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Stromverbrauch am Backofen senken – wer die Symbole kennt, kann richtig sparen

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Von: Anna Heyers

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Wie beim Backofen den Stromverbrauch reduzieren? Um Energiekosten zu sparen, muss man am Ofen die richtige Einstellung kennen – und das Symbol dafür.

Hamburg – Backöfen gehören wie der Fernseher zu den größten Stromfressern im Haushalt. Wer aber die Backofen-Symbole kennt und weiß, für welche Backeinstellung sie stehen, kann einiges an Energie einsparen. Gerade bei modernen Backöfen gibt es viele Auswahlmöglichkeiten des idealen Backprogramms. Gekennzeichnet werden Umluft, Grill, Ober- und/oder Unterhitze durch verschiedene Symbole. Die können sich je nach Backofen-Modell unterscheiden, werden aber in der jeweiligen Bedienungsanleitung genauer erklärt. Wir erklären die häufigsten Symbole – und zeigen, welche Energiesparpotenzial haben.

SymbolBedeutung
Ventilator (im Kreis)Umluft (Heißluft)
ein gerader Strich obenOberhitze
ein gerader Strich untenUnterhitze
Zacken (Dreiecke) obenGrill (deutlich stärker als Oberhitze)
gerader Strich unten und Zacken obenPizza-Modus (Unterhitze plus Grill)
GlühbirneLicht im Ofen (keine Backfunktion)

Backofen-Symbole: Unterschiede erkennen und nutzen

Bei dem Ventilator-Symbol wird in der Regel zwischen „mit Kreis“ (Heißluft) und „ohne Kreis“ (Umluft) unterschieden. Bei Umluft wird der Backofen mit Hilfe von Ober- und Unterhitze auf Temperatur gebracht. Ein Ventilator verteilt die heiße Luft in der gesamten Garkammer gleichmäßig. Im Gegensatz dazu wird bei Heißluft die Luft mit einem Heizkörper direkt am Ventilator erwärmt und anschließend im Innenraum verteilt.

Stromverbrauch beim Backen senken: Energiespar-Vorteile bei Heißluft und Umluft

Am meisten einsparen, kann man mit dem Heißluft-Symbol. Denn hier muss der Backofen gar nicht vorgeheizt werden. Bei beiden Einstellungen wird am Ende aber die Hitze gleichmäßig im Innenraum des Ofens verteilt – und bleibt auch in Bewegung. Damit können zum Beispiel mehrere Bleche auf einmal in den Backofen wandern. Das verkürzt, gerade bei größeren Mengen Kuchen oder Plätzchen, die gesamte Laufzeit und spart somit Strom. Aber aufgepasst: Wer Heißluft nutzt, sollte seine Gerichte gut im Auge behalten. Wegen der kürzeren Garzeit können die schnell etwas zu braun oder trocken geraten. Wer sich daran aber erst mal gewöhnt hat, kann einiges an Energie einsparen.

Backofen-Funktion: Heißluft und Umluft bevorzugt

Die Verbraucherzentrale rät dazu, nach Möglichkeit mit Heizluft oder Umluft zu backen. Bei beiden Programmen sorgt der Ventilator für eine gute Verteilung der heißen Luft im Innenraum des Backofens. Das Vorheizen ist bei Heißluft gar nicht nötig, bei Umluft reichen wenige Minuten. Und noch etwas spart Strom: Bei beiden Einstellungen kann man die Back-Temperatur um gut 20 bis 30 Grad Celsius verringern.

Rezepte ohne Back-Angaben

Ist in einem Rezept nicht angegeben, ob das Gericht durch Umluft oder Ober-/Unterhitze gegart werden soll, geht man immer von Ober-/Unterhitze aus. Wer nur das Ventilator-Symbol am Backofen hat, zieht einfach 20 bis 30 Grad von der im Rezept angegebenen Temperatur ab.

Stromverbrauch Backofen: Das richtige Backofen-Symbol wählen – und Energiekosten sparen

Wenn Blechkuchen und Käsekuchen besonders saftig bleiben sollen, wählt man am besten die Ober-/Unterhitze-Funktion (ein Strich oben, ein Strich unten). Pizza oder Flammkuchen werden perfekt, wenn Unterhitze plus Grill aktiviert werden. Diesen sogenannten Pizza-Modus gibt es vor allem bei moderneren Backofen-Modellen.

Eine junge Frau stellt den Ofen ein
Mit der richtigen Einstellung des Backofen-Symbols lässt sich einiges an Strom sparen. © imago

Wer den nicht hat, nimmt einfach Umluft und grillt bei Bedarf am Ende nochmal ein bisschen nach. Heißluft und Umluft sind besonders für Plätzchen geeignet, Oberhitze in Kombination mit der Grillfunktion gibt Kuchen und Aufläufen ein bisschen extra Farbe.

Backofen Stromverbrauch: Viele Programme kosten unnötig Energie und Geld

Die neuesten Backöfen besitzen die sogenannte Pyrolyse (Symbol: mehrere kleine Kreise). Das ist eine Selbstreinigung, bei der der Backofen sich so hoch erhitzt, dass Speisereste und Schmutz einfach verbrennen. Laut der Verbraucherzentrale kostet dieses kleine bisschen Luxus jedes Mal bis zu 1,30 Euro Strom und ist reine Energieverschwendung. Maximal Energie sparen kann man, indem man zum Beispiel Brot ohne Backofen backt – dazu braucht man nur Teelichter.

Auch das Dampfgaren (Symbol: drei wolkenähnlich Wellen) ist nicht optimal. Zwar gilt das Garen bei etwa 100 Grad und mit Wasserdampf als gesund. Die Zubereitung auf dem Herd, zum Beispiel mit einem Dampfgarkorb oder Dampfkochtopf, ist allerdings deutlich sparsamer.

Beim Backenofen den Stromverbrauch reduzieren: Tipps, wie man bares Geld spart

Auch, wenn der Einsatz des Backofens viel Strom braucht, ganz vermeiden lässt es sich aber nicht immer. Zum Glück kann man mit diesen Tipps den Energie-Verbrauch reduzieren – und damit Geld sparen:

Stromfresser im Haushalt erkennen – und unnötige Stromkosten reduzieren

Nach dem Backen kann man auch beim Spülen ordentlich Kosten sparen: Stromsparen am Geschirrspüler gelingt mit der richtigen Wahl zwischen Eco- oder Kurzprogramm – so stehen einem leckeren Backofen-Gericht weder Energiesorgen noch ein fieser Abwasch im Wege. Noch mehr einsparen kann übrigens derjenige, der die größten Stromfresser im Haushalt erkennt und Gegenmaßnahmen ergreift oder ältere Geräte überprüft. So können zum Beispiel abgenutzte Kühlschrankdichtungen mit einer Taschenlampe sichtbar gemacht – und später ausgetauscht – werden.

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