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Bauernregeln sagen schon jetzt extrem strengen Winter 2022/2023 voraus

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Von: Robin Dittrich

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Wetterprognosen für den Winter 2022/2023 springen aktuell hin und her – eindeutiger sind die guten alten Bauernregeln: Sie sagen strenges Winterwetter voraus.

Hamburg – Wenn zum Beginn des Herbstes die Abende wieder länger werden, die Temperaturen leicht fallen und zu vorwinterlichen und kuscheligen Abenden auf der Couch einladen, fragen sich viele: Wie wird das Wetter wohl im Winter? Gerade mit Blick auf die Energiekrise und drohende Gasmangellage leistet dies in diesem Jahr gerade den Sorgen Vorschub. Gleichwohl gestaltet sich der Oktober bis jetzt milder als vorangegangene – mit stellenweise bis zu 25 Grad.

Monat:Oktober und November
Jahr:2022
Wettervorhersagen durch:Bauernregeln

In der Vergangenheit waren solche Vorzeichen oft Ankündigungen eines langen und harten Winters – wenn man alten Bauernregeln folgt. Auch wenn sie häufig als nichtzutreffend eingestuft werden, manchmal ist schon ein Körnchen Wahrheit an ihnen dran.

Wetterregeln nach Bauernweisheiten prophezeien sehr strengen Winter

Wie die Faust aufs Auge passt aktuell die Regel „Blühen im Herbst die Bäume aufs neu, währet der Winter bis zum Mai“. Nun ist es Herbst, es ist feucht und warm, sodass in mancher Gegend schon die Kastanien dieser Tage blühen. Und glaubt man den Bauernregeln, so gibt es noch weitere Anzeichen für einen langen und harten Winter.

Aber auch das aktuelle Wetter lässt vermuten, dass diesen Winter mit Schnee zu rechnen ist. Zwar lagen in Hamburg und an der See Anfang November die Temperaturen noch zwischen 10 und 20 Grad Celsius, in den Alpen dagegen sind es schon kühle 6 Grad und dort wird in den nächsten Tagen und Wochen mit Schnee gerechnet.

Eine Frau befreit ihr Fahrzeug von meterhohem Schnee – ein Winterwetter, das die Bauernregeln voraussagen
Gleich mehrere Bauernregeln sagen einen eisigen Winter 2022/2023 voraus: Das Wetter soll laut Bauernweisheiten streng werden – und die Winterkälte soll extrem lange dauern. © Franz Neumayr/dpa

Bauernregeln im Oktober 2022: „Viele Pilze im Herbst – strenger Winter wirds“

So besagt die Bauernregel „Viele Pilze im Herbst – strenger Winter wirds“. Wer bei den feuchten und milden Temperaturen derzeit durch die Wälder und über die Wiesen zieht, der wird sie schon en Masse entdeckt haben: Pilze. Sie sprießen, wo nur das Auge hinreicht. Hält sich das Wetter an die Bauernregel, der Winter wird lang und hart. Bei den jetzigen Temperaturen kaum vorstellbar.

Bauernregel prophezeit kalten Winter: „Ist der Herbst warm und fein, kommt ein scharfer Winter rein“

Und auch die alte Bauernregel „Ist der Herbst warm und fein, kommt ein scharfer Winter rein“, lässt erahnen, dass es bald mit den Temperaturen in Deutschland in den Keller geht und Frost und Schnee vor der Tür stehen könnten. Manch einer möchte das vielleicht einfach abtun. Aber: Wetterexperten haben herausgefunden, das Wetterphänomen „La Niña“ soll für einen eisigen, langen und kalten Winter sorgen.

Bauernregeln zum Herbst: Milder Herbst kann harten und langen Winter vorhersagen

Ob der milde Herbst nun tatsächlich dafür sorgen wird, dass die Menschen in Deutschland im Winter mit Frost und viel Schnee rechnen müssen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Ein Experte sagte ebenfalls einen Extrem-Winter voraus – allerdings nicht zum Thema Kälte. Denn viel wahrscheinlich als Bauernregeln, ist es, dass beispielsweise der Polarwind unser Wetter beeinflussen kann. Dieser entsteht im Herbst und löst sich mit den steigenden Temperaturen im Frühling wieder auf. Momentan nimmt dieser Wind eben besonders viel Fahrt auf und könnte tatsächlich ein Vorbote für einen langen harten Winter werden.

Etliche Menschen mag dies glücklich stimmen, denn viele Verbraucher in Deutschland wünschen sich einen weißen Winter. Insbesondere an Weihnachten soll es draußen schneien. Das ist jedoch das letzte Mal im Jahr 2010 eingetreten, kommen die weißen Weihnachten wieder? Auch im November versuchen Bauernregeln das und noch weitere Wetter-Phänomene vorherzusagen. Das besagen die Bauernregeln im November 2022.

Der Winter steht kurz bevor: Diese Bauernregeln im November 2022 sagen Winterwetter vorher

Bauernregeln sind alte Volkssprüche über das Wetter und die Folgen für die Landwirtschaft. Es gibt sie für jeden Monat eines Jahres, so natürlich auch 2022. Für den nahenden Winter wird ganz besonders auf den November geachtet, dort soll über die Länge und Intensität des Winters Gewissheit bekommen werden. Eine besondere Bedeutung hat dabei der 11. November, also der Tag des heiligen Martin von Tours. Die erste Bauernregel besagt: „Hat Martini einen weißen Bart, dann wird der Winter lang und hart.“ Bei den aktuell herbstlichen Temperaturen in Hamburg sieht das erst einmal recht unwahrscheinlich aus, denn für diesen Tag sind aktuell 14 Grad Celsius und eine Regenwahrscheinlichkeit von 60 Prozent vorhergesagt.

Mit dem weißen Bart ist dabei wohl Reif gemeint, der sich an Gegenständen in Bodennähe bildet. Sollte dieser schon um den 11. November bestehen, ist ein langer und harter Winter zu erwarten. An dieser Theorie ist laut den Wetterportalen wetter.de und wetter.com aber nur wenig dran. Dass es dort schon fröstelt, ist auch eher unwahrscheinlich. Eine weitere Bauernregel besagt nämlich, „Allerheiligen bringt den Nachsommer.“ Um den 1. November herrschen oftmals Temperaturen von 17 bis 20 Grad Celsius, die für diese Jahreszeit normalerweise untypisch wären. In den letzten Jahren traten sie dort jedoch häufiger auf.

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Bauernregeln im November 2022: An einigen Bauernregeln ist nicht viel Wahres dran

Wer insbesondere in Hamburg schon einige November erlebt hat, der kann sich sicherlich an viel Grau erinnern. Oftmals bleibt die Sonne für mehrere Tage am Stück verdeckt und traut sich nicht hervor. Eine weitere Bauernregel für den November 2022 besagt dabei, „Viel Nebel im November, viel Schnee im Winter“. Bekommen wir also eine gute Chance auf weiße Weihnachten, wenn der November 2022 nebelig wird? Verbraucher müssen dabei leider enttäuscht werden, ein Zusammenhang konnte in den letzten Jahrzehnten nicht festgestellt werden.

Wenn Sankt Martin am 11. November schon keine zuverlässige Wetterprognose bringt, wie sieht es mit Sankt Elisabeth aus? Die Bauernregel: „Sankt Elisabeth sagt es an, was der Winter für ein Mann.“ Das Wetter rund um den 19. November soll demnach aussagen, wie das Wetter im gesamten Winter wird. Wahrheitsgehalt: ungewiss. An einer Bauernregel soll jedoch etwas dran sein: „Friert im November zeitig das Wasser, wird’s im November um so nasser.“ Insbesondere im Januar soll bei einem frühen Frost im November eine ganze Menge an Regen herunterkommen, wie wetter.com feststellte.

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Bauernregeln sind auch im November 2022 nicht immer zu glauben, einige von ihnen haben sich in den letzten Jahren jedoch bewahrheitet. Ob die hier aufgezeigten Bauernregeln im November 2022 eintreten, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

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