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Rewe eröffnet ersten Supermarkt ohne Kassen – direkt an der A7

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Von: Steffen Maas

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„Rewe Ready“ heißt ein neuer, vollautomatischer Shop an der A7 nahe der Lüneburger Heide. Rund um die Uhr können Reisende hier einkaufen.

Bispingen – Sein elektrisches Auto am Stromstecker aufladen und kurz einkaufen im Roboter-Shop: Was vor 20 Jahren noch klang wie Science-Fiction, wird nach und nach Realität. Zum Beispiel an der A7 am Rande der Lüneburger Heide, wo man im Schnellladepark des Energieversorgers EnBW jetzt auch im vollautomatischen „Rewe Ready“-Shop einkaufen kann. Rund um die Uhr werden Kunden dort zwar nicht vom metallenen Roboter, aber immerhin vom Lieferband mit Getränken, Snacks und mehr bedient.

Name:Rewe Ready
Art:vollautomatischer Shop
Sortiment:rund 230 Produkte
Standort:EnBW-Schnellladepark an der A7, Bispingen

Rewe Ready: Automatik-Shop an der A7 – Snacks per Förderband

20 Minuten hat man, so rechnet es die EnBW in einer Pressemitteilung vom 30. September 2022 vor, wenn man an der Schnellladesäule Strom für 400 Kilometer in den Tank des elektrischen Flitzers jagen will. Zeit genug, sich die Beine zu vertreten und mal Richtung Bauch nachzufühlen. Nicht nur für den schnellen Hunger kann man jetzt in Bispingen in Niedersachsen im Schnellladepark 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche einkaufen.

Dort hat EnBW-Partner und Supermarkt-Gigant Rewe zu Testzwecken ein absolutes Unikat aufgebaut: Im „Rewe Ready“-Shop haben Verbraucher die Auswahl zwischen rund 230 Produkten – hauptsächlich Lebensmittel und Getränke zum direkten Verzehr.

Ein Mann bestellt und bezahlt kontaktlos im „Rewe Ready“-Shop an der A7
24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche: Im vollautomatischen „Rewe Ready“-Shop kann man, während das E-Auto an der Zapfsäule lädt, einfach seine Snacks auf dem Touchscreen auswählen – das Lieferband bringt die Produkte dann nach der Bezahlung zum Kunden. (24hamburg.de-Montage) © Lekkerland/Rewe Group

Doch die Beine müssen sich die Reisenden woanders vertreten, denn anstatt zwischen den Regalen umherzustreifen und nach den leckersten Snacks zu suchen, geht es im „Rewe Ready“ an der A7 nur ein paar Schritte an den großen Touchscreen. Die Auswahl, die man dort trifft, landet dann per Fließband beim Kunden, der seinen kontaktlosen Kauf in der Zwischenzeit per kontaktlosem Bezahlen abgeschlossen hat.

Hat man den gewünschten Energydrink und der Beifahrer sein Eis, ist das Auto vielleicht schon bereit zur Weiterfahrt – so zumindest die Hoffnung der Verantwortlichen, die den Ladevorgang „noch komfortabler und gleichzeitig noch nebensächlicher“ gestalten wollen, wie es in der Pressemitteilung heißt.

„Rewe Ready“-Shop an der A7 auf dem Prüfstand – Sortiment kann vergrößert werden

Die operative Aufsicht bei dem Projekt hat Lekkerland, ein Tochterunternehmen der Rewe-Gruppe, das verantwortlich für die „Convenience Food“-Sparte des Supermarkt-Riesen ist, also für alle Produkte, die teilfertig oder komplett verzehrfertig angeboten werden.

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In der aktuellen Pilotphase wollen die EnBW und Rewe gemeinsam überprüfen, wie die Technologie von den Verbrauchern an der A7 angenommen wird. Auch das Sortiment steht auf dem Prüfstand – Platz hätte der Mini-Robo-Shop für bis zu 500 Produkte. Gänzlich neu ist die Idee des automatisierten Supermarktes nicht: Sowohl in Schleswig-Holstein als auch in Eppendorf in Hamburg gibt es im Norden bereits zwei Versuche, in Shops ohne Personal auszukommen und rund um die Uhr verfügbar zu sein.

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