist hingegen, dass ausschließlich mit Vorkasse gezahlt werden kann, sodass trotz der Geldüberweisung keine Ware geliefert wird. Diese Bezahlart sollte daher besser vermieden werden, stattdessen sollte ein Kauf per Rechnung oder Lastschrift ausgewählt werden.

Vorsicht vor Fake-Angeboten am Black Friday.
Vorsicht vor Fake-Angeboten am Black Friday. © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Black Friday 2022: Beim Kauf nicht durch Marketing-Werkzeuge unter Druck setzen lassen

Außerdem entsprechen die Rabatte an Aktionstagen wie dem Black Friday teils nicht der angegebenen Reduzierung. Denn als Vergleichspreis dient oft die sogenannte unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller (UVP), deren sehr hohe Preise als Referenz genutzt werden. In den seltensten Fällen werden Waren und Produkte mit der UVP angeboten – weder am Black Friday noch an den allen anderen Tagen des Jahres. Laut einer Stichprobe der Verbrauchzentrale NRW im Jahr 2018, wurden die Preise anstatt der versprochenen 50 Prozent oftmals nur um etwa 20 Prozent im Vergleich zur UVP reduziert.

Ein anderes beliebtes und trügerisches Tool der Marketing-Strategen sind ablaufende Balken und herunterlaufende Uhren. Dabei lässt sich selten genau nachvollziehen, wie viele Artikel der gewünschten Ware noch vorhanden sind. Von dieser Strategie sollten sich Käuferinnen und Käufer nicht beunruhigen und unter Druck setzen lassen. Der attraktive Deal sollte immer ausreichend überprüft und verglichen werden.

Fünf Tipps für den Black Friday
1. Wecker auf Mitternacht stellen, um die besten Angebote nicht zu verpassen
2. Begehrte Produkte können schon vor dem Black Friday in den Warenkorb gelegt werden
3. Vergleichen Sie die Preise verschiedener Anbieter
4. Zusätzliche Rabatte durch die Newsletter der Anbieter nutzen
5. Achten Sie auf seriöse Anbieter und bekannte Zahlungsformen

Black Friday 2022: Kein Deal ist endgültig

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, sich bereits vor dem Black Friday Gedanken zu machen, welche Käufe getätigte werden sollen und worauf man im Zweifel verzichten könnte. Sollten Kundinnen und Kunden trotzdem einen unüberlegten Kauf getätigt haben oder mit der gelieferten Ware nicht zufrieden sein, bleibt das Widerrufsrecht. Bei einem Onlinekauf ist dies in der Regel ohne Angabe von Gründen bis zu 14 Tage nach der Lieferung des Artikels möglich. Einzig für die Rücksendung des erworbenen Produkts können gegebenenfalls Kosten anfallen. (jsk)

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